„Manege frei von Tierquälerei“ oder „kein Applaus für Tierquälerei“

„Manege frei von Tierquälerei“ oder „kein Applaus für Tierquälerei“ mit solchen und anderen Sprüchen, hat die Aktionsgruppe Tierrecht in Bayern, am Samstagnachmittag lautstark auf die Missstände bei der Tierhaltung des Circus Krone in Ansbach aufmerksam gemacht. Ca. 300 Menschen begleiteten die Laufdemo von der Maschinenbauschule in der Eyber Straße, bis zum Eingang des Circus Krone auf dem Messeplatz in der Schalkhäuser Straße.

Bei der Zwischenkundgebung in der Ansbacher Innenstadt hielten der Stadtrat Vorsitzende der Offenen Linken Ansbach Boris-André Meyer, sowie Iselore Schneider vom Menschen für Tierrechte Nürnberg e.V., der Vorstandsbauftragte Achim Stammberger vom Animal Rights Watch e.V. und Stefan Hölzl vom Vorstand der LAG Tierschutz Bayern der Linken Reden, bevor es weiterging zum Messeplatz. Hier fand vor der Vorstellung am Eingang eine Stille Demo statt, begleitet von einer „leicht“ sarkastischen Ansage, bei der die Besucher des Circus Krone noch einmal auf die Zustände im Zirkus hingewiesen wurden. Um ihnen ein schlechtes Gewissen zu machen, kamen noch Rufe wie „Schämt euch“ dazu, sobald ein Zirkus Besucher das Gelände betrat.

Auch wir von der Piratenpartei Ansbach Weißenburg-Gunzenhausen sind mitgelaufen, um auf diese Missstände hinzuweisen. Wir fordern seit Jahren ein Wildtier Verbot in Zirkussen. Leider hat vor kurzem der Bundestag mit großer Mehrheit gegen ein solches Verbot gestimmt, ob wohl es bereits viele Gemeinden und Kommunen gibt, die ein kommunales Wildtier Verbot ausgesprochen haben. So auch die Stadt Ansbach. Leider klagte sich der Circus Krone erfolgreich vor dem Verwaltungsgericht das „Recht“ ein trotz des kommunalen Wildtier Verbotes Station in Ansbach zu machen. Das Gerichtet begründete sein Urteil mit dem Verbot greife „in diskriminierender und nicht gerechtfertigter Weise in die Berufsausübungsfreiheit der Antragstellerin ein“ und die kommunale Selbstverwaltung hätte nicht das Recht Tierhaltung zu verbieten die der Gesetzesgeber erlaube.

Dieses Urteil sowie die Entscheidung gegen den Beschluss von Bündnis 90/Grünen und der Linken im Bundestag zeigt erschreckend wie wenig der Bundesregierung am wohl von Tieren liegt und dass es mehr Rechte für Kommunen und Gemeinden geben sollte. Bis zur Bundestagswahl 2021 haben wir noch genügend Zeit den Politikern im Bundestag mit unserer Stimme zu zeigen, wie wichtig uns das Tierwohl ist, und das werden wir auch tun.

Wir bedanken uns bei der Aktionsgruppe Tierrecht in Bayern für Organisation der Demo und bei der Stadt Ansbach und den Polizeibeamten für die Unterstützung und Absicherung.
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