Die neue Drehleiter und ein Feuerwehrboot der Freiwilligen Feuerwehr Langweid werden feierlich gesegnet und in den Feuerwehrdienst übernommen.

Symbolische Schlüsselübergabe von Bürgermeister Jürgen Gilg (dritter von links) an Kommandant Markus Kopold (zweiter von links). Es freuen sich Vorstand Markus Hörmann (erster von links) und Ulrich Barlösius von der Firma Magirus (erster von rechts).
 
Das Feuerwehrboot RTB-1 ergänzt die Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehr Langweid.

Fahrzeugsegnung, hieß es bei der Freiwilligen Feuerwehr Langweid. Scheinbar zwei Gegensätze, eine moderne neue Drehleiter und ein gebrauchtes Feuerwehrboot wurden offiziell in Dienst gestellt. Mit Blick auf den Feuerwehrbedarfsplan verdeutlichte Bürgermeister Jürgen Gilg: „Eine Drehleiter ist ein Fahrzeug das weit über die Gemeindegrenzen hinaus zum Einsatz kommt und ist somit ein sehr wichtiges Fahrzeug, aber auch das Feuerboot rundet die bedarfsgerechte Ausrüstung der Langweider Feuerwehr ab“.

Pfarrer Benedikt Huber segnete nach einem feierlichen Gottesdienst gemeinsam mit der evangelischen Pfarrerin Anna Barth die festlich geschmückten Fahrzeuge und baten für Mannschaft und Gerätschaften um Gottes Segen. „Wir segnen die Fahrzeuge, damit sie Gutes tun können“, fassten sie zusammen. Kreisbrandrat Alfred Zinsmeister hatte zudem die Ehre, zwei Langweider Feuerwehrleute für 40 Jahre aktive Dienstzeit mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold auszeichnen zu dürfen.
Die neue Drehleiter strahlte mit seiner markanten Tagesleuchtfarbe an einem herrlichen Spätsommertag mit den Verantwortlichen der Langweider Feuerwehr um die Wette. Besonders Kommandant Markus Kopold freute sich, dass neben dem Musikverein Langweid, den Langweider Ortsvereinen, dem Patenverein Rehling und den Nachbarfeuerwehren auch zahlreiche Bürger für eine würdige Kulisse bei der offiziellen Indienststellung der neuen Gerätschaften sorgten. Im Jahr 2016 wurde die Ersatzbeschaffung für die bisherige Drehleiter aus dem Jahr 1992 angestoßen. Das neue Fahrzeug stellt insbesondere durch das Gelenkteil des letzten des fünfteiligen Leiterparks eine wichtige Anpassung an die veränderten Einsatzbedingungen dar. Beengte Umgebungen sind nunmehr westlich besser zu bewältigen. Das Feuerwehrfahrzeug wurde durch eine Sammelbestellung gemeinsam mit der Feuerwehr Monheim beschafft. Die Anschaffungskosten konnten somit nicht zuletzt durch höhere Zuschüsse des Freistaates Bayern auf ca. 400.000 Euro reduziert werden. Ein Rettungskorb für vier Personen mit 400 Kilogramm Nutzlast erweitert die Effizienz des Fahrzeugs erheblich, was sich auch erheblich auf die häufig angeforderte Unterstützung des Rettungsdienstes zur Unterstützung von Krankentransporten auswirkt. Moderne Kameratechnik und elektronische Hilfsmittel unterstützen die Bedienung des Hightech-Gerätes. Der kraftvolle 290-PS-Motor des MAN-Fahrgestells bewegt das 16-Tonnen-Fahrzeug, das von der Firma Magirus in Ulm aufgebaut wurde, problemlos voran. Die Fahrerkabine des Fahrzeugs mit dem Funkrufnamen „Florian Langweid 30/1“ bietet Platz für drei Feuerwehrleute. Ungewöhnlich für eine hiesige Feuerwehr ist das Rettungsboot RTB-1. Aber der Feuerwehrbedarfsplan hat mit Blick auf die vielen Gewässer im Gemeindegebiet die Erfordernis festgestellt. Im Rahmen einer Zollauktion hat Gemeindekämmerer Helmut Gensberger das gebrauchte Boot samt Trailer in Norddeutschland erworben. Mit einem 30-PS-Außenbordmotor dient das Boot der Menschenrettung und der technischen Hilfeleistung. Bürgermeister Gilg rechtfertigte bei seinen Grußworten die beachtlichen Investitionen für die angeschafften Gerätschaften. Unter dem Applaus der Anwesenden verdeutlichte er aber, dass der ehrenamtliche Einsatz der Feuerwehrleute unbezahlbar sei. Ulrich Barlösius von der Firma Magirus überreichte Bürgermeister Gilg und Kommandant Kopold den überdimensionalen Fahrzeugschlüssel und wünschte allzeit gute Fahrt. Den kirchlichen Segen für die Fahrzeuge und auch für die Mannschaft erbaten dann Pfarrer Huber und Pfarrerin Barth. Wir segnen die Fahrzeuge, damit sie dem Wohl der Menschen dienen, fasste Pfarrer Huber zusammen. In seiner Predigt beim Festgottesdienst hatte er zuvor zur Demut im alltäglichen Miteinander aufgerufen. Kommandant Kopold betonte, dass seine Wehr stolz auf das neue Fahrzeug sei und versprach, dass das Fahrzeug die gewohnt zuverlässige Wartung und Pflege erfahren würde. „Wir hoffen, dass dieses Gerät vielen Menschen aus Gefahren hilft und größere Schäden durch den Einsatz dieses Fahrzeugs verhindert werden können“, fasste Kopold zusammen. Auch stellvertretender Landrat Heinz Liebert gratulierte zum neuen Fahrzeug. Die Feuerwehr Langweid sei ein Eckpfeiler der Feuerwehren im Landkreis Augsburg, lobte er zudem die örtliche Wehr. Zu einem gelungenen und absolut notwendigen Fahrzeug beglückwünschte auch Kreisbrandrat Alfred Zinsmeister und sprach der Gemeinde Langweid Dank für die hervorragende Ausrüstung ihrer Feuerwehr aus. Auch Manfred Lupper, der Vorstand des Rehlinger Patenvereins überbrachte die Glückwünsche der Patenwehr und ergänzte die Ausrüstung des Fahrzeugs mit einem gesegneten Glücksbringer. Besondere Freude war es für Bürgermeister Gilg und Kreisbrandrat Zinsmeister in diesem feierlichen Rahmen auch zwei Kameraden der Langweider Wehr für langjährigen aktiven Feuerwehrdienst auszeichnen zu dürfen. Norbert Baumann und Josef Wollmann durften die Ehrung für 40-jährigen Feuerwehrdienst entgegennehmen. Ein Feuerwehraktionstag im Schulhof der Mittelschule mit einer Fahrzeug- und Geräteschau mit Schauübungen unter Einbeziehung der neuen Drehleiter rundeten die Veranstaltung ab. Die Wasserwacht Langweid informierte zudem mit einem Info-Stand über ihre Arbeit. Mit einer Hüpfburg und verschiedenen feuerwehrtechnischen Geschicklichkeitsübungen war auch für die kleinen Gäste bestens gesorgt. (art.)
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