Grundschule Nord in Königsbrunn: Der Rohbau des neuen Schulhauses ist fertig

Links die Richtkrone im Innenhof des Gebäudes, in der Mitte Bauleiter Roman Ohneberg und Polier Josef Mooser, rechts Bürgermeister Franz Feigl und einige der Gäste.

Im März war der Spatenstich für ein neues Unterrichtsgebäude der Grundschule Nord im früheren Pausenhof, in dieser Woche konnte bereits Hebauf gefeiert werden.

Bei einem Haus mit Dachstuhl spricht der Zimmermeister den gereimten Richtspruch. Da das neue Schulhaus ein Flachdach bekommt, übernahm Bauleiter Roman Ohneberg die Aufgabe, assistiert von Polier Josef Mooser. Ohneberg bewies, dass er es in Sachen Trinkfestigkeit mit jedem Zimmermann aufnehmen kann. Traditionsgemäß leerte er das erste Glas Weißwein auf die Bauherrschaft in einem Zug, das zweite auf die Planer und mit dem dritten ließ er die Handwerkerschaft hochleben. Alsdann warf er das Glas auf den Betonboden, auf dass die Scherben dem Haus und den Menschen, die darin ein und aus gehen werden, Glück und Segen bringen mögen.
Das Ganze fand im zweiten Stock des zukünftigen Schulhauses statt. Von dort fällt der Blick durch die Fensteröffnungen nach Osten auf Wiesen und Felder bis zur Lechstraße hin. Bauherr ist die Stadt Königsbrunn. Sie hatte die am Bau beteiligten Handwerksfirmen, die Planungsbüros, Schulleitung, Lehrkräfte, Verwaltung, Hortmitarbeiter und Hausmeister der Grundschule Nord und auch der anderen Grundschulen, Vertreter des städtischen Bauamts und des Kreis-Schulamts, Stadträte sowie Altstadträte eingeladen, und sehr viele waren gekommen. Sie wurden von Bürgermeister Franz Feigl begrüßt. Feigl wies darauf hin, dass Neubau, Teilabriss und Sanierung der Grundschule Nord finanziell gesehen mit 17 Millionen Euro die bisher größte Einzelbaumaßnahme in der Geschichte der Stadt ist. Der Neubau soll zum nächsten Schuljahr fertig sein, und bisher wurde der Zeitplan eingehalten. Im nächsten Bauabschnitt wird der Mittelbau der alten Schule abgerissen und an dieser Stelle eine Mensa errichtet. Gleichzeitig wird der ganze Schulbetrieb in den Neubau umziehen und der Hort zieht in das alte Schulgebäude, damit der Hort renoviert werden kann. Im letzten Schritt zieht der Hort zurück in seine Räume und das alte Schulhaus wird abgerissen. Im Jahr 2022 soll alles beendet sein.
Das neue Schulgebäude hat eine in etwa quadratische Grundfläche und ist rund 11 Meter hoch. Im Erdgeschoss werden Werk- und Musikräume sowie Schulleitung und –verwaltung zu finden sein. In den beiden Stockwerken darüber liegen an den Außenseiten die Klassenzimmer, zur Mitte hin zusätzliche Räume für unterschiedliche Aktivitäten, sogenannte Lernlandschaften. Ganz innen liegt ein Innenhof, der Licht und Luft auch in die innen gelegenen Räume bringt. Wie Ralf Löw, Geschäftsführer des Architekturbüros WörnerTraxlerRichter, im Gespräch erläuterte, werden Treppen und tragende Wände aus Sichtbeton sein, die anderen Wände aus Trockenbauplatten mit Schränken und Regalen davor. Dank abgehängter Decken und Teppichböden wird es trotzdem nicht zu laut werden. Um die Räume zu lüften, werden die Fenster automatisch geöffnet und geschlossen, je nach den Messwerten von Temperatur und Kohlendioxidkonzentration, die von einer Steuerungsanlage verarbeitet werden. Außerdem können die Fenster auch von Hand geöffnet werden.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.