Daheim sein - daheim bleiben

Freuten sich über den erfolgreiche Kursteilnahme (von links): Maria Wiedemann, Gabriele Domagalski, Ute Heine, Annemarie Lohmüller, Regina Ehleitner, Ernestine Kottmair - Mauke, Elisabeth Hierl, Alexandra Solinas, Theresia Liepert, Christine Schrammel (Koordinatorin der Sozialstation Meitingen), Barbara Sauler und 1. Vorsitzender Helmut Wech
Neuer ehrenamtlicher Helferkreis hat viel vor
Frauen engagieren sich für pflegebedürftige Menschen

Holzen- Ellgau - Ehingen. Der Verein ambulante Krankenpflege Holzen und Umgebung, gegründet im Jahre 1909, hat in Zusammenarbeit mit der Sozialstation Meitingen einen ehrenamtlichen Helferkreis ins Leben gerufen. Im Jahre 1979 wurden die pflegerischen Aktivitäten in die Meitinger Sozialstation eingebracht. Seit diesem Zeitpunkt gehört die Krankenpflege Holzen zum Kreis der vier Trägervereine der Sozi-alstation Meitingen. Der-zeit gehören dem Verein bereits 650 Mitglieder an. Im Jahre 2014 begann der Verein mit den neuen Aktivitäten (für Pflege sorgt die Sozialstation) zum Wohle der älteren und pfle-gebedürftigen Mitglieder. Ziel sei es“, schildert Helmut Wech, „ältere Menschen zu infor-mieren und ihnen im bürokratischen Umfeld Hilfestellung zu leisten“. „Unsere Vorstel-lungen konnten wir Dank der engen Zusammenarbeit mit Jürgen - M. Werner, Geschäfts-führer der Meitinger Sozialstation, realisieren“, erklärte der erste Vorsitzende des Verein für ambulante Krankenpflege Holzen und Umgebung, Helmut Wech aus Ehingen. „Da-durch“, so Wech, „ist eine Abrechnung mit den Pflegekassen sowie die Versicherungs-thematik sichergestellt“. Als sehr positiv betrachtet Helmut Wech die Entwicklung des neu-en Vereins. „Zuerst zeigten 16 Personen Interesse an einem Informationsgespräch in Ell-gau, davon haben sich schließlich zehn Frauen in einem 40 stündigen Kurs an sechs Ta-gen, bei dem sie auf ihre Tätigkeit von der Sozialpädagogin Petar Löhner vorbereitet wur-den, um ortsnah Hilfe anbieten zu können“, erklärt Helmut Wech. Durch ihren großartigen Einsatz hat die zweite Vorsitzende Regina Ehleitner aus Ellgau ein Konzept zur Verwirk-lichung erstellt und dieses mit viel Hartnäckigkeit und Einsatz betrieben und auch durchge-setzt. „Der Landkreis Augsburg unterstützte den Aufbau und die Schulung mit einem sehr ordentlichen Zuschuss, da es sich hier um ein vorbildliches Pilotprojekt handelt“, so Hel-mut Wech. Auch der Leiter der Stabstelle für Öffentlichkeitsarbeit des Caritasverbandes, der Diözese Augsburg, Bernhard Gattner, nannte die Arbeit des Helferkreises als vor-bildlich. Die besteht aus Betreuung und Versorgung Zuhause, Entlastung von pflegenden Angehörigen und Zeit sowie Zuwendung für die zu betreuenden Mitmenschen. Das Ange-bot umfasst unter anderem Gespräche über Alltägliches, Unterstützung im Haushalt, Be-suche von Veranstaltungen und Gottesdiensten, Spaziergänge und Ausflüge und Vieles mehr. Eine besondere Bedeutung sieht die zweite Vorsitzende Regina Ehleitner in der en-gen Verzahnung der Sozialstation und dem Verein für ambulante Krankenpflege.“ Diese Art der Unterstützung und Betreuung hilft gerade auch den zuhause Pflegenden. Die zehn neuen Helferinnen, die für ihre Schulungsteilnahme mit einer Urkunde ausgezeichnet wur-den, sind: Elisabeth Hierl, Alexandra Solinas, Regina Ehleitner (Ellgau), Ernestine Kott-mair – Mauke (Ehingen), Annemarie Lohmüller (Nordendorf), Maria Wiedemann, Gabriele Domgalski (Westendorf), Barbara Sauler, Theresia Liepert (Ostendorf) und Ute Heine (All-mannshofen). Mehrfach jährlich treffen sich die zehn Helferinnen zu einem gemeinsamen Erfahrungs- und Meinungsaustausch in der Region der Pfarrgemeinschaft Nordendorf – Westendorf. „Mittlerweile läuft die Arbeit schon sehr gut und wird erfreulicherweise auch gut angenommen“, freut sich Helmut Wech. Einen großen Vorteil sieht der Vorsitzende darin, dass die Helferinnen aus verschiedenen Orten des Einzugsgebietes kommen und somit eine ortsnahe Betreuung möglich ist. Derzeit überlegt man im Verein, einen ehren-amtlichen Fahrdienst für ältere und behinderte Menschen aufzubauen. „Hier“, so Helmut Wech, „stecken wir noch in den Kinderschuhen aber gerade bei unserer Struktur der Ge-meinden halten wir Hilfe für dringend notwendig“. Fazit: Das Ziel des Verein für ambulante Krankenpflege Holzen und Umgebung ist es, dass die Menschen möglichst lange in ihrer häuslichen Umgebung bleiben können, getreu dem Motto „Daheim sein – Daheim blie-ben“.

   
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