Empfang im Kissinger Rathaus für häufige Blutspender

Kissings Erster Bürgermeister Manfred Wolf (Mitte), Hans-Jürgen und Bärbel Pflügel vom Ortsverband des Bayerischen Roten Kreuzes (rechts und links außen) ehrten die häufigsten Blutspender der Gemeinde bei einem persönlichen Empfang im Rathaus.
Kissing: Rathausplatz | Zwei Bürger spendeten 125mal, einer begann bereits im Alter von 17 Jahren. In Kissing gibt es sehr viele Erstspender.

Die Gemeinde Kissing steht im Landkreis Aichach-Friedberg mit seinen Blutspendern an erster Stelle und dankt ihnen als einzige jährlich mit einem persönlichen Empfang im Rathaus. Erster Bürgermeister Manfred Wolf hatte acht Blutspender, die sich durch ihre häufige Beteiligung beim Blutspenden des Bayerischen Roten Kreuzes verdient gemacht hatten, eingeladen, aber nur sechs kamen zum Empfang in das Rathaus. Die Gäste erhielten nicht nur eine Urkunde, eine goldene Anstecknadel und ein Geschenk vom Kreisverband des Roten Kreuzes, sondern noch eine Überraschung des Bürgermeisters wie eine Kissinger Kaffeetasse, ein Buch vom Bayerischen Hiasl oder einen Wein mit einem Gutschein „Der Kissinger“ als Erinnerung an diesen besonderen Abend. „Ich freue mich, dass ich die Ehrung bereits zum 20. oder vielleicht schon zum 22. Mal durchführen darf. Ich danke ihnen, dass sie durch ihre Blutspenden das Leben von Erkrankten oder Unfallopfern retten“, sagte Wolf in seiner Ansprache.

Der zweite Vorsitzende des Bayerischen Roten Kreuzes Hans-Jürgen Pflügel erläuterte die Bedeutung von Blutspenden. Täglich würden in Bayern 2000 Blutspenden benötigt, wofür 4500 Termine und 15000 ehrenamtliche Helfer im Jahr nötig seien. Obwohl 94 % der Bevölkerung Blutspenden wichtig fänden, spenden nur 7 % wirklich, ergab eine Studie der deutschen Ärztegesellschaft im Auftrag der Regierung. Der Hauptanteil des Blutes in Höhe von 19 % werde für Krebserkrankte benötigt, es folgen Herz- und Magen-Darmerkrankungen mit jeweils 16 %. Erst an 3. Stelle stehen Unfallverletzungen. Aber auch bei Leber- und Nierenerkrankungen, bei Blutarmut und Blutkrankheiten, bei Knochen- und Gelenkerkrankungen oder bei komplizierten Geburten werde Blut benötigt. Pflügel berichtete, dass das Blut zuerst in München im Labor untersucht werde, bevor es nach Wiesentheit bei Würzburg gesandt und dort schockgefroren werde. „Als Blutspender retten sie das Leben von Menschen und deswegen schätzen wir sie alle sehr wert“, dankte er den Gästen. Er erzählte von einem Bericht in der Zeitung, dass bei einem schweren Verkehrsunfall in der Region vor etwa drei Monaten einem Kind durch eine direkte Blutspende eines Passanten das Leben gerettet werden konnte.

125mal hatten Franz Baier und Thomas Albrecht Blut gespendet. Baier hatte sich bereits im Alter von 17 Jahren von einem Arbeitskollegen überzeugen und mitnehmen lassen und spendet Blut, so oft es ihm möglich ist. Albrecht begann im Jahr 1974, als er bei der Bereitschaftspolizei zu arbeiten anfing. Auf 75 Blutspenden in 25 Jahren brachte es Sven Lasota, der gerne Menschen helfen möchte. 50mal spendeten Ernst Santa und Isolde Haupt. Da sie gerne verreise, sei sie aber nach einem Urlaub einige Monate für Spenden gesperrt, erklärte Haupt. Markus Pfister, Ulrike Abel und Christine Möller spendeten 25mal. Anwesend war aber nur Markus Pfister, der im Alter von 18 Jahren mit seinen Schulkameraden begann. „Blutspenden ist einfach und man kann damit Gutes tun. Auch meine Frau geht oft mit“, verriet er sein Motiv.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.