Die Notfalldose kann Leben retten

Gunzenhausen: Rathaus |

Gunzenhausen – Das durch den Seniorenbeirat der Stadt Gunzenhausen neu ins Leben gerufene Projekt kann Leben retten und den bei dem Patienten eintreffenden Ersthelfern wertvolle Zeit einsparen fasste Ingeborg Herrmann von der Stadt Gunzenhausen das neue Projekt bei der öffentlichen Präsentation im Rathaus zusammen.

Die Stadt Gunzenhausen hat die Idee des Seniorenbeirats zur Einführung einer Notfalldose, wie dies bereits in der Stadt Treuchtlingen durchgeführt wird, sehr gerne unterstützt und mit den noch vorhandenen Fördermitteln aus einen Preis für die Arbeit des Seniorenbeirats in Höhe von 500 Euro sofort unterstützt lobte Bürgermeister Karl-Heinz Fitz die Arbeit des Städtischen Seniorenparlaments.

Werner Seifert, der vorsitzende des Seniorenbeirats, stellte das Projekt vor und bezeichnete es als einen weiteren kleinen Schritt um das Leben in Gunzenhausen noch lebenswerter zu gestalten. Das Projekt zielt hauptsächlich auf den Einsatz in Singlehaushalten, die im Laufe der Zeit immer mehr werden, ab. Es ist aber auch in Zwei-Personen-Haushalten sehr gut einsetzbar und sinnvoll. In einer kleinen Plastikdose werden ein bis zwei Notfallzettel aufbewahrt auf denen die wichtigsten medizinischen Informationen über den Patienten, der dann vielleicht nicht ansprechbar ist, für die eintreffenden Ersthelfer stehen. Die Ausgabe der Notfalldose erfolgt ab sofort gegen eine kleine Schutzgebühr von 1 Euro über das Einwohnermeldeamt der Stadt, die Seniorensprechstunden des Seniorenbeirats und zu den Bürostunden am Dienstag und Freitag in der Nachbarschaftshilfe. Die Mitglieder der Nachbarschaftshilfe und des Seniorenbeirats sind auch gerne in den Sprechstunden beim ausfüllen der Notfallzettel behilflich.

Die Notfalldosen sollen mit den ausgefüllten Notfallzetteln im Kühlschrank aufbewahrt werden. Es wird mit der Dose auch ein entsprechender Aufkleber mit ausgegeben damit der Kühlschrank auch damit gekennzeichnet werden kann informierte Werner Seifert.
Für Paul Pfeifer vom BRK Gunzenhausen und dem neuen Brandschutzbeauftragten der Stadt, Kreisbrandmeister Matthias Endres, ist die Einführung der Notfalldose sehr sinnvoll. Dabei ist es schon wichtig das sich die Menschen überhaupt mit der Materie bei Ausfüllen der Zettel einmal ernsthaft befassen stellte Paul Pfeifer fest. Matthias Endres berichtete aus der Praxis, dass viele Menschen sehr wenig über die Krankengeschichte ihres Partners wissen und beim Auffinden des Partners in einer hilfsbedürftigen Situation sich auch in einer Extremsituation befinden die sie nicht mehr an alle wichtigen Informationen für den eintreffenden Rettungsdienst denken lassen. Daher sieht er in der Notfalldose nicht nur für ältere Menschen sondern für alle Menschen ein wichtiges Hilfsmittel in Notfallsituationen. Die Information darüber muss jetzt aber erst einmal in der Breite gestreut werden. Die Einsatzkräfte des BRK und der Feuerwehren werden darüber informiert und geschult aber die Bevölkerung muss darüber ebenfalls informiert werden waren sich alle einig.

Der Seniorenbeirat wird am Wochenmarkt am 25. Oktober in Gunzenhausen mit einem Infostand die Bürger der Stadt auf das neue Hilfsmittel aufmerksam machen sicherte Werner Seifert zu. Er zeigte sich insbesondere stolz darüber das Gunzenhausen die zweite Kommune im Landkreis nach der Stadt Treuchtlingen ist, die dieses Notfalldose einführt. Es muss dieses Hilfsangebot jetzt nur noch von der Bevölkerung angenommen werden.

(KH)
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