Bewegende Momente für das neue Jahr

Königsbrunn : Königsbrunn | Kultur / Ausstellung und Lesungen stehen auf dem Programm

Peter Stöbich
Königsbrunn. "Wir haben bewegte Zeiten, vieles verändert sich", sagt Ursula Off-Melcher, die Leiterin des Königsbrunner Kulturbüros. Deshalb lautet das Jahresmotto des Veranstaltungsprogramms für 2019 "Königsbrunn bewegt" - mit einem angehängten "sich", was das Thema doppeldeutig macht.
"Gemeinsam mit den Vereinen möchten wir Bürger in allen Interessensbereichen mit unserem Angebot berühren, begeistern und bewegen", stellt sie fest.
Die Quartalsprogramme des Kulturbüros unterscheiden sich im neuen Jahr sowohl farblich als auch durch die verschiedenen Emojis, das sind kleine Figuren, Zeichen und Symbole.
Bereits ausverkauft ist das Dreikönigskonzert mit dem Königsbrunner Kammerorchester unter Leitung von Christoph Teichner, Kulturpreisträger des Jahres 2017. Dann geht es weiter mit einer Ausstellung, die vom 10. Januar bis Anfang April im Rathaus-Foyer zu sehen ist. Der Königsbrunner Zeichner Cyril Kajnar ist begeistert von der Schönheit der Straßen- und Platzräume der alten Innenstädte, vor allem der Stadt Augsburg, und hat die für ihn interessantesten Anblicke festgehalten. Die Gebäude aus den unterschiedlichsten architektonischen Epochen geben ein glanzvolles Bild ab. Bedingt durch die berufliche Erfahrung und Routine des Autors, wurde auf die Wirkung der Bleistiftzeichnungen gesetzt.
Im Informationspavillon am Alten Postweg wird es am 28. Februar um 19.30 Uhr einen Vortrag von Joachim Lucchesi geben. Der Musikwissenschaftler unternimmt zusammen mit Isabell Münsch (Gesang) und Rita Marx (Klavier) eine Erkundungsreise in die Lebenswelten Bertolt Brechts. In seinem Leben sah sich Brecht in der Welt um, in Landschaften, Städten und Kontinenten. Er fand Aufenthalte, die seiner Arbeit
dienten, seinem Liebes- und Familienleben oder der gelegentlichen Erholung. Bald wurden es Zufluchtsorte vor Nazideutschland und vor dem schnell vorrückenden Krieg, bis Brecht den Stätten seiner Jugend im Nachkriegsdeutschland erneut begegnete.
Die Eröffnungsveranstaltung des Königsbrunner Bücherfrühlings findet am 20. März ab 19 Uhr in der Stadtbücherei an der Schwabenstraße statt. Genau acht Minuten Zeit haben bekannte Persönlichkeiten, um dem Publikum eines ihrer Lieblingsbücher vorzustellen. Musikalisch wird die Veranstaltung von Alexandrina Simeon (Gesang), Andreas Bauer (Bass) und Joachim Holzhauser (Vibraphon) begleitet.
Im Gymnasium liest Marion Poschmann am 27. März um 19.30 Uhr aus ihrem Roman "Die Kieferninseln". Im Mittelpunkt der humorvoll
erzählten Geschichte steht der Privatdozent Gilbert Silverster, der überstürzt nach Japan fliegt, weil er glaubt, seine Frau betrüge ihn. Es beginnt eine chaotische Reise, wobei der Held einen jungen Japaner vor dem Selbstmord bewahrt.
Neun Pionierinnen und ihre Abenteuer beschreibt
Armin Strohmeyr am 3. April um 19 Uhr in der Stadtbücherei. Er fasst die Lebensgeschichten kurz zusammen und konzentriert sich dann auf besondere Erfahrungen, die seine Protagonistinnen geprägt haben. Seine Berichte umspannen fast ein ganzes Jahrhundert: von Annie Taylors Niagara-Höllenfahrt bis zu Lynne Cox, die im Jahr 1987 im fünf Grad kalten Wasser der Beringstraße von den USA in die damalige Sowjetunion schwamm. Strohmeyr, Kulturpreisträger der Stadt Königsbrunn, webt immer wieder skurrile Details ein und lässt das Erzählte so lebendig werden.
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