Wer schreibt die beste Geschichte?

Zu einem Geschichten-Wettbewerb laden Claudia Deeney, Jörn Meyers und Ursula Off-Melcher (von links) ein. Foto: Stöbich
Königsbrunn : Königsbrunn | Lechfeldmuseum lädt zu Wettbewerb ein

Peter Stöbich
Königsbrunn. Mit einer besonderen Museumsaktion startet das Königsbrunner Kulturbüro ins neue Jahr. Ab 6. Februar wird das Lechfeldmuseum an der Schwabenstraße zusätzlich auch mittwochs in der Zeit von 16.30 bis 19 Uhr geöffnet sein. Im Rahmen einer Schreibwerkstatt können sich Erwachsene und Kinder ein Thema, einen Gegenstand oder einen Raum aus dem Museum suchen und dazu eine Geschichte schreiben.
Die Beiträge kann man handschriftlich oder digital bis zum 5. April im Kulturbüro einreichen. Die Kulturvermittler Claudia Deeney, Regina Oppawsky oder Alina Harfold werden zu den Öffnungszeiten anwesend sein und können auch über „Schreib Geschichte aus dem Lechfeldmuseum“ informieren. Eine Jury wird die besten Texte auswählen und beim internationalen Museumstag am 19. Mai prämieren. Die Öffnungszeiten des Museums sind jeden ersten Sonntag im Monat von 10 bis 12 Uhr, jeden zweiten Sonntag im Monat von 14.30 bis 16.30 Uhr (außer im August). Führungen gibt es jeweils von 10.30 bis 11.30 Uhr und 14.30 bis 15.30 Uhr, ab 6. Februar auch: mittwochs von 16.30 bis 19 Uhr.
Wie unsere Vorfahren gelebt, gearbeitet und gefeiert haben, darüber können sich die Besucher in den Räumen an der Schwabenstraße ausführlich informieren. Das Lechfeldmuseum bietet eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit, denn viele tausend Ausstellungsstücke machen anschaulich, dass das Leben ohne die Errungenschaften der modernene Technik früher sehr anstrengend war. Wie im Zeitraffer kann man Heimatkunde erleben, unter anderem Kücheneinrichtungen, bäuerliche Arbeitsgeräte und Handwerkskunst oder Trachten bestaunen.
Die Sammlung besteht hauptsächlich aus Objekten,die den bäuerlichen Alltag der Gründungssiedler, die Wohnverhältnisse und die Kleidung der früheren Bewohner des Lechfeldes anschaulich machen. Besonders interessant sind unter anderem das alte Spielzeug, darunter eine der ersten Käthe-Kruse-Puppen. sowie komplett eingerichtete Puppenstuben. Eindrucksvoll auch eine vollständig eingerichtete Schulstube mit Schiefertafel und Bänken aus den Jahren, in denen die allgemeine Schulpflicht eingeführt wurde.
Sonntagskleider und Trachten signalisierten früher Herkunft und Stand. Festtagsgewänder konnten damals aber nur bedingt gewaschen werden und wurden daher gelegentlich zum Domizil für Ungeziefer. Aber mit einer originellen Flohfalle haben unsere Vorfahren auch hier ihren Erfindergeist unter Beweis gestellt. In einer original eingerichteten Wohn- und Schlafstube präsentiert sich das Museum so realistisch, als ob jeden Moment die Bäuerin aus dem 19. Jahrhunderts eintreten würde.
An den Wänden hängen kunstvolle Trachten und große Landkarten. In den Vitrinen findet man beispielsweise ein „Powidlsieb“, mit dem die Egerländer Pflaumenmus hergestellt haben. Oder Pfännchen für Küchlein, sogenannte Liwansen. Auch alte Dokumente, Fotos, Gläser und sakrale Kunst haben die Vertriebenen aus ihrer Heimat gerettet. Im Siebenbürger Raum findet man die typisch blau-weißen Krüge und kunstvoll bestickte Kirchenmäntel aus weißem Schafsleder.
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