Künstler knüpfen ein Netzwerk

Verbundenheit nennt Sabine Hämmer ihre Arbeit in Mischtechnik. Foto: Stöbich
Königsbrunn : Königsbrunn | Vielseitige Jahresausstellung im Rathaus-Foyer

Peter Stöbich
Königsbrunn. Was hat das Archäologische Museum unter dem Rathaus mit dem Königsbrunner Künstlerkreis zu tun? Die Antwort gab vergangenen Sonntag Bürgermeister Franz Feigl: Das Museum feierte genau an dem Tag sein 25-jähriges Bestehen, an dem ein Stockwerk höher die Hobbykünstler ihre Jahresausstellung eröffneten.

Beide Ereignisse standen unter dem Motto „Vernetzt, verknüpft, verflochten“, das Kulturbüro-Chefin Ursula Off-Melcher zu Beginn dieses Jahres ausgegeben hatte. "Und beides sind wichtige kulturelle Einrichtungen für unsere Stadt", hob Feigl bei der Vernissage im Rathaus-Foyer hervor.

Eine Jury hat Werke von insgesamt 20 Künstlern ausgewählt, die mit vielen originellen Einfällen ein Netzwerk aus bunten Fäden, Schlingen oder Spiralen geknüpft haben so wie Sabine Hämmer mit ihrer Mischtechnik-Arbeit "Verbundenheit". Das Motto ließ den Teilnehmern an der Ausstellung vielfältige Möglichkeiten zur Interpretation. So hat Georg Atzheim ein Umspannwerk dargestellt und Siglinde Matysik "Alamannische Verflechtungen".

"Vernetzte Natur" hat Ingrid Maurer ihr Werk betitelt, während Marie-Luise Reichelt "Vernetzt mit Europa" ist; andere Bilder zeigen einfach einen Spaziergang im Mondschein oder Wein, Weib und Gesang. Allen Künstler sowie den Teams des Kulturbüros und Museums dankte Feigl für ihr Engagement. Das Museum unter dem Sitzungssaal, so der Bürgermeister weiter, genieße in der Fachwelt hohe Wertschätzung und zeige in 51 Vitrinen viele interessante Exponate, die Geschichten erzählen können.

Geöffnet ist es außer im August jeden dritten Sonntag im Monat von 10 bis 12 Uhr. Dank spektakulärer Funde hat sich das Königsbrunner Museum in den vergangenen Jahren zu einem Prunkstück entwickelt, das sich nicht hinter den Augsburger Schauen verstecken muss. Zu sehen sind Fundstücke, welche die Zeit zwischen 2300 vor Christus bis zum Abzug der Römer 375 nach Christus dokumentieren.

Neu hinzugekommen sind die Exponate aus einem frühmittelalterlichen Gräberfeld, das nahe der Gemeinde Wehringen entdeckt wurde. Wenn es um die Erforschung der Geschichte der Stadt und der Region geht, stehen Siglinde Matysik und Rainer Linke in vorderster Reihe; sie halten viele Fachvorträge, geben Führungen oder helfen Stundenten bei deren Abschluss- und Doktorarbeiten.
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