Notlage in Kissing ausgenutzt: 400 Euro für Rohrreinigung

400 Euro zahlte eine Kissingerin für eine Stunde Arbeit. (Foto: Symbolbild: Pavel Chernobrivets-123rf.com)

Die Notlage einer Kissingerin hat ein Handwerker eines Rohrreinigungsservices am Montagnachmittag ausgenutzt.

Die 48-Jährige hatte wegen eines verstopften Abwasserrohrs über das Internet einen Rohrreinigungsservice bestellt. Sie geriet dort an einen Notdienst, der offenbar ortsansässig war, und ihr die Handynummer eines Sanitärarbeiters vermittelte. Dieser erschien auch am Nachmittag.

Bevor er mit seiner Arbeit begann, musste die Frau allerdings eine Blankorechnung unterschreiben. Nach nur einer Stunde Arbeit schrieb der Handwerker dann 400 Euro auf die Rechnung. Die Geschädigte fühlte sich verpflichtet, die Summe zu überweisen.

Je mehr sie darüber nachdachte, desto mehr habe sie sich aber betrogen gefühlt, erzählte sie schließlich der Polizei. Eigene Recherchen im Internet führten sie zu einer Firma aus Hessen, die für ihren bundesweit schnellen Service wirbt. Schon mehrere Geschädigte hatten wohl in Blogs vor den Machenschaften der Firma gewarnt. Die Polizeiinspektion Friedberg ermittelt nun wegen Wucher. (pm)
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