Verfolgungsjagd von Königsbrunn nach Augsburg: Jugendliche flüchten auf Kleinkraftrad drei Kilometer vor Verkehrskontrolle

Mehrere Streifenwagen waren am Samstag in Königsbrunn und Augsburg im Einsatz, um zwei flüchtige Jugendliche auf einem Kleinkraftrad zu stellen. (Foto: Symbolbild: Christian Mueller - 123rf.de)

Zwei Jugendliche lieferten am Samstag der Polizei eine Verfolgungsjagd. Circa drei Kilometer lang flüchteten sie auf einem Kleinkraftrad vor einer Verkehrskontrolle.

Im nördlichen Ortsbereich von Königsbrunn wollten Beamte eines Streifenwagens ein Kleinkraftrad, besetzt mit zwei Personen, gegen 21 Uhr einer Verkehrskontrolle unterziehen. Doch der Fahrer ergriff die Flucht, während der Sozius mit der Hand das Versicherungskennzeichen des Kraftrads verdeckte.

Es entwickelte sich eine Verfolgungsjagd, bei der mehrere Streifenwagen eingesetzt wurden. Im Rahmen der Flucht gefährdete der Fahrer durch riskante Fahrmanöver und einen aggressiven Fahrstil nicht nur die Beamten, sondern auch einen unbeteiligten Fußgänger und einen Autofahrer. Als der Täter in Augsburg an der Kreuzung der Königsbrunner Straße und der Roggenstraße eine rote Ampel überfuhr, konnte der bislang unbekannte Autofahrer einen Verkehrsunfall nur durch eine Vollbremsung verhindern.

Nach einer etwa drei Kilometer andauernden Verfolgungsjagd konnten die Streifenwagen die beiden Jugendlichen an der Inninger Straße stellen. Bei der anschließenden Kontrolle ergab sich, dass am Tatfahrzeug technische Veränderungen durchgeführt worden waren, die die Geschwindigkeit des Kleinkraftrads erhöhten.

Der Fahrer war allerdings nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis. Zudem war er bereits mehrmals einschlägig in Erscheinung getreten. Bei der Verfolgung mussten die Beamten unmittelbaren Zwang anwenden. Dabei wurde ein Polizeibeamter leicht verletzt. An drei Dienstwagen entstand ein leichter Sachschaden.

Gegen den Fahrer wird unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, gegen den Sozius wegen eines Urkundendeliktes ermittelt. Die Täter wurden nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft nach Durchführung der Erstmaßnahmen entlassen.

Zeugen der Verfolgungsjagd werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Bobingen unter Telefon 08234 / 960 60 zu melden. (pm)
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