Gewalt eskaliert in Königsbrunn: 14 Jugendliche greifen Polizeistreife an

In Königsbrunn musste die Polizei eine Schlägerei vor einer Bar beenden. (Foto: Symbolbild / Artem Konstantinov-123rf.com)

Zwei Gruppen junger Männer sind in der Nacht auf Samstag in Köngisbrunn in Streit geraten. Nur mit Mühe konnte die Polizei die Auseinandersetzung beenden.

Nach Angeben der Polizei trug sich die Auseinandersetzung in der Bürgermeister-Wohlfarth-Straße /Ecke St.-Johannes-Straße vor einer Bar zu. Beteiligt waren nach ersten Angaben bis zu 20 Personen.

Zunächst kam es vor der Bar zu einem Streit zwischen einigen jungen Männern. In Folge dessen schlugen wohl gemeinschaftlich bis zu 14, teils stark alkoholisierte Personen der einen, auf vier Personen der anderen Gruppe ein. Hierbei wurden diese mit Schlägen und Tritten, auch schon am Boden liegend, traktiert und dadurch verletzt. Alle vier Personen mussten später im Krankenhaus und in der Uniklinik behandelt werden.

Durch den Tumult auf der Straße auf die Schlägerei aufmerksam geworden, wurde die Polizeiinspektion Bobingen von einer Anwohnerin informiert und zur Hilfe gerufen.

Jugendliche gehen auf Polizeistreife los

Die entsandte Bobinger Funkstreifenbesatzung wurde kurz nach dem Eintreffen, beim Feststellen der Personalien mehrerer Beteiligter, ebenfalls von der größeren Jugendgruppe attackiert, woraufhin eine Person festgenommen wurde.

Da der Festgenommene erheblichen Widerstand leistete und einige Personen aus der Jugendgruppe versuchten, diesen zu befreien, wurde durch die Polizeibeamten sofortige Unterstützung auch aus Augsburg angefordert. Eine Gefangenenbefreiung konnte schlußendlich nur durch den massiven Einsatz von Pfefferspray, mehreren Festnahmen und zeitweise den Einsatz von zehn Streifenwagen und einem Diensthundeführer verhindert werden. Fünf Beteiligte mussten die Nacht in Augsburger Arrestzellen verbringen.

Im Verlauf des Einsatzes kam es zu mehrfachen Beleidigungen und Widerstandshandlungen gegen die Polizeibeamten. 14 Personen erwartet nun ein Strafverfahren unter anderem wegen Landfriedensbruch, gefährlicher Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte, versuchte Gefangenenbefreiung und Beleidigung. (pm)
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