Erschossene Hunde in Königsbrunn: Polizei hat nun den Jäger vernommen

Maja und Leni wurden im Juli erschossen. (Foto: Tierschutzverein Franz von Assisi)

Nachdem der Fall um zwei erschossene Hündinnen in Königsbrunn online für Aufsehen gesorgt hat, hat die Polizei nun die Ermittlungen aufgenommen und sowohl die Besitzerin als auch den Jäger vernommen, der die Tiere im Juli erschossen hat.

In seiner Aussage habe der Jäger zugegeben, die Hündinnen Maja und Leni getötet zu haben. Im Laufe des Vernehmens hätten sich zahlreiche weitere Zeugen ergeben, die die Polizei nun befragen will. Auch hätte der Jäger eventuell eine Begründung für sein Handeln gehabt.

Online wurde zwischenzeitlich der Vorwurf geäußert, die Tiere seien häufig unkontrolliert unterwegs gewesen und hätten dabei sowohl Wildtiere als auch Reiter oder Jogger angegangen. Gemäß Paragraph 42 Bayerisches Jagdgesetz darf ein Jäger Hunde und Katzen töten – jedoch nur, wenn sie wildern, also im Revier erkennbar dem Wild nachstellen und dieses gefährden.

"Das wäre zum Beispiel eine mögliche Begründung", sagte dazu Markus Graf von der Polizeiinspektion Bobingen. Die genauen Aussagen des Jägers wollten die Beamten im Hinblick auf die bevorstehenden Zeugenbefragungen aber noch nicht öffentlich machen.

„Das wird auf jeden Fall noch viel Arbeit“, sagte Markus Graf. Denn die Geschichten des Jägers und der Besitzerin seien nicht deckungsgleich. Wie der Vorfall tatsächlich abgelaufen ist, muss nun also noch geklärt werden. (lat)
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Bettina Wängler aus Bobingen | 09.08.2018 | 15:15  
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