Kissinger Neubürger schätzen viele Vorteile

Auch Martin Marketsmüller war mit dem 16 Monate alte Quirin zum Neubürger-Empfang gekommen. Foto: Stöbich
Kissing: Kissing | Kissing informiert über interessante Angebote in der Gemeinde

Peter Stöbich
Kissing. Brunnenfest und Bücherei, Weitmannsee und Weihnachtsmarkt, Vereine und vieles mehr machen Kissing zu einer lebens- und liebenswerten Gemeinde. Das betonte Bürgermeister Manfred Wolf gestern beim Neubürger-Empfang im Rathaus, an dem auch seine beiden Stellvertreterinnen sowie Mitglieder von Gemeinderat und Verwaltung teilnahmen. Außer Sekt und interessanten Informationen gab es für die Neuankömmlinge auch einem Film und eine Bildpräsentation über ihre neue Heimat.

Wolf blickte ins Jahr 1953 zurück, als seine Eltern in der Bernhard-Straße ein Haus gebaut hatten, und lobte den Zusammenhalt der Kissinger Bürger. Zum Beispiel hatten alle mit angepackt, um den Pausenhof der Grundschule zum Abenteuerspielplatz umzugestalten. Die Kinder hatten in einem Malwettbewerb ihren Wunschpausenhof entworfen und Eltern, Lehrer und andere Bürger bauten ihn in Gemeinschaftsarbeit.

Von der Kinderbetreuung über das Mehrgenerationenhaus bis zu Senioren-Einrichtungen schlug Wolf einen großen Bogen und schilderte anschaulich, wie gut es sich in der Gemeinde leben lasse. Dazu trügen unter anderem auch die Einkaufsmöglichkeiten sowie das rege Vereinsleben bei; vom Bogenschießen über Kunst- und Theaterverein bis zu den Pfadfindern und ehrenamtlichen Hilfsdiensten finde jeder das passende Angebot. Allein der Sportclub verfüge über zwölf Abteilungen.

Er wies außerdem auf die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten zum Beispiel im Erholungsgelände am Weitmannsee hin und stellte fest: „Entdecken Sie Ihr Kissing – hier ist immer etwas los!“ Die 1986 für 20 Millionen Mark errichtete Paartalhalle biete einen Biergarten und Bundeskegelbahnen, Gymnastik- und Jugendräume sowie einen Festsaal und ein Restaurant.

Die vielen Vorteile weiß auch Martin Marketsmüller zu schätzen, der im Herbst vergangenen Jahres mit seiner Familie von München in ein Reiheneckhaus gezogen ist. Der 40-jährige arbeitet als Lehrer an der Mittelschule Mammendorf und hat ein halbes Jahr nach einer neuen Bleibe in Kissing gesucht. "Daß ich mit dem Zug zum Fußballspielen nach München fahren kann, ist super", sagt er und genießt außerdem, "daß wir hier sehr nette Nachbarn und viel Grün vor der Tür haben."

Seit einem Vierteljahr lebt Sabine Truchses in Kissing, "weil die Mieterhöhungen in München kaum mehr bezahlbar waren". Gleich die erste Wohnung, die sich sich in der Gemeinde anschaute, hat sie erworben und freut sich, daß sie als Buchhalterin zeitweise im Homeoffice arbeiten kann. "Wenn ich tageweise nach München muß, geht das bequem mit dem Zug - eigentlich bräuchte man gar kein Auto, weil in Kissing das meiste gut zu Fuß erreichbar ist!" Die Neubürgerin ist im Tennisclub sowie als Pilates-Trainerin aktiv.

Aus Wolfratshausen kam Joachim Kroemer von der Loisach an den Lech, wo er sich seit einem knappen Jahr sehr wohl fühlt, weil auch seine Tochter in der Nähe wohnt. Er ist ebenfalls froh über die gute Verkehrsverbindung ohne Auto: "Ich muß öfters auf Geschäftsreise und bin mit dem Zug schneller am Münchner Flughafen."

Für die musikalische Umrahmung des Empfangs sorgten im Rathaus gestern Jugendliche der Kissinger Musikschmiede. Nach dem offiziellen Teil konnten die Neubürger im zwanglosen Gespräch nähere Kontakte knüpfen. Der Bürgermeister empfahl ihnen auch einen Besuch des Brunnenfestes, das am 29. und 30. Juni wieder auf dem Rathausplatz stattfindet: "Dabei können Sie in Ruhe Ihre neue Heimat mit allen Vereinen und ehrenamtlichen Helfern kennenlernen!"
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