Starker Kampf mit dem letzten Aufgebot

Königsbrunn erarbeitete sich einige gute Chancen, liess aber zu viele liegen.
 
Torfrau Jennifer Harß wurde heute wieder gefordert und zeigte erneut eine starke Partie.
Königsbrunn: Hydro-Tech Eisarena |

Mit 2:4 verliert der EHC Königsbrunn auch sein Heimspiel gegen den TEV Miesbach. Dabei hielten die Brunnenstädter die Partie bis zum Ende offen.

Im Spiel konnte EHC-Coach Sven Rampf zwar wieder auf Lukas Fettinger zurückgreifen, dafür fehlten krankheitsbedingt Henning Schütz und Jeffrey Szwez. Um die Ausfälle zu kompensieren schnürte sogar Königsbrunns dritter Vorstand Tim Bertele seine Schlittschuhe und durfte in der Offensive aushelfen. Im Tor stand wie schon am Freitag Jennifer Harß, als Backup saß Donatas Žukovas auf der Bank.

Die Gäste begannen stark und drängten den EHC immer wieder in das eigene Drittel zurück, Königsbrunn leistete sich zudem noch einige individuelle Fehler. Ein erstes Überzahlspiel der Miesbacher hätte der EHC fast schadlos überstanden, eine Sekunde vor Ablauf der Strafe zappelte der Puck aber doch noch im Königsbrunner Tor. Nur vier Minuten später traf Miesbach erneut in Überzahl und erhöhte auf 2:0. Weitere fünf Minuten später netzten die Oberbayern sogar zum 3:0 ein, der EHC war nur kämpferisch auf Augenhöhe und mit wenigen gelungenen Offensivaktionen. Mit der verdienten Führung der Gäste ging es dann auch in die erste Pause.

Im mittleren Spielabschnitt kam Königsbrunn immer besser in die Partie und hatte einige gute Chancen, aber auch die Gäste dachten nicht daran, sich eine Pause zu gönnen. So gab es auf beiden Seiten Möglichkeiten, den nächsten Treffer erzielte dann aber der EHC, als Maxi Hermann Matthias Forster bediente und dieser zum 1:3 einnetzte. Nur Minuten später musste Maxi Hermann dann aber vom Eis, als er sich ohne Fremdverschulden verletzte, für ihn war das Spiel gelaufen. Zwei Minuten vor der letzten Pause kam der EHC dann noch durch den Treffer von Lukas Fettinger auf 2:3 heran, bis Drittelende fielen aber keine weiteren Treffer mehr.

Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff brachte der EHC die Scheibe nicht mehr aus dem eigenen Drittel und kassierte noch das 4:2. Königsbrunn erarbeitete sich weiterhin gute Chancen, verpasste es aber zu treffen. Miesbach beschränkte sich nun scheinbar auf Ergebnis verwalten. Kurz vor Spielende hatte der EHC Königsbrunn noch die Möglichkeit, in Überzahl zu treffen. Zusätzlich dazu nahm Coach Rampf noch Torfrau Jennifer Harß zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis, aber auch in nun doppelter Überzahl wollte bis zum Abpfiff kein Treffer mehr fallen.

Miesbach gewinnt am Ende verdient mit 4:2, hatte aber mit dem arg dezimierten Kader der Königsbrunner Probleme und geriet am Schluss noch ins Schwimmen, als der TEV eine fünfminütige Unterzahl überstehen musste. Die Gäste bleiben somit weiter auf Kurs Oberliga. Die unterlegenen Königsbrunner wurden nach Abpfiff zurecht von ihren Fans gefeiert, die Mannschaft hatte das Maximale aus sich herausgeholt und bis zum bitteren Ende dagegengehalten. Allerdings ist der Kader weiter geschrumpft, denn bei Maxi Hermann wurde nach dem Spiel ein komplizierter Bruch im Sprunggelenk diagnostiziert. Für ihn bedeutet es das Saisonaus, dem EHC wird der unermüdliche Kämpfer fehlen.

In der Pressekonferenz fand EHC-Coach Sven Rampf nur für die Unparteiischen Kritik: „Heute haben wir im ersten Drittel ein wenig geschlafen und viele individuelle Fehler gemacht, was auch kein Wunder ist, wenn du regelmäßig mit Rumpfkader antrittst. Das Spiel am Freitag hat viel Kraft gekostet. In der Kabine habe ich dann ein paar deutliche Worte gesagt, danach haben die Spieler auch das gespielt, was wir ausgemacht hatten. Wir haben jetzt gegen die beiden Erstplatzierten nur knapp verloren, und dass trotz vieler Ausfälle. Die Situation für uns ist momentan wirklich katastrophal, umso stolzer bin ich auf die Spieler, die bis zum Ende unermüdlich gefightet haben. Erschwerend kommt dazu, dass die Schiedsrichterleistung heute mal wieder katastrophal war. Am Freitag in Garmisch hat der Schiedsrichter nur eingegriffen, als es auch notwendig war und einen tollen Job gemacht. Die Spieldauerstrafe gegen Miesbach waren zwar zwei Minuten Strafe wert, aber niemals eine Spieldauer. Wenn man dann einen Schiedsrichter hat, der nicht mit dem Trainer reden will, und noch nicht mal gut deutsch spricht, dann muss ich mich wirklich fragen wie es denn in der Bayernliga weitergehen soll.“

Tore: 0:1 Meinecke (Schenkel) (6.), 0:2 Kokoska (Fissekis) (10.), 0:3 Kokoska (Slavicek, Bacher) (15.), 1:3 Forster (Hermann, Zimmermann) (31.), 2:3 Fettinger (Zimmermann) (38.), 2:4 Grabmaier (Stiebinger, Fissekis) (42.)

Strafminuten: EHC Königsbrunn 12 TEV Miesbach 13+20 SD Mechel Zuschauer: 270
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