"Rampa Zamba" in Königsbrunn: Zehn Tage Sport und Spaß

Bereit für „Rampa Zamba“: die Eisarena am Tag der Eröffnung.
 
Party „Can't Stop the Feeling“

In der Eisarena lockte die Veranstaltung „Rampa Zamba“ mit Half Pipe, Rampen, Airtrack, Musik und vielem mehr hunderte von jungen Besuchern an.

Es ist kein kleines Projekt, das sich das Team des Jugendzentrums „Matrix“ vorgenommen hatte: Die Veranstaltung „Rampa Zamba“ bietet jungen Leuten 9 Tage lang die Gelegenheit für besondere Erlebnisse auf BMX-Rädern, Scootern, Skateboards, Inlinern, Rollschuhen, beim Hüpfen auf einer Air Track oder bei der aktuellen Sportart Parkour. Für Outsider: BMX-Räder sind kleine Fahrräder ohne jedes Zubehör wie Schutzbleche, aber mit dicken Reifen und einem stabilen Rahmen, damit man querfeldein und über Hindernisse fahren oder von einer Rampe in die Luft springen, schadfrei wieder landen und sich in der Luft womöglich noch drehen kann. Scooter sind kleine, sehr stabile Tretroller, mit denen ähnliche Kurvenfahrten und Sprünge vollführt werden können wie mit einem Skateboard. Dass ein Skateboard ein Brett mit 4 kleinen Rollen ist, dürfte den meisten bekannt sein. "Airtrack" ist eine große, weiche Matte mit Sprungeffekt wie bei einem Trampolin, auf dem manche Jugendliche akrobatische Salti hinbekommen. Parkour ist einer Art Hindernislauf mit Springen, Klettern und Balancieren.

Jugendliche mit erstaunlichen Fertigkeiten

Chef der Organisation ist der Leiter des "Matrix" Ralf Engelstätter. Er berichtet, dass Monate vor der Eröffnung überlegt worden war, was wann erledigt werden muss, was gebraucht wird, wo man es bekommen kann, wen man als Sponsor gewinnen könnte. Die Arbeit wurde in Gruppen aufgeteilt, Vorbereitungsteams gebildet und Helferlisten ausgehängt, in die sich die jugendlichen Besucher des Matrix eintragen konnten. Alles musste genau geplant werden, denn für die Aufbau-Arbeiten auf 1800 Quadratmetern in der Eisarena und auf der Außeneisfläche standen nur viereinhalb Tage zur Verfügung. Eine drei mal vier Meter große Bühne aufbauen, Beleuchtung und Lautsprecher installieren, die Steuerungsanlage anschließen, aus über hundert Paletten eine Theke und zwei weitläufige Sitzecken, genannt „Chill-Out-Areas“, zusammenbauen und abschleifen, eine Hütte für den Verleih von Sportgeräten und Helmen zimmern, den Bausatz einer gemieteten „Half-Pipe“, einer kurvenreichen Rundstrecke, zusammenbauen, große Schilder mit Preislisten für Essen und Getränke malen, Sprungrampen für Skateboards und andere rollende Sportgeräte aufbauen, ein großes Gestänge für die Sportart Parkour aufbauen – all das schaffen die Jugendlichen. Projektleiter des sportlichen Teils der Veranstaltung ist der Streetworker Richy Bieger, die handwerklichen Arbeiten werden von dem Matrix-Mitarbeiter Steve Klier beaufsichtigt. Die notwendigen technischen und handwerklichen Kenntnisse und die gestalterische Phantasie bringen die Jugendlichen mit oder sie lernen vor Ort, wie es geht. Rund 30 von ihnen haben sich in die Helferlisten eingetragen. Sie nutzten die Zeit bis zur letzten Sekunde vor der Eröffnung am Freitag der vergangenen Woche, dann stürmten 8- bis 12-jährige Kinder mit ihren Scootern als Erste die Halle.
Am Samstag war Familientag mit vielen Spaßangeboten für Kinder, am Abend kamen mehrere hundert Jugendliche zur Party mit dem Motto „Can't Stop the Feeling“. Während der Woche gab es offenes Fahren, Wettbewerbe und auch Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene in den verschiedenen Sportarten. Im vorderen Teil der Halle wurde die Möglichkeit geboten, sich handwerklich-künstlerisch zu betätigen: Beim „Upcycling“ wurde Abfall aus Holz, Metall, Kunststoff oder Karton zur Herstellung neuer, nützlicher Produkte genutzt. Eine Siebdruckmaschine konnte bei der Arbeit an einem Fotoprojekt ausprobiert werden. Zum Abschluss am heutigen Samstag ist die Halle wieder ab 14 Uhr geöffnet für offenes Fahren. Um 19 Uhr geht die „Skatenight“ los: Eine gut 4 Kilometer lange Strecke wird im Westen der Stadt für Autos gesperrt und ab 19 Uhr freigegeben für alles, was Räder oder Rollen hat, aber keinen Motor. Wer verkleidet mitmacht, hat die Chance, bei der Kostüm-Prämierung einen Preis zu gewinnen. Zurück in der Eishalle kann man sich ab 20 Uhr bei freiem Eintritt ins Vergnügen stürzen bei der Rollschuhdisko. Rollschuhe und Helme können in der Halle gegen ein Pfand kostenlos geliehen werden.
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