Bürgermeister Higl spricht Lärmproblematik an

Derzeit wird bei den Lechstahlwerken an einer Schrott-platzüberdachung gearbeitet, die nach ihrer Fertigstel-lung den Immissionswert an allen relevanten Immis-sionssorten mehr als halbieren soll.
Nach Schrottplatzüberdachung soll sich der Immissionswert mehr als halbieren.
Meitingen. „ Die Lärmvorgaben, wie laut die Arbeiten im Stahlwerk sein dürfen, beruhen auf einer Vorschrift aus den 1970er Jahren, allerdings sind diese Werte aus fachlicher Sicht heu-te nicht mehr haltbar“, sagte Bürgermeister Michael Higl kürzlich im Rahmen in einer Sitzung des Meitinger Marktgemeinderates. Dies hat zur Folge, dass es für das Unternehmen im Mei-tinger Ortsteil Herbertshofen immer schwieriger werde, weitere neue Bauvorhaben genehmigt zu bekommen. Bereits vor sechs Jahren, als 2013, hat sich der Markt Meitingen mit der Lärmproblematik beschäftigt und hat dabei versucht, einen sogenannten Lärmbebauungs-plan in die Wege zu leiten. Knackpunkt zu dieser Zeit war jedoch eine Überdachung des Schrottplatzes, die nach Angaben nach Berechnungen von Experten einen großen Anteil an einer Lärmreduzierung haben sollte. Dies sollten in der zur Marktgemeinde Biberbach gehö-renden Zollsiedlung im Westen der Stahlwerks 50 Prozent sein. Dieser Lärmbebauungsplan wurde jedoch nicht umgesetzt, da er weder beim Stahlwerk als auch bei Bürgerinitiativen nicht auf Anklang stieß und abgelehnt worden war. Auf Grund dieser Lärmproblematik sah sich das Stahlwerk in seiner Entwicklung gehemmt und es kam zu einem Gerichtsverfahren vor dem Verwaltungsgericht in Augsburg. Dabei forderte eine Richterin das Stahlwerk und das Landratsamt auf, unter Vermittlung der Regierung von Schwaben einen öffentlich – recht-lichen Vertrag zur Lösung dieser Problematik zu schließen, der schließlich im Jahr 2015 ab-geschlossen wurde jedoch den Kernpunkt enthielt, dass die Lechstahlwerke die Einhausung des Schrottplatzes bis 2019 vornehmen. Dafür durfte das Unternehmen Investitionen in die Hand nehmen und eine Walzhalle bauen. Nach Aussagen von Meitingens Bürgermeister Mi-chael Higl wird derzeit an der Fertigstellung der Schrottplatzüberdachung gearbeitet. Nach Fertigstellung der kompletten Überdachung soll sich nach Aussagen des Meitinger Rathaus-chef der Immissionswert des Werks an allen relevanten Immissionssorten mehr als halbie-ren. „Es bringt durchaus was, was wir mit der Schrottplatzeinhausung verfolgt haben“, erklärt Higl.
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