Ganz knapp am EM-Finale vorbeigeschrammt

Lucia Gaag, Laura Kirschner und Emelie Brauchle (v.l.) nach ihrer Dynamikübung (Foto: Felix Kuntoro)
 
(Foto: Felix Kuntoro)

Zu ihrem Saisonhöhepunkt reisten die Friedberger Sportakrobatinnen nach Israel zu den Europameisterschaften

. Lucia Gaag, Emelie Brauchle, sowie die Königsbrunnerin Laura Kirschner vertraten stolz die deutschen Farben auf dieser internationalen Bühne. In der Altersklasse der 11 bis 16 Jährigen, unter der Disziplin der Damengruppen, standen insgesamt 29 Formationen in Konkurrenz, wobei sich nur die besten 8 Gruppen für das heiß begehrte Finale qualifizieren konnten. Unter diesem großen und starken Starterfeld hieß es sich zu beweisen.

Nachdem sich die Nationalmannschaft in Berlin getroffen hatte, ging es gemeinsam mit dem Flieger nach Tel Aviv. Bereits am ersten Tag konnten die Sportler sich die prächtig hergerichtete Wettkampfhalle im nahe gelegenen Holon anschauen und ein erstes lockeres Training hinter den Kulissen absolvieren. Am Tag darauf ging es dann auch schon zum Podiumstraining, um sich an die Lichtverhältnisse sowie die Atmosphäre zu gewöhnen. Am Freitag dem 25.10. um 14:40 Uhr war es dann soweit. Lucia, Emelie und Laura betraten strahlend den Wettkampfboden unter tobendem Applaus der Mannschaftkollegen sowie der mitgereisten Fans, bestehend aus Eltern, Großeltern, Geschwistern und der Heimtrainer. Die Aufregung und Nervosität bei so einem großen Event teilzunehmen war entsprechend enorm und so kamen die drei jungen Mädchen nicht ganz fehlerfrei durch ihr Programm. Zwei kleinere Unsicherheiten mit größerer Auswirkung bei der Vergabe der technischen Note wirkten sich fatal auf die Platzierung aus. So landeten die drei Mädchen vorerst auf Platz 21 nach der ersten Qualifikationsrunde. Entsprechend bedrückt war die Stimmung hinterher, da der erhoffte Finalplatz unerreichbar zu sein schien.
Durch den freien Tag, wobei auch hier ein letztes Podiumstraining angesetzt war, konnten sich Lucia, Emelie und Laura wieder sammeln und fokussierten sich auf den folgenden und gleichzeitig letzten Wettkampftag der Europameisterschaft. Bereits um 8 Uhr in der Früh ging es Richtung Wettkampfstätte. Mit ihrer favorisierten Dynamik-Übung sollte ein starker Abschluss der EM gelingen. Ein winziger Moment der Unachtsamkeit verhinderte jedoch erneut eine mögliche Chance zum Finaleinzug. Spannend ist es dennoch geblieben. Als dritte Starter ihrer Altersklasse und Disziplin hieß es lange warten und bangen, bis das finale Ergebnis der Qualifikation feststand. Lange Zeit sortierten sich Lucia, Emelie und Laura unter den besten 8 in der Nationenwertung ein, sodass ein kleiner Hoffnungsschimmer bestehen blieb. Am Ende haben insgesamt nur 0,5 Punkte zum Finale gefehlt, ein Abstand, welcher nicht uneinholbar ist. Dies motiviert unheimlich und darf auch ein Gefühl von Stolz mitbringen, denn das Ergebnis kann sich sehen lassen! Nach dem etwas verhaltenen Einstieg ins Wettkampfgeschehen mit dem 21. Platz, holten die drei Akrobatinnen ganze sieben Plätze auf und sicherten sich einen beachtenswerten 14. Platz von 29 Trios. Ein toller Erfolg für die drei Neulinge der deutschen Nationalmannschaft.
Zum Abschluss der Sportreise ließ sich die Delegationsleitung des Deutschen Sportakrobatikbundes noch ein besonderes Highlight einfallen. Die komplette Nationalmannschaft verbrachte zusammen einen Tag in Jerusalem und konnte somit auch historische und kulturelle Eindrücke mit nach Hause nehmen.


Danke für die finanzielle Unterstützung im Crowdfunding

An dieser Stelle auch noch großen Dank an die zahlreichen Unterstützer der Crowdfunding-Aktion des Trios. Dadurch konnte nahezu jeweils die Hälfte der Ausgaben je Sportlerin und Trainer der EM-Reise gedeckt werden.
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