Alles neu auf dem Spielplatz an der Eichenstraße in Königsbrunn

Wackeltier und Spielhaus
 
der Kletter-Parcours

Die Kinder zweier Schulklassen tobten bei der Einweihung begeistert auf den neuen Spielgeräten herum.

„Es gibt in Königsbrunn 42 Spielplätze, alle sind schon recht in die Jahre gekommen. Deshalb wollen wir nach und nach alle Plätze renovieren“, sagte Bürgermeister Franz Feigl bei der Einweihung des erneuerten Spielplatzes am Eichenplatz. „Jeder Spielplatz hat einen anderen Schwerpunkt, wir haben beispielsweise einen Wasserspielplatz und einen barrierefreien Platz. Bei diesem Platz hier heißt das Thema „Eichen“, deshalb die geschnitzten Waldtiere auf jedem Spielgerät. Teils thronen die Eichhörnchen und Wildschweine oben auf den Pfosten, teils kann man auf ihnen sitzen und schaukeln,“ so Feigl weiter. Entwickelt werden die Ideen in einem kleinen Gremium bestehend aus Stefanie Detke vom städtischen Betriebshof, Jörg Kratzer vom Bauamt sowie zwei Stadträtinnen, Jugendreferentin Petra Benning-Zeininger und Sozialreferentin Brigitte Holz. Das Gremium, weitere Stadträte und die Kinder zweier Klassen der nahe gelegenen Grundschule Süd mit ihren Lehrerinnen Miriam Uzun und Kerstin Mack waren zur Einweihung gekommen. Vier Kinder durften das Absperrband zerschneiden, dann wurden die Geräte gestürmt.
Die bisherigen Spielgeräte auf dem Platz waren 30 Jahre alt gewesen. Eine Dampflok, die einmal dazu gehörte, war längst abgebaut worden. Nun gibt es drei Bereiche für Kinder verschiedener Altersstufen. Auf einem Sandplatz steht ein Spielhaus mit einer kleinen Rutsche für die Jüngsten, daneben verschiedene Wipp-, Wackel- und Schaukelgeräte für die etwas größeren Kinder und ein großes Kletter- und Balanciergerüst für Kinder ab 8 Jahren. „Auf dieser Kletteranlage balancieren die Kinder in einer Höhe von 2,80 Metern“, erklärte Feigl. „Dagegen haben schon einige Eltern Sicherheitsbedenken angemeldet. Tatsächlich ist es aber so, dass bei dieser Höhe weniger Unfälle passieren als etwa auf einer Höhe von 1,60 Metern, weil sich die Kinder in der größeren Höhe instinktiv viel vorsichtiger bewegen. Bis 1,60 Metern wird dieser Vorsichtsinstinkt nicht geweckt, hat man herausgefunden. Deshalb empfiehlt der TÜV höhere Geräte bis 3 Meter. Hinzu kommt, dass Spielplätze grundsätzlich für Kinder vom Krabbelalter bis 14 Jahren vorgesehen sind. Damit auch 14-jährige gerne auf den Spielplatz kommen, muss man ihnen etwas Interessantes bieten. Interessant sind Schwierigkeiten, die dazu herausfordern, anfängliche Furcht zu überwinden und die eigenen Fertigkeiten weiter zu entwickeln. Der Spaß liegt in dem Stolz darauf, etwas Schwieriges gemeistert zu haben. Die Sicherheit der jüngeren Kinder wird dadurch gewährleistet, dass die Sprossenabstände für sie zu groß sind. Schon die untersten Sprossen oder Tritthilfen sind so hoch angebracht, dass jüngere Kinder nicht hinauf kommen. Gefährlich wird es dann, wenn Eltern ihr Kind hinauf heben. Wenn es passieren sollte, dass betrunkene Jugendliche in der Nacht von einem Gerät stürzen, haften sie selbst. Grundsätzlich sollen Spielplätze nur bis 8 Uhr abends genutzt werden.“

Herausforderungen für Kinder ab 8 Jahren

Der große Kletter-Parcours besteht aus 6 Türmen, die auf verschiedene Arten erklimmt werden können, etwa einer Leiter oder einer Boulder-Wand. Zwischen den Türmen sind verschiedene Brücken angebracht, auf denen zum nächsten Turm balanciert werden kann, vom festen Balken bis zu einem dicken Seil. Herunter kann man klettern, an einer senkrechten Stange rutschen oder auf der Rutsche des alten Spielplatzes, die wieder verwendet wurde. Für die Fundamente hat der Betriebshof 30 Kubikmeter Beton verarbeitet. Seit dem letzten Winter waren die Mitarbeiter des Betriebshofes immer wieder mit dem Aufbau des Spielplatzes beschäftigt, insgesamt wurden 750 Arbeitsstunden aufgewandt. Unter dem Parcours liegt 40 Zentimeter hoch Fallschutz-Kies. Wie Stefan Waldherr von der Herstellerfirma Maier erläuterte, bietet der Kies mehr Sicherheit als die sonst häufig verwendeten Gummimatten, denn er sinkt bei einem Sturz viel tiefer ein. Das merkt man sofort, wenn man darauf läuft. Dass Kinder darauf rennen, ist kaum vorstellbar. Erst recht kann man auf dem Kies nicht Fahrrad fahren. Auf Gummiflächen fahren Kinder gern mit dem Rad bis ans Gerät und lassen das Rad liegen. Dadurch ist es möglich, dass ein Kind bei einem Sturz auf dem Rad landet. Bei Kies kommt das nicht vor. „Viele unserer Spielplätze haben sich zu beliebten Ausflugszielen für Familien entwickelt“, berichtete Waldherr. „Vielleicht kommen auch hierher bald Familien aus dem ganzen Stadtgebiet und der Umgebung!“
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.