Verkehrserziehung mit der Bereitschaftspolizei Königsbrunn

Jaron Engel aus der Fritz-Felsenstein-Schule findet die Polizeiausrüstung der Polizeischüler Andrea Hirschner und Tobias Henne besonders spannend.
Königsbrunn: Fritz-Felsenstein-Haus | Wer darf gehen? Wer muss stehen? Im Innenhof der Fritz-Felsenstein-Schule sind zwei Ampeln aufgebaut, an der Haltelinie steht ein Kettcar. Sobald die Ampel grün anzeigt, gehen die Blicke von Dalia, Maximilian und Jan nochmal prüfend nach rechts und links, dann überqueren sie die Straße. Die beiden Polizeischülerinnen Alexandra Kamml und Lena Plattner beobachten die Übung, danach gibt es ein dickes Lob für die Grundschüler des Kompetenzzentrums.

Rund 25 Schüler der ersten und zweiten Jahrgangsstufe der Fritz-Felsenstein-Schule trainieren mit rund ebenso vielen Polizeimeisteranwärtern des 52. Ausbildungsseminars der Königsbrunner Bereitschaftspolizei das richtige Verhalten im Straßenverkehr. Dazu hat Konrektor Günter Mairock den Aufbau von fünf Stationen organisiert. Was bedeuten die Verkehrszeichen? Wie verhalte ich mich als Fußgänger auf dem Gehweg und wie überquere ich die Fahrbahn an einem Zebrastreifen oder einer ungesicherten Stelle? Jeweils zwei Polizeischüler üben mit 2 – 3 Kindern entsprechende Situationen im Umfeld des Schulgeländes. Das Highlight des Parcours aber ist eine Fahrt im Polizeiauto: Da kommt zur Freude der Kinder auch mal kurz das Blaulicht zum Einsatz und vor dem Einsteigen dürfen Schüler eine Lautsprecherdurchsage machen. Auf großes Interesse stößt auch die Ausrüstung der Polizei. Jaron zum Beispiel will genau wissen, welche Gerätschäften sich am Gürtel von Polizeischüler Andreas Hirschner befinden, der geduldig den Zweck der Ausrüstungsgegenstände erklärt.

Win-Win-Situation
Polizeihauptkommissar Roland Appelt freut sich über die gute Kooperation, die die Bereitschaftspolizei seit vielen Jahren mit dem Fritz-Felsenstein-Haus pflegt. „Unsere Polizeischüler lernen im Rahmen des Fachs Kommunikation und Konfliktbewältigung den richtigen Umgang mit Kindern und behinderten Menschen und stärken in praxisbezogenen Situationen ihre sozialen Kompetenzen.“ Die Polizeischüler zeigten sich beeindruckt vom großen Interesse der Grundschüler.

Gleichzeitig ist die Verkehrserziehung mit den uniformierten Polizeischülern für die Kinder ein besonderes Erlebnis, das einen wesentlich prägenderen Lerneffekt hinterlässt, als Trockenübungen im Klassenzimmer. „Diese Win-Win-Situation empfinden wir als sehr bereichernd und freuen uns über die langjährige und freundschaftliche Zusammenarbeit mit dem Fritz-Felsenstein-Haus.“

Günter Mairock weiß, dass seine Schüler noch lange vom Besuch der Polizeischüler schwärmen werden. „Wir danken der Königsbrunner Bereitschaftspolizei für ihr bemerkenswertes Engagement. Diese Aktion bereichert unsere Arbeit mit den Schülern und macht sie fit für den Straßenverkehr.“
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