Aus dem Cinderella wird ein "Haus der Musik"

Nach der Fertigstellung des neuen Cineplex Filmtheaters soll im derzeitigen Meitinger Kino Cinderella ein Haus der Musik für Musikvereine entstehen.
 

Ehemaliges Kinogebäude am Freibad soll in diesem Jahr für etwa 1,8 Millionen Euro umgebaut werden

Meitingen. Im Norden der Marktgemeinde Meitingen entsteht derzeit neben dem Gewerbe-gebiet Via Claudia ein neues Cineplex Filmtheater. Bauherr ist die Kino – Gruppe – Rusch mit dem Gründerehepaar Werner und Helga Rusch sowie deren beider Söhne Alexander und Michael. Die Familie betreibt derzeit acht Cineplex – Kinos die sich in Aichach, Germering, Memmingen, Amberg, Königsbrunn, Penzing, Leipzig und Meitingen befinden. Im Jahr 1992 nehmen Werner und Helga das Meitinger Kino „Cinderella“ neben dem Freibad SunSplash in Betrieb dessen Spieltage bereits gezählt sind. Das Cinderella wurde im Jahr 2015 von der Marktgemeinde Meitingen erworben und wird nach der Fertigstellung des neuen Kinos zu einem „Haus der Musik“ umgestaltet. Laut Kaufvertrag muss das bisherige Filmtheater bis Februar geräumt sein damit mit den Umbaumaßnahmen begonnen werden kann.
Sollte sich die Fertigstellung des neuen Cineplex jedoch abermals, wie es bisher schon zweimal der Fall war erneut in die Länge ziehen, muss mit der Räumung des alten Kinogebäudes gewartet werden. Die Umbaukosten für das bisherige Kino, die im Jahr 2019 beendet zu Ende sollen, werden sich nach Aussagen von Kämmerer Karl Heinz Mayer bei etwa 1,8 Millionen Euro einpendeln und somit zu den teuersten Maßnahmen im Meitinger Finanzhaushalt gehören. Das Haus für Musik soll nach Aussage von Hauptamtsleiter Bruno Höfer vor allem den örtlichen Musikvereinen, dem Jugendblasorchester sowie die SGL Kapelle neue Möglichkeiten für musikalischen Unterricht eröffnen und gleichzeitig als Vereinsunterkunft dienen, der Spielmannszug Herbertshofen sowie der Musikverein Erlingen sind bereits mit Vereinsunterkünften ausgestattet. Des Weiteren soll auch freien Musikgruppen, Chören sowie anderen Musizierenden die Nutzung der Räumlichkeiten ermöglicht werden.

Weitere Umgestaltungen geplant

Aber das ist nicht die einzige große und kostenspielige Maßnahme im Investitionsgeldbeutel der Marktgemeinde. Für 500 000 Euro steht die Umgestaltung des Dorfplatzes in Langenreichen im Kalender und der Um- und Ausbau des Feuerwehrhauses in Langenreichen wird weitere 240 000 Euro verschlingen. Des Weiteren steht im südlichen Meitinger Ortsteil Erlingen die Neugestaltung der Ortsmitte, in der gerade mehrere große Gebäudebaumaßnahmen über die Bühne gehen, an. Nachdem die Marktgemeinde den alten, in Erlingen liebevoll genannten „Dorfstadel“, eine ehemalige Wagenremise der Gastwirtsfamilie Reiner im Kern Erlingens erworben hat sind für die ganze Ortsmittenneugestaltung etwa 230 000 Euro eingeplant. Allerdings ist man sich noch nicht ganz schlüssig, was aus dem Stadel, der der Erlinger Bevölkerung, Vereinen und den Kindergartenkindern sehr ans Herz gewachsen ist, letztendlich wird.
Für die Verkehrserschließung und die Kanalarbeiten in den neuen Baugebieten „Donauwörther Straße“ im Kernort Meitingen, sowie „Am Gerstenacker“ und „Am Weizenfeld“ im Ortsteil Erlingen rechnet man mit Kosten in Höhe über etwa zwei Millionen Euro und für Sanierungsarbeiten des zweiten Abschnitts in der Meitinger Parkstraße stehen weitere Ausgabe in Höhe von 180 000 Euro an. Für Planungskosten zur Sanierung der Herbertshofner Ortsdurchfahrt werden etwa 150 000 Euro einkalkuliert und auch in Erneuerungsarbeiten der „Meitinger Gässele“ ist man bereit 280 000 Euro in diesem Jahr zu investieren. Doch damit noch nicht genug denn weitere größere Maßnahmen wie der Einbau eines behinderten-gerechten WC im Rathaus sowie Sanierungsarbeiten an den Kläranlagen in Ostendorf und Langenreichen schlagen sich auch noch mit weiteren 510 000 Euro zu Buche.
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