Mittelalterliche Strafen und Gartentipps - VOX CORONA auf der Harburg und im Gartenparadies

Wehrgang um die Burganlage (Foto: Peter Henkel)
Die Harburg bei Donauwörth war das Ziel des diesjährigen Vereinsausflugs von Vox Corona. Bei der Führung durch die gut erhaltene, mächtige Burganlage erfuhren die Sängerinnen und Sänger viel Wissenswertes über den Besitz der Fürsten Öttingen-Öttingen bzw. Öttingen-Wallerstein, der heute zu einer Stiftung gehört und mit der fürstlichen Bibliothek über das größte Privatarchiv Deutschlands verfügt.

Man traf sich zunächst in der im barocken Stil gestalteten Kapelle zur Heiligen Anna. Dort fällt die zentrale Lage der Kanzel auf. Denkmäler erinnern an die in der Gruft begrabenen Fürsten. Über den langen Wehrgang mit Schießscharten gelangten die Chormitglieder in Räume, die mit alten Möbeln, Gemälden und mit bemalten Holzdecken ausgestattet waren; sie bewunderten handgeschriebene Schriftstücke und Hochzeitsfotos der Fürstenfamilie und im Speisezimmer den prachtvoll mit Nymphenburger Porzellan gedeckten Tisch.


Die Besucher kamen aber auch in weniger angenehme Räume wie die Schwitzkammer und die Dunkelkammer, in denen im Mittelalter die "peinliche Befragung" der "Sünder" stattfand. Letztere wurden auch zehn Meter ins "Angstloch" runter gelassen und sündige Frauen wurden in eine Schandgeige für Zwei gezwängt.

Die Führerin lenkte die Aufmerksamkeit auf den Burgfried: "Hinter den drei Meter dicken Mauern haben sich die Frauen und Kinder aufgehalten, während die Männer gekämpft haben." Auf dem Burghof war ein Brunnen zu sehen, 40 Minuten musste man auf dem Tretrad treten, um einen Eimer mit Wasser zu füllen.

Schließlich betraten die Sängerinnen und Sänger den Festsaal. Er ist prunkvoll mit farbigem und goldenen Stuck geschmückt und kann heute für Festlichkeiten gemietet werden.

Nach dem Mittagessen in der Waldgaststätte Eisbrunn wanderten die Ausflügler in etwa einer Stunde durch den Wald auf den Berg Bock und genossen die Aussicht ins Ries und ins Wörnitztal.

Im Gartenparadies Dehner in Rain konnten sich die Sängerinnen und Sänger Tipps für den eigenen Garten holen bei einem sehr versierten Fachmann, der sie durch die wunderschönen Anlagen führte.
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