Arbeitssieg gegen die River Rats

Defensiv-As Marc Streicher erreichte als einziger Königsbrunner Spieler Normalform.
 
Nach dem Sudden Death zum 4:3 war der Jubel groß!
Königsbrunn: Hydro-Tech Eisarena |

Mit 4:3 n.V. gewinnt der EHC Königsbrunn in Overtime gegen die „River Rats“ des ESC Geretsried. Nach den regulären 60 Spielminuten stand es zwischen beiden Teams leistungsgerecht 3:3.

Neben den Langzeitverletzten und dem gesperrten Hayden Trupp musste EHC-Coach Peter Schedlbauer erneut ohne Matthias Forster antreten. Nach aktuellem Stand wird Publikumsliebling Forster Wochen, wenn nicht Monate krankheitsbedingt ausfallen. Doch auch die Gäste mussten heute auf ihren Top-Scorer Horvath verzichten.

Den besseren Anfang erwischte Königsbrunn, denn nach gerade mal 86 Sekunden zappelte der Puck im Netz des Gästetorwarts. Neuzugang Jakub Srámek brachte den EHC mit seinem Treffer zum 1:0 in Führung. Nach dem vielversprechenden Auftakt nach Maß entwickelte sich eine eher zerfahrene Partie. Die Gäste scheuten keinen Zweikampf und störten geschickt den Königsbrunner Spielaufbau. Zudem kassierte Königsbrunn auch einige Strafzeiten, die die Gäste aber nicht nutzen konnten. Der EHC leistete sich sehr viele Fehlpässe, die River Rats freuten sich über die unnötigen Geschenke und kamen immer wieder zu Chancen. So auch zwei Minuten vor der Drittelpause, als Geretsried in Überzahl das leere Tor nicht traf. Nach den ersten 20 Spielminuten stand es etwas glücklich 1:0 für Königsbrunn.

Auch nach der Pause hielten die Gäste stark dagegen und kamen in der 22. Minuten zum verdienten 1;1 Ausgleich. Königsbrunn tat sich sehr schwer, der letzte Pass kam nicht an und mit leichtfertigen Puckverlusten brachte man den Gegner immer wieder ins Spiel. In der 32. Spielminute setzte dann Julian Becher Jakub Srámek in Szene, dieser tankte sich mit einem schönen Alleingang bis vor das gegnerische Tor durch und netzte in Überzahl zur erneuten Führung für den EHC ein. Doch auch danach tat sich der EHC schwer mit dem Spielaufbau, eine Minute vor der Pause glichen die Gäste in einer Vier gegen Vier Situation sogar aus und sorgten für den verdienten 2:2 Pausenstand.

Im letzten Drittel kam Königsbrunn zunächst zu guten Chancen, so vergab Dominic Auger nach einem Alleingang in der 44. Spielminute. Auch danach hatte der EHC Möglichkeiten, verpasste es aber Tatsachen zu schaffen. Die Gäste machten es besser, gerade nachdem die Brunnenstädter nach einer Strafzeit wieder komplett waren traf Geretsrieds starker Neuzugang Florian Strobl zur 2:3 Führung für die Gäste. Königsbrunn versuchte mit viel Aufwand auszugleichen, und nur zwei Minuten nach dem Treffer der Gäste zappelte der Puck im Tor der River Rats. Doch der Schiedsrichter hatte zuvor abgepfiffen und das Tor zählte nicht. Dafür machte es Königsbrunn danach in Überzahl besser, Nico Baur schoss einen Abpraller zum Ausgleich für Königsbrunn ein. Bis zum Ende der regulären Spielzeit fielen aber keine weiteren Treffer mehr. Die Overtime musste jetzt die Entscheidung bringen, beide Teams traten nun mit jeweils drei Feldspielern an. Nach gerade mal einer Minute sorgte dann Dominic Auger mit seinem Treffer zum 4;3 für die Entscheidung.

Königsbrunn holt sich nach zähem Kampf wichtige erste zwei Punkte, bleibt aber insgesamt hinter den hohen Erwartungen zurück. Allerdings bewies die Mannschaft Moral und holte einen Rückstand vor Spielende auf. Die Gäste traten als kompakte und eingespielte, kampfstarke Truppe auf und blieben immer auf Augenhöhe. So können die River Rats einen Punkt aus Königsbrunn entführen und müssen am Sonntag gegen den TEV Miesbach ran.

EHC-Coach Peter Schedlbauer sieht bei seiner Mannschaft noch viel Luft nach oben: „Wir waren heute sehr schwach auf der Brust und haben eine zerfahrene Partie abgeliefert. Das hat mich aber nicht überrascht, genau davor hatte ich zuvor gewarnt. Wir haben gedacht, es läuft so wie in der Vorbereitung, Geretsried war eine gute Mannschaft, ein eingeschworener Haufen. Die haben zusammengehalten, und wenn du zusammenhältst, dann kannst du auch was reißen. Wir sind mit einem Selbstverständnis aufgetreten, das einfach nicht gepasst hat. Gegen Erding müssen wir am Sonntag ganz anders auftreten, sonst haben wir keine Chance.“

Tore: 1:0 Srámek (Strehler) (2.), 1:1 Merl (May) (22), 2:1 Srámek (Becher) (32.), 2:2 Strobl (Englbrecht, Reiter) (39.), 2:3 Strobl (Englbrecht, Rizzo) (54.), 3:3 Baur (Sramek) (57.), 4:3 Auger (61.)
Strafminuten: EHC Königsbrunn 16 ESC Geretsried 14 Zuschauer: 361
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