SPD Ortsverband besucht Klinikum Gunzenhausen

Klinikvorstand Jürgen Winter (3. von links) freute sich über den Besuch des SPD-Ortsverbandes aus Gunzenhausen
 
Pflegedirektorin Cornelia Kerschbaum führte die Kommunalpolitiker durch die neuen Räume des Klinikums
Gunzenhausen: Klinikum Altmühlfranken |

Gunzenhausen – Der Ortsverband der SPD informierte sich direkt vor Ort über den Stand der Ausbau und Modernisierungsarbeiten im Klinikum Gunzenhausen. Vorstand Jürgen Winter freute sich sehr über das Interesse der Kommunalpolitiker und führte die Besucher zusammen mit Pflegedirektorin Cornelia Kerschbaum durch die neugestalteten Räume am Reutberg in Gunzenhausen.

Die Mitglieder des SPD-Ortsverbandes erhielten dabei einen genauen Einblick in die Arbeitsabläufe in der neu gestalteten Notaufnahme incl. der notwendigen Räumlichkeiten um die Anerkennung als Traumazentrum zu erhalten. Pflegedirektorin Cornelia Kerschbaum führte die Besucher auch in den bereits neu ausgestalteten Bettentrakt B 2 und zeigte ihnen die Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals und ein leer stehendes Einbett-Zimmer. Während der weiteren Umbauphase müssen die Patienten noch teilweise in Zweibett-Zimmern untergebracht werden die ein zusätzliches drittes Bett erhalten. Nach Abschluss der Umbauarbeiten werden dann alle Patienten in Zweibett oder Einzelzimmer untergebracht werden berichtete Cornelia Kerschbaum den Gunzenhäuser Besuchern. Die Kommunalpolitiker waren von der neuen Farbgestaltung mit hellen und warmen Farben sehr angetan. Das ganze Krankenhaus erhält dadurch eine freundlichen und angenehme Atmosphäre.

Zum Abschluss des Rundgangs konnten sich die Besucher noch den neu gestalteten und modernisierten Herzkatheder Untersuchungsbereich ansehen und sich von der Qualität der Geräteausstattung und der geleisteten Arbeit überzeugen.

Im Anschluss stand Vorstand Jürgen Winter den politischen Besuchern noch gerne Rede und Antwort. Er informierte die Besucher über die aktuelle Belegung der beiden Häuser in Weißenburg und Gunzenhausen. Es stehen derzeit insgesamt 380 Betten zur Verfügung in denen die Patienten von rund 900 Mitarbeitern pflegerisch und medizinisch versorgt werden können. Aktuell werden pro Jahr 350.000 Patienten in den beiden Häusern versorgt. Für Jürgen Winter und die Gerd Rudolph, der als SPD Stadtrat und Aufsichtsratsmitglied des Klinikums Altmühlfranken ebenfalls an der Führung teilnahm, war die fachliche Spezialisierung der beiden Kliniken in Weißenburg und Gunzenhausen die Voraussetzung für den Erhalt beider Krankenhausstandorte im Landkreis, was nicht als Selbstverständlichkeit angesehen werden kann.

Druck der Krankenkasse stellt Krankenhäuser vor Probleme

Das Klinikum Altmühlfranken steht immer in der direkten Konkurrenz mit privaten Klinikanbietern. Durch den medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) werden die eingereichten Abrechnungen über die ambulanten und stationären Behandlungen sehr penibel überprüft und die Tendenz geht dabei leider immer weiter auf eine Verringerung der durchschnittlichen Verweildauer in den Krankenhäusern hin berichtete Jürgen Winter. Dabei kürzt der MDK die eingereichten Rechnungen oft sehr erheblich wodurch die Kliniken gezwungen sind die gekürzten Behandlungstage nachträglich über die Sozialgerichte einzuklagen. Dem Klinikum Altmühlfranken sind dadurch Schäden von bis zu 600.000 Euro entstanden klagte der Klinikvorstand.

Die Sanierung und Modernisierung des Klinikums in Gunzenhausen wird nach Fertigstellung eine Bausumme von fast 84 Millionen Euro verschlungen haben, die zum Großteil aus Eigenmitteln und Rücklagen des Klinikums Altmühlfranken sowie Zuschüssen des Freistaats Bayern finanziert wurden. Dieser finanzielle Kraftakt wird bei der im Anschluss geplanten Sanierung der Klinik in Weißenburg nicht mehr möglich sein stellte Vorstand Jürgen Winter fest. Die hier erforderlichen Mittel in Höhe von rund 120.000 Euro werden hauptsächlich durch den Landkreis als Sachleistungsträger finanziert werden müssen. Daher sieht Stadtrat Gerd Rudolph die aktuelle Haushaltspolitik des Landkreises sehr kritisch. Für ihn ist die geplante nochmalige Kürzung der Kreisumlage auf Kosten von Rücklagenentnahmen in Anbetracht der zu erwartenden hohen finanziellen Belastungen in den kommenden Jahren sehr gefährlich. Es wäre seiner Meinung nach wesentlich wirtschaftlicher jetzt dem Landkreis die finanziellen Mittel die er für seine Aufgaben benötigt durch die Kommunen zur Verfügung zu stellen damit eine entsprechende Rücklage für die anstehenden finanziellen Belastungen angespart werden kann.

Zum Abschluss bedankte sich die Ortsverbandsvorsitzende Bianca Bauer bei Jürgen Winter für die erhaltenen Einblicke und überreichte ihm ein kleines Abschiedsgeschenk.


(KH)
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