Fraktionssitzung auf vier Rädern

Die Marktgemeinderatsfraktion der Freien Wähler Meitingen mit ihrem Fraktionssprecher Fabian Mehring (vierter von rechts) wies bei ihrer Ortstour auf die Wichtigkeit eines Ortsbusses hin.
Markträte der Freien Wähler rühren die Werbetrommel für den Rufbus

Meitingen. Vor dem Start in die kommunalpolitische Sommerpause lädt FW-Fraktionschef Fabian Mehring seine Ratskollegen jedes Jahr traditionell zu einer ganz besonderen Frak-tionssitzung ein. In den letzten Jahren schwangen die FW-Räte sich dazu auf ihre Fahrrä-der, um sich vor Ort sein Bild aktueller Projekte in der Marktgemeinde Meitingen zu ma-chen. „Das hat sich bewährt, weil man dabei einfach bessere Eindrücke gewinnt als beim Blick auf Baupläne im Sitzungssaal“, sagt Fraktionsvize Rudolf Helfert. In diesem Jahr nutzten die Freien Wähler diese Gelegenheit zudem dafür, die Werbetrommel für ein wert-volles Nahverkehrskonzept zu rühren. So fuhren sie kurzerhand mit dem beliebten Rufbus durch die Ortsteile, um dessen Angebot in die Erinnerung der Meitinger Bevölkerung zu rufen. Unterwegs machten die Parteifreien in allen Ortsteilen Halt, um über laufende Pro-jekte zu diskutieren. In Erlingen führte Marktrat Alois Reiner seine Kollegen durch die neue Ortsmitte. Johann Deisenhofer erläuterte anschließend in Herbertshofen die Baupläne des großen Einzelhändlers am südlichen Ortsausgang, während Ernst Dittrich bei einer Exkur-sion in die Lechauen das Spannungsfeld zwischen Ausgleichsflächen und landwirtschaft-licher Bodennutzung erläuterte. In Langenreichen besuchte die FW-Fraktion nicht einzig die Baustelle des neuen Dorfplatzes. Marktgemeinderat Christoph Calta wies auf die Not-wendigkeit eines effektiven Hochwasserschutzes hin. Architekt Klaus Nebe zeigte im Meit-inger Kernort den Standort von Containern mit deren Hilfe übergangsweise allen Meitin-ger Kindern ein Krippenplatz zur Verfügung gestellt werden soll. Dabei bekräftigten die FW-Räte ihre Skepsis gegenüber der teuren Containerlösung und regten nochmals an, über höherwertige Gebäude in Holzständerbauweise nachzudenken. In Waltershofen an-gekommen, schlugen die Markträte Robert Hecht und Fabian Mehring vor, im Zuge der anstehenden Versetzung des Maibaums über eine generelle Aufwertung der Ortsmitte nachzudenken, wobei auch die Verkehrssituation auf der Dorfstraße eine Rolle spielen soll. Schließlich zeigte Mehring seinen Kollegen auch den verwitterten Spielplatz in der Rosenstraße, dessen Sanierung auf Antrag der FW in Angriff genommen werden soll. Nach einem Schwenk nach Ostendorf, wo das neu entstandene Wohngebiet im Westen in Augenschein genommen und über einen durchgängigen Lärmschutz an der Bahnstrecke nach Augsburg diskutiert wurde, klang die erkenntnisreiche Sitzung bei einem gemeinsa-men Biergartenbesuch aus, wofür sie unterwegs allerhand Gesprächsthemen gesammelt hatten. Dabei sprach Mehring nochmals das wichtige Thema Rufbus an: „Dieses Angebot ist ein wertvoller Service für die Menschen im Lech- und Schmuttertal, der wichtig für die Lebensqualität von älteren Menschen in unseren Ortsteilen ist, die dadurch bis ins hohe Lebensalter mobil bleiben können“, bilanzierte Mehring und hofft, durch die außergewöhn-liche Aktion der FW zum Bekanntheitsgrad des Modells beigetragen zu haben.



 
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