Eishockey - U20 mit grandiosem Sieg zum Saisonabschluss

(Foto: Michaela Königsberger)
 
(Foto: Peter Thomas)
Der älteste Nachwuchsjahrgang vom EV Königsbrunn lud am vergangenen Freitag zum letzten Heimspiel in die Hydro-Tech Eisarena ein. Ein letztes Mal in dieser Saison schnürten die 17 bis 20 jährigen Kufencracks ihre Schlittschuhe. Ein letztes Mal hielt Trainer Thore Knopf vor einem Ligaduell die Ansprache in der Kabine und stellte die Mannschaftsaufstellung vor. "Wie immer ist man vor jedem Spiel aufgeregt und der Adrenalinspiegel steigt", so Kapitän Samuel Neumann. Das letzte Mal wurde der Pausentee und das Obst von Betreuerin Bettina Beck für die beiden Teams angerichtet und ein letztes Mal wurde der Spielbericht von Mannschaftsführerin Sabine Hafner vorbereitet.
Zu Gast war der ESV Türkheim. Das letzte Duell der beiden Tabellennachbarn vor zwei Wochen, war ein hartes und teilweise unsportliches Match, aus dem das sympathische Team aus der Brunnenstadt drei verletzte Spieler mit nach Hause nahm. Spielerisch überlegen, verlor man das Duell trotzdem mit 4:2. Doch heute wollten die Pinguine nochmals alles geben und zeigen, dass sie das sportlich bessere Team sind. Auch die Verletzten wurden "gangbar" gemacht, getapet, geschmiert und die Blessuren und Schmerzen vergessen.Los ging es pünktlich um 20 Uhr und die Tribüne war so gut besucht, wie noch nie in dieser Saison.
Kein leichtes Spiel für die beiden Unparteiischen, die natürlich über die Vorkommnisse informiert waren und das ein oder andere "Wiedersehen" auf dem Eis streng im Auge behalten wollten.

Das erste Drittel begann sofort mit hohem Tempo und Königsbrunn war von Beginn an hochkonzentriert und hellwach. Die ersten hochkarätigen Chancen konnten jedoch nicht verwertet werden. Aber in der 5. Spielminute verwandelte Samuel Neumann einen Pass von Niklas Beck direkt zum ersten Tor. 6 Minuten später traf auf Zuspiel von Nils Thomas, die Nummer 15 Maximilian Fiebig und nur 90 Sekunden später traf Timo Meier zum verdienten 3:0. Keine zwei Minuten später baute im Zusammenspiel von Max Fiebig und Moritz Fuchs, die Nummer 17 Nils Thomas den Vorsprung weiter aus. Türkheim hatte in diesem Spielabschnitt nicht viel dagegen zu halten und musste zusehen, wie die Brunnerstädter die Scheibe mit schnellen Kombinationen laufen ließen und ein ums andere Mal beim Gästetorhüter den gefährlichen Abschluss suchten. Mit dem Stand von 4:0 ging es in die erste Pause.

Nach dem Pausentee wechselte der ESV Türkheim den Torhüter, doch nach nur acht gespielten Sekunden, setzten die Pinguine auch ihm ein Zeichen. Im Nachschuss ließ Timo Meier auch diesen Keeper alt aussehen und es stand 5:0. Türkheim setzte mit Frust zur Gegenwehr an und die Emotionen der letzten Begegnung kochten auf. Doch die beiden Unparteiischen erstickten die kleinsten Unsportlichkeiten sofort im Keim und so war die Strafbank in diesem Spielabschnitt stark frequentiert. Übertriebene Härte und unsportliches Verhalten zeigt der Spielbericht im Regelverstoss mehrfach an. Die Gäste waren mehr mit den Gastgebern als mit ihrem eigenen Spiel beschäftigt. Wenige Male zielten sie auf den Kasten von Pinguin-Keeper Robin Rieger, der sicher wie eine Wand vor seinem Gehäuse stand. In der 32. Spielminute sahen die Zuschauer dann wieder eine Pinguin-Parade auf hohem Niveau. Jonas Reinold sah seinen Sturmpartner Nils Thomas, dieser verlängerte zu Samuel Neumann und der Kapitän verwandelte eiskalt zum 6:0 Pausenendstand.

Der dritte Spielabschnitt begann in Überzahl für den EV Königsbrunn, doch konnte man mit wenig Zug zum Tor keinen Nutzen daraus ziehen. Das Spiel blieb in diesem Drittel mit vielen Frustaktionen auf einem unschönen Niveau. Die beiden Referees verteilten 20 Strafminuten an die Spieler und versuchten damit das Match nicht unsportlich entgleiten zu lassen. Einige Faustduelle und unschöne Provokationen hatten mit dem schnellsten und schönsten Mannschaftssport der Welt nichts mehr zu tun. Auch der Schiedsrichter bekam etwas ab und musste sich vom Pinguin-Ersthelfer behandeln lassen. Das Spiel war mehrere Minuten dafür unterbrochen. Kaum ging es weiter lag der nächste Spieler der Knopf-Truppe durch einen Kniecheck am Boden und musste behandelt werden. Für die Zuschauer, unter denen auch Mamas, Omas und Freundinnen der Spieler saßen, nervenaufreibende Szenen. Man sehnte den Schlusspfiff herbei. Die Spielunterbrechungen nutzte der heimische Trainer nochmals dazu sein Team zu stärken, konzentriert und wachsam zu bleiben und sich nicht provozieren zu lassen. Den Körper in Spannung zu halten und gezielt einzusetzen, um Verletzungen zu vermeiden. Mit diesen Worten konnten die Pinguine in den letzten 6 Minuten nochmals in ihr Spiel finden. Ließen die Scheibe wieder mit schnellen Kombinationen laufen und belohnten sich mit dem Spaß am Eishockey und der Genugtuung den Gegner gekonnt ausspielen zu können. So war es dann noch das Sahnehäubchen der Saison, als Timo Meier den Puck wunderschön in den freien Raum für Ferdinand Niedermöller zurecht legte, dieser an Samuel Neumann weiter gab und der Kapitän selbst zum letzten Mal der Saison, den Puck im Tor platzierte. Ein erneuter Hattrick des 18jährigen Stürmers rundete die Partie mit großer Freude ab und ließ den Schmerz in manchem Knochen vergessen. Auch der Pinguin-Goaly Robin Rieger wurde ausgiebig gefeiert. Er beendete seine Saison mit einem Shutout. Mit dem Endstand von 7:0 hat sich die U20 verdient auf dem 4. Tabellenplatz der Landesliga zurück gearbeitet und konnte sich erhobenen Hauptes von den Gästen verabschieden.

Die gesamte Mannschaft bedankt sich bei allen Sponsoren und Gönnern, Freunden und Familien für all die Unterstützung, ohne die eine Saison im Ligaspielbetrieb nicht zu meistern wäre.

Strafen: EV Königsbrunn: 18 Minuten / ESV Türkheim: 28 Minuten

(Text von Michaela Königsberger)
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