Jubiläums-Konzert mit Gästen von der Insel Rab

Highlight des Abends - das gemeinsame Lied (Foto: @collisi)
 
Dirigentin Sandra Möhring leitet von der Treppe zur Galerie (Foto: @collisi)
Königsbrunn: Gemeindezentrum St. Johannes |

40 Jahre gibt es das Orchester des Evangelischen Posaunenchors schon

– ein Grund zu feiern! Anfänglich wurden die Blechbläser durch 2 Klarinetten, Querflöte und Schlagzeug erweitert, mittlerweile präsentiert sich das „pcOrchester“ mit klangstarken 45 Musikern unter Leitung von Sandra Möhring.

Vor 5 Jahren initiierte der Vorstand das erfolgreiche Format „Orchester trifft…“, bei dem im ersten Programmteil des Konzerts das Orchester und nach der Pause ein Gastensemble zu hören ist.

Zum diesjährigen Jubiläum lud man sich besondere Gäste ein, und so reiste der

Männerchor „Klapa Eufemija“ aus der Städtepartnerstadt Rab in Kroatien

an. 2017 auf der Konzertreise des Posaunenchors nach Rab wurden dafür schon die entsprechenden Verbindungen geknüpft.

Der erste Akkord im ausverkauften Evangelischen Gemeindezentrum St. Johannes kam einem „Paukenschlag“ gleich, denn er wurde kräftig unterstützt von der neuen Großen Orchestertrommel, die Jonas Klar mit sichtlichem Vergnügen bespielte. Die imposante „Fanfare for a new horizon“ von Thomas Doss bildete den Auftakt zu einer

musikalischen Reise von Bayern nach Rab

über verschiedene Länder und dafür jeweils ausgesuchte Titel bzw. Komponisten. Dazu lud Moderator Christian Toth mit der Reisegesellschaft „pcO touristik“ humorvoll ein.

So erklang für Italien der unvergessliche Evergreen „Azurro“, für Slowenien der Marsch „Triglav“, den Julius Fucik dem höchsten Berg des Landes gewidmet hatte und für Ungarn das temperamentvoll vorgetragene Zigeunerstück „Zingaro“ von Johan Nijs.

Bezaubernd kam Österreich daher mit dem Sisi-Lied „Ich gehör nur mir“, wunderschön gesungen von der Opernsängerin Chris Munger, die alle Blicke auf sich zog.
Herbststimmung verbreitete sich bei „Autumn Leaves“, einer melancholischen, leicht jazzigen Komposition von Joseph Kosma aus Budapest, zu der tatsächlich Herbstlaub ins Publikum fiel.

Durch viele Länder fließt die Donau - der weltbekannte Walzer „An der schönen blauen Donau“ aus der Feder von Johann Strauß jr. war also sozusagen ein „Muss!“, und die Besucher konnten in den herrlichen Melodien schwelgen.

Indianer-Kinder verteidigten den Schatz am Silbersee, zu unvergesslichen Melodien aus den Winnetou-Filmen, die teilweise im Nationalpark Plitwitzer Seen in Kroatien gedreht wurden. Solist an der Mundharmonika: Claus Zdesar.
Von der „Insel (RAB) mit zwei Bergen“ kehrte man zurück ins Augsburger Land und schickte die Zuhörer in die Pause.

Bürgermeister Franz Feigl begrüßte anschließend die weitgereiste Klapa Eufemija mit ihrem Leiter Nedo Mikelic. Die acht Männer verzauberten schon mit den ersten Klängen das Publikum.

Vom Feinsten war die folgende Musik

– man spürte und sah, wie sich die Sänger ohne störende Noten nur mit Blickkontakt und wunderbar aufeinander geeicht, verstanden – das war Harmonie pur. Auch wenn die meisten im Saal die Worte nicht verstanden, so sprach die Musik hier für sich. Die anwesende Konsulin Sonja Lovrek Velkov für Kroatien, einige Mitglieder des Rab-Forums und eifrige Rab-Reisende waren hier klar im Vorteil! Nedo Mikelic verriet ein bisschen über die Inhalte: Liebe, Meer, Heimat, Leben mit der Natur – Themen, die den Alltag und das Leben beschreiben.

Highlight des Abends

war der gemeinsame Abschluss, zu dem das Orchester sich rings um die Klapa aufstellte und Sandra Möhring von der Treppe aus dirigierte. Nach gegenseitigen Dankesworten und Geschenkübergaben verabschiedeten sich die Musiker mit der Bayernhymne, denn auch der Freistaat Bayern feiert 100. Geburtstag. Sowohl die Gäste aus Rab als auch das ganze Publikum sangen im Stehen feierlich mit. Ein echt würdiger Abschluss für das hervorragende Konzert.
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