Ein wegweisendes Wochenende für den EHC

Henning Schütz ist seit Vereinsgründung im Kader und ein brandgefährlicher Torjäger, in der letzten Partie erzielte er vier Scorerpunkte.
 
Gegen Miesbach will der EHC wichtige Punkte holen und einen Sieg feiern. (Im Bild links Fabio Carciola, rechts Matthias Forster)
Königsbrunn: Hydro-Tech Eisarena |

An diesem Wochenende steht für den EHC Königsbrunn nur ein Gegner auf dem Programm. Am Freitag geht die Reise zum TEV Miesbach, einem Absteiger aus der semiprofessionellen Oberliga. Mit einem Sieg könnte Königsbrunn wichtige Punkte im Kampf um die Verzahnungsrunde holen, doch auch für die Gastgeber geht es um viel.

Bis zum letzten Wochenende lief beim TEV noch alles nach Plan, denn da stand der Traditionsverein aus Oberbayern noch auf dem fünften Tabellenplatz. Zuvor holte Miesbach Punkte in Füssen und Landsberg, auswärts war das Team von Trainer Simon Steiner nach regulärer Spielzeit ungeschlagen. Doch letzten Freitag folgte eine bittere 3:6 Heimpleite gegen das Tabellenschlusslicht Pegnitz, und sonntags holte der TEV nur einen Punkt gegen den Vorletzten Schongau. Der Verein steckt in einer Krise, denn bei einer Niederlage gegen Königsbrunn würde ein Absturz in die niederen Tabellenregionen drohen. Dabei sind die Kreisstädter gut bestückt, die erste Reihe ist hochkarätig besetzt. Der 20-jährige Center Michael Grabmaier kommt aus dem Nachwuchs der Miesbacher und hat höherklassige Erfahrung. Er spielte bis zur U20 in der deutschen Nationalmannschaft und stürmte zuletzt in der DEL2 für die Tölzer Löwen. In seinen bisher neun Partien für Miesbach erzielte er bereits zehn Scorerpunkte. Ihm zur Seite stehen zwei Tschechen, die beide unter den Top 10 der Topscorer in der Bayernliga zu finden sind und auch schon im Nachwuchs für ihr Land spielten. So ist der 24-jährige Torjäger Martin Záhora kein Unbekannter für den EHC, denn er lief schon für Kempten und Buchloe gegen Königsbrunn auf und holte sich aktuell stolze 18 Scorerpunkte aus den ersten zehn Spieltagen. Nicht minder gefährlich ist sein 26-jähriger Sturmkollege Bohumil Slavíček, der aus ebenfalls 10 gespielten Partien sogar 19 Scorerpunkte holte. An Qualität mangelt es dem TEV jedenfalls nicht, und so soll Miesbach gegen Königsbrunn wieder in die Spur kommen. Die Zeichen dafür stehen nicht schlecht, denn Königsbrunn zeigte sich in den bisherigen Spielen vor allem defensiv schwach.

So kassierte der EHC in den bisherigen zehn Partien 51 Gegentreffer, kein anderer Bayernligist musste mehr Treffer einstecken. Allerdings stehen dem gegenüber die 51 erzielten Tore, so dass Königsbrunn aktuell mit einer ausgeglichenen Tordifferenz auf dem sechsten Rang steht. Dabei wären weitere Punkte enorm wichtig, denn die Liga ist ausgeglichener denn je. Sieht man auf die Tabelle, so trennen den Drittplatzierten Erding und Tabellenachten Miesbach gerade mal drei Punkte. Zuletzt zeigte Königsbrunn aber aufsteigende Form, zwar wurde die die Partie gegen Bad Kissingen mit 3:6 verloren, doch danach folgte eine überzeugende Leistung beim 2:9 Triumph gegen den EV Pegnitz. Dabei zeigten sich die Brunnenstädter in beiden Partien viel disziplinierter als in den ersten Bayernliga-Begegnungen und kassierten deutlich weniger Strafen. Ebenfalls positiv ist zu vermerken, dass auch die offensiven Reihen hinter den großen Namen ihre Tore machen und Königsbrunn im Angriff breit aufgestellt ist. Anpfiff ist ab 20 Uhr im Miesbacher Eisstadion.

EHC-Trainer Fabio Carciola muss an diesem Wochenende wieder entscheiden, wen er auf der Tribüne lässt. Neben Goalie Donatas Žukovas wird als zweiter Kontingentspieler wohl wieder Hayden Trupp auf dem Eis stehen. Ansonsten kann er auf seinen gesamten Kader zurückgreifen und wird mit mindestens drei Reihen antreten.

Königsbrunns zweiter Vorstand Marc Streicher glaubt an eine Chance auf den Sieg: „Miesbach wird als oberligaerfahrener Verein sicher kein leichter Gegner werden. Dennoch können wir, falls wir unser System und diszipliniert spielen, auf jeden Fall drei Punkte holen. Die Mannschaft funktioniert immer besser, jeder Spieler weiß nun was er zu tun hat und kennt sein Skript.“
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