EHC Königsbrunn: Es müssen Punkte her

Defensiv-As Marc Streicher ist momentan in einer bestechenden Form.
 
Jakub Šrámek ist der einzige einsatzbereite Kontingenstspieler der Königsbrunner.
Königsbrunn: Hydro-Tech Eisarena |

Für den EHC Königsbrunn stehen am Wochenende wieder zwei schwere Gegner auf dem Programm. Zuerst geht es freitags ab 20 Uhr auswärts gegen die „Eispiraten“ des ESC Dorfen. Am Sonntag folgt dann ab 18 Uhr in heimischer Eisarena die Partie gegen „die Löwen“ des EHC Waldkraiburg.

In der Vorsaison standen sich Dorfen und Königsbrunn zum ersten Mal gegenüber, Zunächst setzte es eine 4:8 Niederlage bei den Eispiraten. Das Rückspiel konnte der EHC jedoch knapp mit 4:3 nach Verlängerung für sich entscheiden. Der ESC Dorfen startete durchwachsen in die Bayernligavorrunde, die Eispiraten starteten mit einer 4:7 Auswärtsniederlage gegen Pfaffenhofen. In der Vorbereitung konnte der ESC noch beide Testspiele gegen den Aufsteiger für sich entscheiden. Danach folgte ein 5:4 Heimsieg gegen Schweinfurt. In Landberg kassierten die Eispiraten dann eine 4:6 Niederlage, und auch im letzten Heimspiel gab es gegen Erding nichts zu holen, der ESC verlor das Derby mit 2:4. Allerdings fehlt Dorfen noch der starke tschechische Kontingentspieler Lukáš Mičulka, der dem EHC letztes Jahr schon vor massive Probleme stellte. Wann der Langzeitverletzte wieder spielen kann ist noch unklar. Seinen Platz nimmt momentan der 36-jährige Slowake Martin Saluga ein, in den bisherigen Partien holte er sich dank zweier Tore und sechs Vorlagen acht Scorerpunkte. Als zweiter Kontingentspieler steht Thomas Vrba mit auf dem Eis, er traf bisher dreimal und legte drei weitere Tore auf. Gegen Königsbrunn will Dorfen dem EHC einen heißen Tanz auf dem Eis bereiten.

In den Playoffs traf Königsbrunn zum ersten Mal auf den letztjährigen Oberligisten EHC Waldkraiburg, allerdings gab es für die Brunnenstädter nichts zu holen. Zuhause setzte es eine 2:7 Niederlage, in der Höhle der Löwen musste sich Königsbrunn dann mit 2:6 geschlagen geben. Mit Platz eins und 10 Punkten auf dem Konto ist Waldkraiburg der Start in die neue Saison geglückt. Schon in der Vorbereitung zeigten die Löwen eine gute Frühform. Im letzten Testspiel wurde der TEV Miesbach mit 9:3 nach Hause geschickt. Die ersten drei Partien der Vorrunnde gegen Passau, Schongau und Geretsried konnte Waldkraiburg noch für sich entscheiden, zuletzt verloren die Löwen aber in Miesbach mit 5:6 nach Penaltyschießen. Vor der Saison besetzte Waldkraiburg beide Kontingentplätze neu, aus Schweinfurt wechselte der tschechische Angreifer Josef Straka nach Oberbayern. Und vom TEV Miesbach holten sich die Löwen den 26-jährigen tschechischen Stürmer Tomáš Rousek. In den bisherigen vier Partien konnte Rousek fünf Tore schießen und weitere fünf auflegen. Waldkraiburg ist auch in der Breite sehr gut aufgestellt und zählt nicht umsonst zu den Top-Favoriten in der Bayernliga. Der Oberliga-Absteiger wird ein weiterer schwerer Prüfstein für die Brunnenstädter werden.

Königsbrunns erster Vorstand Willi Bertele ist mit der momentanen Situation unzufrieden; „Es wird Zeit, dass wir wieder siegen. An diesem Wochenende müssen wir mindestens fünf Punkte holen, wenn wir unser Saisonziel nicht aus den Augen verlieren wollen.“ Doch es gilt immerhin den gesperrten Hayden Trupp und Top-Scorer Matthias Forster zu ersetzen, der in dieser Saison wohl nicht mehr für den EHC spielen wird. Doch Nichtstun ist für den Ex-Profi keine Option, momentan steht er Trainer und Mannschaft an der Bande zu Seite. Er sieht Chancen für beide Spiele, auch wenn er beide Teams als schwere Gegner einschätzt:

„Mit Dorfen und Waldkraiburg stehen zwei knifflige Aufgaben auf dem Programm. Ja, wir haben einige Ausfälle und einen kleinen Kader, aber ich bin trotzdem zuversichtlich gestimmt. Am letzten Wochenende haben wir uns gegen zwei Top-Clubs der Liga sehr gut geschlagen. Nachdem wir jedes Mal ein tolles erstes Drittel gezeigt haben konnten wir die Leistung nicht über 60 Minuten aufrecht erhalten. Nun müssen weiter an der Konstanz arbeiten. Die Mannschaft macht aber einen tollen Job und trainiert fleißig, zudem sind wir auf der Goalieposition sehr gut aufgestellt, Jennifer Harß und Nicolas Hetzel machen beide einen richtig guten Job.“
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