Bei der Bürgerversammlung sprechen Bürger ihre Probleme an

Bürgermeister Michael Higl (rechts) nahm Stellung zu den Anliegen und Fragen der über 120 Bürgerinnen und Bürgern bei der Bürgerversammlung und konnte viele Anfragen zufriedenstellend beantworten.
Verkehrsprobleme, Krähenplage, Eisenbahnlärm – Bürgermeister Michael Higl muss zahl-reiche kritische Fragen beantworten
Meitingen. Auch heuer nahmen wieder viele Bürgerinnen und Bürger die Einladung von Bürgermeister Michael Higl zur Bürgerversammlung an, etwa 120 Besucher kamen in den Bürgersaal und um die Gelegenheit zu nutzen, im Rahmen der Veranstaltung kritische Themen, die sie in diesem Jahr bewegten Bürgermeister Michael Higl vorzutragen. Im Vorfeld der Fragen- und Antwortrunde ließ der Meitinger Rathauschef jedoch zuerst die bedeuten-den Ereignisse des letzten Jahres Revue passieren. In den Fokus seiner Aus-führungen stell-te Higl den Neujahrsempfang, der ganz im Zeichen der Markterhebung, die vor 30 Jahren in Meitingen gefeiert wurde, stand. Die Einwohnerstatistik in Meitingen be-sagt, dass derzeit bin der Marktgemeinde und deren Ortsteilen 11.825 Einwohner einen Hauptwohnsitz haben, 459 Bürgerinnen und Bürger haben in der Kommune einen Neben-wohnsitz. Als Paradebeispiel für die Ortsverdichtung nannte Higl das Baugebiet östlich der Donauwörther Straße. „Die Planung für den nächsten Bauabschnitt läuft, doch derzeit ver-zögern Grabungen von Archäologen die Maßnahme. Die Meitinger Wohnungsbau GmbH, deren Eigentümer der Markt Meitingen mit 99,5 Prozent ist (0,5 Prozent Anteil gehören der SGL Carbon) besitzt derzeit ca. 250 Wohnungen wobei nahe-zu alle saniert sind. Derzeit befinden sich 11 Eigentums- und 16 Mietwohnungen im Bau. „Seit dem Jahr 2012 wurden insgesamt 143 Wohnungen und ein Asylbewerberheim (gemeinsam mit der Geschwister Jess- und Andreas Schäffler – Stiftung) gebaut. Derzeit gibt es im Markt Meitingen sieben Kindergruppen mit steigender Tendenz. Weitere Themen waren unter anderen die Fertig-stellung des Dorfplatzes in Langenreichen sowie die bevorstehende Ortskernneugestal-tung in Erlingen, die Planungen für eine neue Meitinger Ortsmitte sowie anstehende Stra-ßensanierungen. Als Highlight im zu Ende gehenden Jahr 2019 bezeichnete der Meitinger Bürgermeister den Bau der neuen Bahnunterführung am Meitinger Bahnhof, die, so Higl, die größte Nervenbelastung in den vergangenen 11 Monaten war. „Es war eine heiße Nummer bis die Röhre eingeschoben war da denn Wetterkapriolen hätten dem ganzen, lange Zeit geplanten Vorhaben, fast einen Strich durch die Rechnung gemacht“, dachte Higl zurück. Das Wasser- und Abwasserentgelt ist die Marktgemeinde Meitingen gegen-über den Kosten in Schwaben und im Landkreis Augsburg vorbildlich veranschlagt. Somit beträgt der Preis für einen Kubikmeter Wasser im Landkreis 1,16 Euro, in Meitingen 1.07 Euro. Auch beim Abwasserentgelt ist Meitingen günstiger. Da beträgt das Entgelt pro Ku-bikmeter in Schwaben 1,56 Euro, in der Marktgemeinde muss man dagegen pro Kubikme-ter nur 1,46 Euro zahlen. Meitingen ist auf dem besten Weg eine soziale Stadt zu werden. „Mit unseren sozialen Haupteinrichtungen wie Familienbüro, Sozialarbeit an der Mittel-schule, Soziale Betreuung P- Klassen, Familienbüro vor Orts an der Grundschule, Senio-renbüro, Inklusionsbüro und weiteren zusätzlichen Einrichtungen könne wir uns durchaus sehen lassen“ gab Higl bekannt. Mit dem ersten Spatenstich für eine Werkstatt für Men-schen mit Behinderung und einer Einrichtung für Jugendliche in Form eines Jugendzen-trums stehen weitere Herausforderungen in den kommenden Jahren an, erklärte der Bür-germeister am Ende seiner Ausführungen. Wie bereits in den vergangenen Jahren sprach Peter Kragl erneut den Durchgangsverkehr im Bereich der Peter – Dörfler Straße an und forderte, dass diese Straße für den Durchgangsverkehr gesperrt werden sollte da der Ver-kehrslärm den Anwohnern nicht zuzumuten sei. Higl erklärte dazu, dass eine Sperrung der Peter – Dörfler – Straße nur dazu führen würde, dass Autofahrer andere Wege würden um ins Gewerbegebiet Via – Claudia zu gelangen. Außer-dem wurde bereits eine Tempobe-grenzung von 30 Stundenkilometern eingerichtet, mehr geht nicht. Franz Schenk aus dem Ortsteil Herbertshofen regte an, mehr Gehwegabsenkungen zu schaffen um Menschen mit Behinderung, Rollstuhlfahrern und Eltern mit Kinderwägen die Teilnahme am öffentlichen Verkehr zu erleichtern. Der Meitinger Bürgermeister wies darauf hin, dass der Ausbau der Ulrichs und Clemensstraße, in denen weitere Absenkungen vorgesehen sind verschoben worden sei, allerdings sind bereits im Ort schon mehrere Absenkungen gemacht worden. Georg Roth, in Herbertshofen wohnhafter Vorsitzender des Wasserverbandes Schmutter – Nord brannte unter den Nägeln, dass bereits seit 20 Jahren Probleme mit zu viel Wasser gehabt habe. Roth erklärte, er habe beobachtet, dass sich Meitingen zu einer Art Backofen entwickle. „Während Gersthofen und Nordendorf noch Regen abbekommen würde, bleibt Meitingen trocken“ sagte Roth. Er appellierte an die Gemeindevertreter, darüber nachzu-denken, wie man dieser Situation entgegen steuern könne wie der gemeindeeigene Wald naturgerecht gestaltet werden könne. „Ich bin gerne bereit, für Diskussionen zur Verfügung zu stehen“, antwortete Higl. Hermann „Harry“ Rössner sprach das Thema Krähenplage aus-führlich an. Er schilderte, dass der Lärm nervenaufreibend und un-erträglich sei. Nach der Vergrämung der Krähen aus dem Schlosspark siedelten sich die Krähen im Sänger-wäldchen an, was für die Anwohner nicht zumutbar sei. Higl erklärte dazu, dass die Krä-hen geschützte Vögel seien und Jahr für Jahr neue Genehmigungen einholen müsse, da-mit die Tiere mit Unterstützung eines Falkners erneut vergrämen könne. Der Meitinger Rat-hauschef versprach, das Thema weiter im Auge zu behalten. Auf Landesebene tue sich in Sachen bereits etwas, denn mit den beiden Landtagsabgeordneten Johann Häusler und Fabian Mehring hat der Landtag einen Beschluss gefasst das ein Modellprojekt zur Regu-lierung der Krähenpopulation ins Leben gerufen werden soll (Bericht folgt)
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