Endspurt in der Vorrunde

In Erding zeigte Aleks Polaczek eine starke Leistung.
 
Team Manager Benny Lauer fordert vollen Einsatz gegen beide Kontrahenten.
Königsbrunn: Hydro-Tech Eisarena |

Für den EHC Königsbrunn geht es an diesem Wochenende in die heiße Phase im Kampf um die Verzahnungsrunde, freitags steht ab 20 Uhr das Heimspiel gegen die „Eispiraten“ aus Dorfen auf dem Programm. Am Sonntag müssen die Brunnenstädter nach Unterfranken reisen, um sich ab 18 Uhr mit den Bad Kissinger „Wölfen“ zu messen.

Zwanzig Partien hat der EHC Königsbrunn nun absolviert und steht mit 33 Punkten auf dem sechsten Platz. Noch sechs Begegnungen stehen auf dem Programm, das Ziel ist der achte Tabellenrang. Aktuell hat EHC nur noch drei Zähler Puffer auf Platz acht, jeder Punkt kann entscheidend sein.
Allerdings sieht es bei den Eispiraten viel schlechter aus. Der ESC Dorfen steht an diesem Wochenende schon mit dem Rücken zur Wand und ist zum Siegen verdammt. Denn momentan belegt die Mannschaft den vorletzten Tabellenplatz und hat mit einem Spiel weniger als der EHC sieben Punkte Abstand auf den anvisierten achten Rang. Die Vorstandschaft reagierte Ende November auf die schlechte Platzierung und trennte sich daraufhin vom bisherigen Coach John Samanski. Am Mittwoch verkündeten die Verantwortlichen den Nachfolger, schon ab Freitag wird Petr Vorisek für den ESC Dorfen hinter der Bande stehen. In Königsbrunn ist er kein Unbekannter, 2012/2013 war der Tscheche für den ESV als Trainer in der Brunnenstadt tätig. Das Hinspiel Ende Oktober konnte Dorfen mit 8:4 klar für sich entscheiden. Vor allem die erste Reihe mit den beiden Tschechen Tomas Vrba und Lukas Miculka war nicht unter Kontrolle zu bringen und war spielentscheidend. So war Miculka an sechs der acht Dorfener Treffer beteiligt und versenkte vier Treffer höchstpersönlich. In Königsbrunn wollen die Eispiraten erneut drei Punkte holen, doch für den EHC ist ein Sieg Pflicht. Denn am Sonntag steht ein noch schwieriger Gegner auf dem Programm.

Dann gilt es gegen den Tabellendritten aus Bad Kissingen zu bestehen. Das Hinspiel in heimischer Eisarena verlor der EHC klar mit 3:6 gegen die starken Unterfranken. Bad Kissingens 44-jähriger Spielertrainer Mikhail Nemirovsky war dabei an vier der sechs Treffer beteiligt. Zwischendurch geriet Bad Kissingen ins Straucheln, als einige Leistungsträger ausfielen, doch zuletzt waren die wichtigsten Akteure wieder mit an Bord. Und mit dem 32-jährigen deutsch-kasachischen Stürmer Igor Filobok konnte Bad Kissingen den ohnehin schon hochwertigen Kader erneut weiter verstärken. Anfang Dezember legte der Verein schon in der Defensive nach und verpflichtete den lettischen Verteidiger Domantas Cypas. Dieser lief bereits in der letzten Saison für die Wölfe auf und überzeugte durch gute Leistungen. Für Bad Kissingen läuft die Saison bisher sehr gut, von den vier Aufsteigern der letzten Spielzeit sind die Wölfe der bestplatzierte. Zuletzt setzte es zwar gegen den EHC Klostersee eine deutliche 0:5 Niederlage, dafür holten sich die Wölfe mit dem 1:0 wichtige drei Punkte gegen den TEV Miesbach. Für den EHC Königsbrunn steht nun eine sehr schwierige Aufgabe auf dem Programm, denn im Hinspiel war die Reihe mit Anton Zimmer, Anton Seewald und Mikhail Nemirovsky kaum zu verteidigen. Doch kampflos wird Königsbrunn die Punkte nicht in Bad Kissingen lassen, die Mannschaft will gegen die favorisierten Gastgeber drei Punkte einfahren.

Es wird kein einfaches Vorhaben sein, denn die bisherigen Ergebnisse zeigten auf, wie schwer diverse Ausfälle wiegen. So wird auch dieses Wochenende Matthias Forster fehlen, der sich noch von einer Verletzung erholen muss. Aber auch Fabio Carciola wird aufgrund seiner Spieldauerstrafe gegen Dorfen von der Bande aus dem Spielgeschehen folgen. Dafür muss er als Trainer entscheiden, wer von den drei Kontingentspielern spielen darf, maximal zwei darf er einsetzen. So wäre auch eine Variante denkbar, bei der Donatas Žukovas im Tor stehen könnte und Lukáš Hruzík für mehr Stabilität in der Defensive sorgt. Dafür müsste dann allerdings Hayden Trupp aussetzen, alternativ dazu könnte Jennifer Harß im Tor stehen und Trupp wieder in der Offensive spielen. Definitiv im Kader ist am Freitag Königsbrunns Neuzugang. Aleksander Polaczek wird gegen Dorfen seine Heimpremiere feiern, schon in Erding gab er sein Debüt im Königsbrunner Dress und wusste zu überzeugen. Er war an allen drei Treffern beteiligt und will auch am Wochenende wieder punkten.

Königsbrunns Team Manager Benny Lauer fordert zwei Siege von der Mannschaft: „Es wird für uns ein richtungsweisendes Wochenende, bei dem sechs Punkte praktisch Pflicht sind. Klar, wir müssen weiterhin einige Ausfälle kompensieren. Dennoch, das Team muss geschlossen und aggressiv auftreten, fighten und alles geben. Wenn wir das auf das Eis bringen, was wir unter der Woche besprochen und trainiert haben, dann sind wir fähig dies auch zu verwirklichen. Ich vertraue der Mannschaft, alle sind sich im Klaren, dass wir uns keine weiteren Ausrutscher mehr im Kampf um die Verzahnungsrunde leisten dürfen.“
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.