Erlinger erinnern sich an den Bau der Dorfkapelle

Groß war das Interesse von Erlinger Bürgerinnen und Bürger beim Vortrag über den Bau der Erlinger Kapelle, den Marktgemeinderat Rudolf Helfert ins Gedächtnis zurück rief.
Der Bau der St. Martinskapelle vor über 25 Jahren war keine alltägliche Aktion. Der Förderkreis der Erlinger Vereine war Initiator des Bauvorhabens
Meitingen-Erlingen. Über guten Besucherzuspruch von Bürgerinnen und Bürger des Meitin-ger Ortsteils Erlingen konnte sich Marktgemeinderat Rudolf Helfert freuen, der zu einem Rückblick an die Entstehung der Erlinger Dorfkapelle, die dem Schutzpatron St. Martin ge-widmet ist, im Innenraum der im Jahre 1994 errichteten Dorfkapelle Revue passieren ließ. Damals bildete sich ein Förderkreis aus Mitgliedern der Erlinger Vereine und Erlinger Bürgern um den Bau der Dorfkapelle in Angriff zu nehmen. Als Standort wurde ein Platz nahe am ört-lichen Friedhof ausgewählt. Rückblick: Bis ins Jahr 1967 hinein hatte der kleine Ort an der Schmutter bereits eine Kapelle an der örtlichen Kreuzung Markterstraße –Hauptstraße, diese jedoch im Zuge von Straßenbaumaßnahmen abgerissen werden musste. Die Anregung für den Bau einer neuen Dorfkapelle ging damals von der ehemaligen Ortsbäuerin Ida Reiter und dem bereits mittlerweile verstorbenen Ortsobmann Willi Reiter aus. Gemeinsam mit Kreishei-matpfleger Prof. Dr. Walter Pötzl und Gemeinderat Wolfgang Schwarz besuchten Ida und Wil-helm Reiter sowie Rudolf Helfert einige Kapellen im Landkreis Augsburg und im Landkreis Wertingen, um Vorstellungen für den Erlinger Kapellenbau einzuholen. Nach den Betrach-tungen der Kapellen wurde schließlich die Feldkapelle in Bonstetten als „Vorbild“ bevorzugt. Architekt Klaus Soppa entwarf erste Planvorlagen und im Vereinsheim der Erlinger Musiker fanden im Beisein von Pfarrer Ludwig Hihler erste Vorgespräche statt. Große Zustimmung für den Kapellenbau fand der Förderkreis auch bei Bürgermeister Alfred Sartor und es wurde ge-meinsam vereinbart, dass den Altarraum mit der Figur des Heiligen St. Martin hoch zu Ross, ausgestattet werden soll. Der Erlinger Hobbyschnitzer Alois Spaderna stellte schließlich die prächtige Holzfigur her. Des Weiteren wurde eine Marien–Ikone für den Altarraumschmuck ausgewählt. Mit großem Engagement und vieler aufwendigen Arbeitsstunden wurde die Bau-maßnahme schließlich gemeinsam vom Förderkreis und Erlinger durchgeführt. Am 25. Mai 1995, am Feiertag Christi – Himmelfahrt erhielt die Dorfkapelle St. Martin durch Pfarrer Lud-wig Hihler im Rahmen einer Weihezeremonie ihren kirchlichen Segen. Rudolf Helfert erinn-erte in seinem Rückblick besonders an die vorbildliche gemeinschaftliche Zusammenarbeit der Ortsvereinsmitglieder. „Der Kapellenbau“, so der Marktgemeinderat, „hat eindrucksvoll eine intakte Dorfgemeinschaft und das gute örtliche Zusammenleben demonstriert“.
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