Neue Funde im Archäologischen Museum Königsbrunn

Frauenbestattung bei der Ausgrabung
Im neuen Gewerbegebiet Nord der Gemeinde Wehringen wurden bei archäologischen Ausgrabungen interessante Funde geborgen.

Aus der frühen Bronzezeit (ca. 2000 v. Chr.) entdeckte man eine Frauenbestattung mit ungewöhnlich reichhaltigem Bronzeschmuck. Erstaunlich waren auch zwei separate, frühmittelalterliche Körpergräber eines Paares aus der Zeit um 700 n. Chr. Die Frau besaß unter anderem zwei vergoldete Almandin-Fibeln, eine Perlenkette und eine große silberne Bügelfibel mit Goldeinlage.

Der Mann war mit Langschwert, Lanze, Schild, Gürtelgarnitur, Messer und Kamm ausgestattet. Auch ein seltener, fein gearbeiteter Bronzekessel, der umgestülpt auf seinem Sarg lag, zeugt vom Wohlstand des Verstorbenen.

Außergewöhnlich war auch der Fund zweier identischer Spiralplattenfibeln aus Bronze mit großen, rautenförmigen Platten. Sie stammen aus der Hallstattzeit (800-450 v. Chr.)

Die qualitativ hochwertigen Grabbeigaben sind nun nach der Restaurierung im Archäologischen Museum Königsbrunn zu bestaunen. Es befindet sich im Rathaus der Stadt und hat das nächste Mal am 18. November geöffnet, des weiteren immer am 3. Sonntag jeden Monats (außer August).

Gruppen- und Schulklassenführungen können im Kulturbüro Königsbrunn unter Tel. 08231/606260 oder www.kulturbuero@koenigsbrunn.de vereinbart werden.
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