EHC Königsbrunn schlägt EHC Klostersee

 
Beide Mannschaften gingen aggressiv in die Zweikämpfe und kassierten viele Strafen, es roch förmlich nach Testosteron.
Königsbrunn: Hydro-Tech Eisarena |

Der EHC Königsbrunn gewinnt dank eines hochspannenden Penaltyschiessens mit 5:4 gegen den EHC Klostersee. Nach einem leistungsgerechten Unentschieden innerhalb der regulären Spielzeit hatten die Brunnenstädter am Ende durch den Treffer von Matthias Forster die Nase vorn.

In den Reihen der Gastgeber fehlte heute Ralf Rinke, dieser war angeschlagen und musste aussetzen, ansonsten konnte Coach Fabio Carciola auf seinen gesamten Kader zurückgreifen. Beide Teams lieferten sich von Beginn an einen heißen Tanz auf dem Eis und boten dem Zuschauer einen ansehnlichen Fight auf Augenhöhe. Königsbrunn agierte selbstbewusst und setzte sich immer wieder im gegnerischen Drittel fest. Wie auch in den bisherigen Partien wussten alle Reihen zu überzeugen, auch wenn durch kleiner Umstellungen noch Sand im Getriebe war. Doch auch der Gegner aus Grafing nutzte die Begegnung zur Standortbestimmung und stellte ebenfalls fleißig um. Beide Teams erarbeiteten sich Gelegenheiten, doch zunächst wollten keine Tore fallen. Erst als die Gäste in Überzahl die Scheibe laufen ließen, musste Königsbrunns Goalie Markus Matula das erste Mal hinter sich greifen. Die Brunnenstädter versuchten noch den Ausgleich zu erzwingen, bis zur Pause fielen aber keine Treffer mehr.

Im Mittelabschnitt wieder das gleiche Bild, zwei starke Mannschaften mit kleinen Fehlern im Spielaufbau, die sich gegenseitig neutralisieren. In der 24. Spielminute fasste sich Nicolas Neuber ein Herz und verwertete eine Vorlage von Patrick Zimmermann zum wohlverdienten Ausgleich. Es dauerte allerdings bis zur 37. Spielminute, ehe Lukáš Hruzík einen Fehler im Spielaufbau der Gäste ausnutzte und seinen Alleingang erfolgreich zur 2:1 Führung nutzte. Die Freude der Königsbrunner war aber nur von kurzer Dauer, denn nur zwei Minuten später gleichen die Gäste erneut in Überzahl aus. Mit dem 2:2 ging es dann in die letzte Pause.

Die Gäste erwischten Königsbrunn nach Wiederanpfiff auf dem falschen Fuß und setzten sich im gegnerischen Drittel fest, Belohnung dafür war die erneute Führung zum 2:3. Doch die Brunnenstädter zeigten Charakter und drängten aggressiv auf den Ausgleich, nur zwei Minuten später war es Lukas Fettinger, der sich nach einem Defensivfehler der Gäste durch die Reihen der Grafinger tankte und sich mit dem 3:3 belohnte. Im letzten Spielabschnitt fielen aber zu viele Strafen für beide Mannschaften, die wohl mit sehr viel Ehrgeiz in die Partie gegangen waren. Königsbrunn hätte das Spiel für sich entscheiden können, ab der 47. Spielminute hatten die Brunnenstädter doppelte Überzahl. Doch wie auch einige Male zuvor konnte die Mannschaft diesen Vorteil nicht für sich nutzen. Die Gäste hingegen legten sieben Minuten vor Spielende nochmal zum 3:4 vor. Nachdem Lukáš Hruzík in der 57. Spielminute nach einem harten Foul eine Matchstrafe kassierte und Königsbrunn nun bis Abpfiff mit einem Mann weniger auf dem Eis spielen musste, hätte wohl kaum jemand einen Pfifferling auf die Brunnenstädter gesetzt. Doch die Gastgeber eroberten sich in Unterzahl geschickt die Scheibe und erzielten doch noch den Ausgleich, der bis Drittelende hielt. Nun musste zum Glück das Penaltyschiessen entscheiden, denn bei einer Verlängerung hätten die Gäste noch fast zwei Minuten Überzahl gehabt. So entschied nach einigen unterhaltsamen Penaltys der Treffer von Matthias Forster, der Jubel in der Halle war danach groß.

Am Ende gewinnt Königsbrunn etwas glücklich, aber nicht unverdient gegen starke und in der Breite gut aufgestellte Gäste aus Grafing. Allerdings müssen die Brunnenstädter durch die Matchstrafe gegen Lukáš Hruzík einige Spiele auf ihren zuverlässigen Verteidiger verzichten, über die exakte Dauer der Strafe wird wohl nächste Woche entschieden.

EHC-Coach Fabio Carciola freut sich trotzdem über den knappen Sieg: „Meine Mannschaft hat nie aufgegeben und immer Moral gezeigt, am Ende haben wir uns durchgebissen. Ein paar Dinge müssen wir bis zum Saisonstart abstellen, wir haben noch eine Woche intensives Training vor uns.“

Tore: 0:1 Kritzenberger (Hördt) (17.), 1:1 Neuber (Zimmermann) (24.), 2:1 Hruzík (37.), 2:2 Käfer (Kritzenberger, Wieczorek) (39.), 2:3 Wieczorek (Baumhackl, Glombitza) (42.), 3:3 Fettinger (43), 3:4 Merz (Glombitza) (53.), 4:4 Trupp (Auger, Streicher) (59.), 5:4 Forster (Pen.)

Strafminuten: EHC Königsbrunn 51+10 EHC Klostersee 30+20 Zuschauer: 220
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