Stadt Königsbrunn warnt: Giftköder auf Friedhof ausgelegt

Auf dem Friedhof wurden Giftköder ausgelegt (Symbolbild). (Foto: Anthony Shaw, 123rf.com)

Wegen Giftködern mussten auf dem Friedhof in Königsbrunn offenbar Wildtiere sterben. Die Stadt Königsbrunn warnt daher Besucher des Friedhofs nun vor möglichen Ködern und bittet um Mithilfe.

Am Donnerstag sei am Hauptweg ein verendetes Eichhörnchen mit blutigem Schaum vor der Schnauze entdeckt worden. Keine 20 Meter entfernt fanden die Friedhofsmitarbeiter in einem Mülleimer eine leere Packung Ratten- und Mäuseköder-Paste.

Die Vermutung liege daher nahe, dass das Tier das ausgelegte Gift zu sich genommen hat, schreibt die Stadt. Kurz darauf sei eine tote Drossel gefunden worden. Bei weiteren Tieren sei ein ungewöhnliches Verhalten beobachtet worden.

Die Giftpaste war in Portionsbeuteln abgepackt. Die Recherche des Ordnungsamtes habe ergeben, dass die Verwendung dieses Produktes rechtlich gar nicht mehr zugelassen ist.

Die Stadtverwaltung Königsbrunn weist nun vehement darauf hin, dass auf dem Königsbrunner Naturfriedhof an der Wertachstraße keine eigenmächtige Schädlingsbekämpfung erlaubt ist. Besucher des Friedhofs werden gebeten, auf ausgelegte Giftköder zu achten und einen Fund umgehend den Friedhofsmitarbeitern zu melden.

Besonders auch bei Kindern, die mit ihrer Familie Gräber besuchen, ist Vorsicht geboten, sodass sie mit den Giftködern nicht in Berührung kommen. Dies gilt zudem für Blindenhunde, die als einzige Tiere in den städtischen Friedhof mitgenommen werden dürfen.

Die Mitarbeiter des Friedhofs finden immer wieder Spuren von Gift – wie zum Beispiel Schneckenkorn –, das gegen Schnecken, Ratten und andere Nagetiere ausgelegt wurde, aber natürlich auch von Vögeln oder Igeln aufgenommen wird, die dann ebenfalls qualvoll verenden. Wenn Angehörige an ihren Gräbern einen Schädlingsbefall feststellen, muss das Friedhofspersonal, die Friedhofsverwaltung oder das Ordnungsamt informiert werden. (pm)
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