Polizei wird wegen medizinischen Notfalls gerufen - und findet über zehn gequälte Hunde

Dieses Bild ist ein Symbolbild. Wegen des besonderen öffentlichen Interesses hat die Polizei allerdings ausnahmsweise Fotos des Falles in Kissing veröffentlicht. Die Bilder können Sie sehen, wenn Sie auf weiter klicken. Vorsicht: die Aufnahmen sind erschreckend. (Foto: bearok,123rf.com)

Die Friedberger Polizei hat in einer Lagerhalle in Kissing zehn gequälte Hunde aufgefunden. Ein medizinischer Notfall des Halters brachte die Beamten auf die Spur

Hinweis: Die Polizei hat "wegen des besonderen öffentlichen Interesses" ausnahmsweise Fotos zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Allerdings sind die Aufnahmen erschreckend. Deswegen ist das erste Foto in unserem Artikel ein Symbolbild. Die weiteren Aufnahmen sind tatsächliche Bilder aus Kissing.

Wie die Polizei mitteilt, meldete am Montagvormittag die Lebensgefährtin eines 47-jährigen Mannes, dass dieser akut hilflos in einem Wohnwagen in der Bahnhofstraße liegt. Sofort wurde ein Notarzt alarmiert, der vor Ort den Mann versorgte und in das Zentralklinikum einlieferte.

Im Zuge des Einsatzes stellte die Polizei fest, dass der Mann in einer angemieteten Lagerhalle zehn Hunde hielt. Diese waren teilweise aggressiv und angeleint, alle waren jedoch in einem erbärmlichen Zustand. "Sie waren stark abgemagert und verdreckt. Einige hatten offene Wunden, ein Hund wurde bereits verendet in einem abgemeldeten Auto vorgefunden", beschreibt die Polizei.

Die Lagerhalle im Kissinger Gewerbegebiet habe der Mann, der in der Kfz-Branche tätig ist, angemietet, um Ersatzteile dort unterzubringen.

Unverzüglich wurde Unterstützung von der Diensthundestaffel angefordert, zudem wurden eine Tierärztin zur Erstversorgung und das Veterinäramt des Landratsamtes für weitere Maßnahmen hinzugezogen. Diese machten sich vor Ort ein Bild und ordneten die Unterbringung der Tiere in umliegende Tierheime an. Hierbei halfen auch die Mitarbeiter des Bauhofes und der Freiwilligen Feuerwehr.

Über jeden Hund wird ein Gutachten erstellt, danach erfolgt eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft wegen mehrerer Vergehen nach dem Tierschutzgesetzes. (pm/jaf)

In einer früheren Version dieses Textes hieß es, am Wohnsitz des Mannes hätte die Polizei weitere gequälte Hunde gefunden. Nach ergänzenden Informationen haben wir diese Stelle korrigiert. (StaZ)
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Klaus-Dieter Löbel aus Großaitingen | 18.07.2018 | 11:52  
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