Laster hinterlässt eine Spur der Verwüstung in Horgau

(Foto: Symbolbild Jörg Hackemann 123rf.com)

Ein 54-jähriger Lasterfahrer parkte am Samstag gegen 10 Uhr seinen mit hochwertigen Autos beladenen Autotransporter in Horgau in der Von-Holzapfel-Straße. Offenbar sollten diese Autos am Montag einem ortsansässigen Autohaus geliefert werden. Aus noch unbekannten Gründen setzte der erheblich alkoholisierte Fahrer seinen Transporter in der Nacht zum Sonntag um kurz vor 1 Uhr in Bewegung und befuhr mit diesem die Von-Holzapfel-Straße zunächst in östlicher Richtung bis zu einem dortigen Wendehammer, wendete dort und fuhr anschließend die gleiche Straße wieder zurück in westlicher Richtung.

Laut Spurenlage fuhr er "Schlangenlinien", beschädigte mehrere im Grünstreifen befindliche Bäume, einen ordnungsgemäß abgestellten Autotransportanhänger, eine große Werbetafel eines ortsansässigen Industrieunternehmens sowie seinen Laster und die hochwertigen Sportwägen erheblich. Weiterhin riss bei der "Verwüstungsfahrt" der Tank des Lasters auf, der Kraftstoff verbreitete sich über viele Meter auf der Straße.

Durch den Lärm aufgewacht, verständigte ein Anwohner über Notruf die Polizei. Den kurze Zeit später eingetroffenen Polizeistreifen zeigte sich ein Bild der Verwüstung auf der gesamten Straßenlänge. Der Fahrer konnte erheblich angetrunken in seinem Führerhaus angetroffen und anschließend zur Blutentnahme zur Dienststelle gebracht werden. Ein freiwilliger Alkoholtest wurde verweigert. Der zuständige Staatsanwalt ordnete die Vorführung des Fahrers bei einem Richter des Amtsgerichts Augsburg an. Der Führerschein wurde sichergestellt. Der stark beschädigte Autotransporter wurde samt Ladung abgeschleppt.

Zwei der insgesamt sechs beschädigten Bäume wurden entwurzelt und mussten von der Freiwilligen Feuerwehr Horgau beseitigt werden. Der Regen- und Abwasserkanal wurde verschlossen, da sonst eine Umweltgefahr durch den ausgelaufenen Dieselkraftstoff gedroht hätte. Die Fahrbahn musste gereinigt werden. Der durch den Autotransporter beschädigte und quer zur Fahrbahn stehende Autoanhänger wurde wieder auf eine Parkfläche geschoben.

Es entstanden auch an drei Stellen Schäden am Fahrbahnbelag. Der Autotransporter sowie die darauf befindlichen sieben hochpreisigen Sportwagen wurden erheblich beschädigt. Allein diese Schäden dürften mit mindestens 150 000 Euro beziffert werden. Dazu kommen noch die beschädigten Bäume und Sträucher, der Autoanhänger und die Fahrbahnschäden. Der Gesamtschaden dürfte um die 200 000 Euro liegen.

Personen kamen nicht zu Schaden. Eine Gefahr für die Umwelt bestand nicht. (pm)
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