Carsharing bald in auch in Meitingen

Hinter der Stadtsparkasse in der Schlossstraße, über der sich der Bürgersaal befindet, sollen die Fahrzeuge zur ge-meinsamen Nutzung bereitgestellt werden
Meitinger Marktgemeinderat sprach sich für Carsharing aus. Die SPD Fraktion lehnt diese Neuerung jedoch geschlossen ab
Meitingen. Es war ein etwas langwieriges Unterfangen, bis sich der Meitinger Marktgemein-derat dazu durchrang, in der Marktgemeinde Carsharing einzuführen. Das besagt, dass Mei-tinger Bürgerinnen und Bürger künftig entweder einen Kleinwagen oder einen Kleinbus mit neun Sitzplätzen sich ausleihen können, die von den Stadtwerken Augsburg zur Nutzung an-geboten werden. Zunächst werden ein Kleinwagen der Marke Opel Corsa oder Ford Fiesta sowie ein Kleinbus Opel Vivaro vor dem Rathaus angeboten. Ein E – Auto wird es zunächst nicht geben. Vor dem Rathaus sind zwar zwei Ladesäulen installiert, doch ist nach Aussage von Bürgermeister Michael Higl voll ausgelastet und ständig belegt. Eine Internetumfrage rund um das Thema Carsharing in Meitingen hatte gezeigt, dass durchaus Interesse an ei-ner gemeinsamen Fahrzeugnutzung besteht und auch der Wunsch für ein größeres Fahr-zeug wurde schon geäußert. Bereits vor zwei Jahren waren die Freien Wähler an der Sache Carsharing dran, um in Meitingen Bürgern die Möglichkeit zu schaffen, dass man sich ein Au-to zur gemeinsamen Nutzung teilen kann, einzuführen. Bevor jedoch der Entschluss im Marktgemeinderat Nägel mit Köpfen bekam, fanden einige Diskussionen statt, denn nicht alle Gemeinderäte waren von der Idee überzeugt. Gemeinsame Ablehnung fand das Modell bei den SPD Fraktionsmitgliedern. SPD Marktgemeinderat Matthias Mark sagte, ihm fehle im Hinblick auf den Fahrzeugwechsel die Flexibilität. „Für den ländlichen Raum, so Mark, „tauge dieses Modell nicht und außerdem frage ich mich, wie Bürgerinnen und Bürger aus den umliegenden Ortsteilen davon profitieren sollen“. Dagegen fand das Projekt bei den Frei-en Wählern gemeinsame Befürwortung. MdL und Marktrat Fabian Mehring würde es jedoch sehr begrüßen, wenn auch ein E- Auto Bestandteil in der Fahrzeugflotte wäre. Annemarie Probst von den Grünen votierte klar für das Carsharing und die dritte Bürgermeisterin und CSU Fraktionsvorsitzende Claudia Riemensperger erklärte, dass es in ihrer Fraktion keine einheit-liche Meinung für ein Ja oder Nein in Sache Carsharing gäbe. Kurz zu den Kosten und die Grundgebühr für die Kommune: So muss die Gemeinde für jedes Auto, das von den Stadt-werken in Meitingen für Kunden zur Verfügung gestellt wird, jährlich einen Festbetrag leisten. Bei Kleinwagen werden dann beispielsweise 2300 Euro jährlich zahlbar, die Kosten für einen Kleinbus liegen bei 3200 Euro pro Jahr. Liegt die Auslastung jedoch bei über 25 Prozent, er-hält die Marktgemeinde die Hälfte des angefallen Betrages wieder zurück. Laut Bürgermeis-ter Michael Higl denkt man in Meitingen daran, für die Essenauslieferung an die Kindergär-ten den Carsharing – Kleinbus zu nutzen, was unter der Woche einer Nutzung von drei Stun-den täglich entspräche.
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