Wie kann es sein?

Gunzenhausen - Die Funktion eines staatlichen Bauamts ist es, die
von der Regierung beschlossenen Vorgaben umzusetzen. Genau dies macht
die Behörde aus Ansbach beim geplanten Ausbau der B13 und der Umgehung
Schlungenhof. Die Anweisungen bekommt das Bauamt immer von der
aktuellen gewählten Landes- und Bundesregierung, zurzeit werden
hier für die beiden zuständigen Ministerien von Bayern und der CSU
gesteuert.Kann das staatliche Bauamt dann, objektiv betrachtet, neutral
beurteilen und handeln? Ist es für die Behörde möglich, zu einem
anderen Ergebnis zu kommen, als ihr von der Regierung vorgegeben
wird? Darf es solche Ergebnisse überhaupt geben?

Diese und weitere Fragen sind legitim, können und müssen gestellt
werden, auch im Hinblick auf die Umgehung Schlungenhof. Da das
staatliche Bauamt mit den gleichen Tricks und den teilweise
falschen Behauptungen wie die hiesige CSU versucht, Stimmung zu machen, muss
ein neutrales Handeln in Frage gestellt werden.

Wie sonst kann es sein, dass ein staatliches Bauamt unterscheidet,
ob das Geld vom Bund, Bahn oder Landkreis kommt? Dies sind schließlich
alles Steuergelder, die nur sinnvoll eingesetzt werden dürfen,
unabhängig davon, aus welchem Topf sie kommen.

Wie sonst kann es sein, dass eine Variante 3.1 nach jahrelangen
Planungen und mühsamen Verhandlungen als die Lösung präsentiert
wird,um dann in nur wenigen Wochen wieder davon abzukommen?

Wie kann es sein, dass Schlungenhof ohne einen Bau der Umgehung gar
keine Lärmschutzmaßnahmen bekommt, wenn diese doch über allen
Grenzwerten sind? Schließlich ist das Bauamt verpflichtet, sich in
erster Linie um den Schutz der Bürger zu kümmern, auch wenn eine
Umgehung im Bürgerbegehren abgelehnt wird.

Wie kann es sein, dass Berechnungen über die Zu- und Abnahme des
Verkehrs erst im Nachhinein und nach Aufforderung von Laien
stattgefunden hat? Dies hätte bei genauer Planung bereits im
Vorfeld geschehen müssen.

Wie kann es sein, dass unabhängig einer möglichen
Umgehungs-Variante und zahlreichen ungeklärten Fragen, wie den Radwegen und dem

Überschwemmungsgebiet, die Investitionssumme genau feststeht? Sehr
wahrscheinlich wird auch diese Zahl, wie bei diversen anderen
öffentlichen Projekten, insbesondere in Gunzenhausen, deutlich
höher ausfallen als anfangs geplant.

Letztendlich kann der Bürger nur zu einem Schluss kommen: Die
Umgehung und den Bürgerentscheid 1 abzulehnen und sich für den
Bürgerentscheid 2(„Heimat bewahren – deshalb STOPP zur B13-Ortsumfahrung
Schlungenhof!“)zu entscheiden.

Peter Reitmaier – Bürgermeisterkandidat der offenen Liste – Piraten
&Die Linke

https://offeneliste-gunzenhausen.de

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