17-jähriger Kradfahrer stürzt: Schutzkleidung hätte Verletzungen verhindern können

Die richtige Schutzkleidung kann viele Verletzungen verhindern. (Symbolbild) (Foto: Pavel Romanchenko, 123rf.com)

Ein junger Kradfahrer verletzte sich aufgrund mangelnder Schutzkleidung bei einem Sturz. Die Polizei gibt Tipps, was zum Saisonstart beachtet werden sollte.

Wie die Polizei mitteilte, fuhr ein 57-Jähriger am Dienstag, gegen 08.15 Uhr, mit seinem Auto auf der Staatsstraße 2380 von Königsbrunn her kommend in Richtung Mering. Kurz vor der Einmündung zur Bundesstraße 2 wollte der Autofahrer nach links in die Friedenaustraße nach Mering abbiegen. 

Dabei erschrak der von der Bundesstraße 2 her kommende 17-jährige Kradfahrer beim Anblick des anfahrenden Autos, wodurch er beim Bremsen die Kontrolle über sein Kraftrad verlor.

17-Jähriger trug statt Stiefeln lediglich Turnschuhe

Beim folgenden Sturz zog sich der 17-Jährige einen offenen Knöchelbruch und diverse Prellungen zu. Der junge Kradfahrer wurde zur weiteren Behandlung in das Uniklinikum Augsburg gebracht.

Die Polizei teilte mit, dass lediglich ein Sachschaden am Kraftrad der Marke Aprilia in Höhe von etwa 1.500 Euro entstand, da es zu keinem Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge kam.
Die Staatstraße 2380 war während der Unfallaufnahme für etwa eine Stunde nur einseitig befahrbar.

Anstelle von Stiefeln trug der junge Kradfahrer lediglich Turnschuhe, die seinen Körper beim Sturz nicht ausreichend schützten.

Polizei gibt Tipps

In diesem Zusammenhang gibt die Friedberger Polizei allen Kradfahrern einige wichtige Tipps, damit sie sicher und möglichst schadlos die Saison genießen können:

"Schon zu Saisonbeginn muss das Kraftrad in technisch einwandfreiem Zustand sein, dazu zählen vor allem die Bereifung, die Beleuchtung und die Bremsen am Zweirad.", so die Polizei. 

Neben dem vorgeschriebenen Schutzhelm ist vollständige Motorrad-Schutzkleidung wichtig. Auch Hände und Füße sollten stets durch Handschuhe und geeignetes Schuhwerk (feste Stiefel) geschützt sein. Ist die Kleidung in Signalfarben gehalten, erhöht dies die Wahrnehmbarkeit für andere Verkehrsteilnehmer.

Ebenso wichtig ist es, fit zu sein, bevor die erste Ausfahrt gestartet wird. Mit einem Fahrsicherheitstraining für Motorradfahrer wie es beispielsweise Motorclubs oder Fahrschulen anbieten, wird die individuelle Fahrfertigkeit nach der Winterpause erhöht. Dadurch steigt auch die eigene Handlungssicherheit in „brenzligen“ Situationen.

Das Fahren mit nicht angepasster oder gar überhöhter Geschwindigkeit ist laut Polizei die häufigste Unfallursache bei Motorradfahrern.

Zuletzt sollte stets Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer und Anwohner an den Straßen genommen werden. Zu hohe Drehzahlen oder manipulierte Auspuffanlagen erzeugen extreme Lärmbelästigungen, die nicht nur störend, sondern auch gesundheitsschädlich sind. (pm)
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