"Neues Leben in alten Mauern" - und was für eins! Heidenheim erlebte am Wochenende einen Besucherrekord!

Heidenheim: Kloster Heidenheim |


"Wo kämen wir denn da hin, wenn der Freistaat solche Gemäuer verscherbeln würde", begrüßte Staatsminister Joachim Herrmann schmunzelnd die Gäste. Schließlich habe das Kloster Heidenheim eine große Geschichte - umso wichtiger sei es, dieses zu bewahren. Und auch, wenn nicht alle begeistert waren, bedankte er sich bei allen, die dazu beigetragen haben, diesen 15-jährigen Kampf zu einem guten Ende zu bringen und der Region eine neue Zukunft zu ermöglichen. Kritik, die Dekan Kuhn als Geschenk über die Jahre hinweg immer wieder dankend angenommen hat. Denn so konnte er auch Aspekte mit einbeziehen, die ihm sonst vielleicht entgangen wären. Gleichzeitig bat er alle um Verzeihung, die er verletzt hat.

MdL Manuel Westphal verglich die Aufgaben des Klosters vor 1200 Jahren und heute - mit dem Resultat: Eigentlich habe sich nichts geändert. Es war und ist wieder ein geistiges und wirtschaftliches Zentrum, welches mit seinem mannigfachen Angeboten wie Klosterladen, -gasthof und Seminaren eine große Chance für die Region darstellt. "Nutzen Sie dieses Chancen, damit neues Leben in alten Mauern auch von Erfolg gekrönt wird", appellierte er abschließend.

Auch Landrat Gerhard Wägemann und Bürgermeisterin Susanne Feller freuten sich, das längste Einzelprojekt nach über 15 Jahren der Öffentlichkeit übergeben zu dürfen. Ein Projekt, das nur funktionierte, da es durch zahlreiche Fördergeber und unersättliches ehrenamtliches Engagement unterstützt wurde.

» "Ein Ort, an dem sich Himmel und Erde berühren"

Als solch einen Ort soll das Kloster bekannt werden, wünscht sich Dekan Klaus Kuhn. Architekt Häffner ist sich sicher, dass dies dem Team Kuhn und Seefried gelingen wird. "Ohne Sie würde es das Projekt nicht geben, Sie haben den Stein ins Rollen gebracht und viele weitere dazu, mitzurollen", lobte er, bevor er offiziell den Schlüssel an den neuen Hausherren übergab.

» Über 2000 Besucher am Tag der offenen Tür

Ja, er habe mit vielen Neugierigen gerechnet, aber dieser Andrang habe ihn dann doch überwältigt, erzählte Dekan Kuhn am Sonntagnachmittag. Fünf Führungen mit je gut 100 Interessierten waren bereits absolviert, bei denen er durch die beiden Räume der Ausstellung sowie den Kreuzgang führte. Dabei gab er auch die eine und andere List der Mönche zum Besten, um den Fastengeboten zu entgehen.

Aber ich möchte nicht zuviel verraten - statten Sie Heidenheim persönlich einen Besuch ab, erleben Sie den Begriff "Ökumene" neu, entdecken Sie im "Spiegelkabinett" die verschiedensten Symbole des christlichen Glaubens oder nehmen Sie an einer der zahlreichen Veranstaltungen teil. Weitere Informationen finden Sie im Programmheft oder unter www.kloster-heidenheim.eu

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