Haus der kleinen Forscher: Am 5. April findet im Kindergarten in der Gartenstraße in Meitingen das Forscherfest statt

 

Drei Schritte nach vorn. Eine Drehung nach rechts. Zwei Schritte nach links. Dann könnte der kleine, batteriebetriebene Bee-Bot, der aussieht wie eine Honigbiene, dort ankommen, wo die Kinder ihn haben wollen. Ob sie dem Lernroboter die richtigen Hinweise gegeben haben, können die Vorschüler im Meitinger Kindergarten in der Gartenstraße selbst überprüfen, denn sobald sie die Programmierung des Bee-Bots beendet haben, drücken sie auf GO und schon fährt die Honigbiene los.

Strahlende Gesichter zeigen nun: Die erste, eigene Programmierung hat funktioniert. Das freut die Vorschüler natürlich ungemein. Und nicht nur sie. Beim Forscherfest des Kindergartens in der Gartenstraße, das sich an Kinder der Altersgruppe zwischen drei und sechs Jahren richtet, dürfen alle Nachwuchs-Forscher testen, ob es ihnen gelingt, die Bee-Bots richtig zu programmieren. Das Forscherfest findet am Freitag, den 5. April, zwischen 15.30 und 18.30 Uhr im Kindergarten statt und bringt heuer etwas ganz Neues auf den Plan, denn erstmals sollen die Nachwuchs-Forscher sich auch mit dem Thema IT auseinandersetzen dürfen.

Bis dato standen beim Forscherfest, dass eines der „Mitmachangebote“ der Stiftung Haus der kleinen Forscher darstellt, Themen wie Wasser, Luft, Sprudelgas, Strom und Energie, Licht, Farben und Sehen auf dem Programm und diese werden auch heuer wieder Thema in den einzelnen Gruppen sein. Doch erstmals wagt sich der Kindergarten auch an das Thema IT heran. Als ein Mitglied der Generation, das ohne Computer aufgewachsen ist, hatte die Kindergartenleiterin Herta Mayr, durchaus am Anfang „Bauchschmerzen“, gesteht sie und erinnert sich lachend an ihre Anfangszeit im Meitinger Kindergarten zurück, in der der Kindergarten noch über nur eine Schreibmaschine mit klemmenden Tasten verfügte. Doch der Workshop, den die Trainerin bei der Stiftung Haus der kleinen Forscher besucht hat, hat sie davon überzeugt: „Programmieren kann man schon im Kindergarten begreifen.“

Die Sortiernetzwelle ist eine weitere Übung, die beim Zusehen ein bisschen wie Zauberei anmutet. Jeder von sechs Kindern bekommt eine Karte, die eine der Zahlen 1, 2, 3, 4, 5 oder 6 zeigt. Jedes Kind entscheidet mit jedem Schritt auf der aufgemalten Matrize: Ist meine Zahl größer oder kleiner als die meines Nachbarn? Die Antwort bestimmt, ob sie einen Schritt nach rechts oder links vorne gehen. So geht es Schritt für Schritt bis die Kinder in der letzten Reihe der Sortiernetzwelle angekommen sind. Dort stehen sie der Größe nach sortiert mit ihren Nummernkärtchen von 1 bis 6 und waren selbst ein Stück des Computer-Gedächtnisses, der ebenso arbeitet.

Carsten Möller, vom Experimentarium in Bobingen, der die Experimentierzeit im Kindergarten in der Gartenstraße begleitet, erklärt: „Wir gehen mit den Kindern den analogen Weg und erklären ihnen so die digitale Welt.“ Ein Stück weit gibt es Programmierungen nämlich sogar tagtäglich zu beobachten, erklärt er, denn jeder Ablauf, der aus einer Erklärung und Wiederholungen resultiert, ist auch eine Programmierung, die Abläufe erleichtert, weil die Kinder nicht tagtäglich die Lösung wieder neu erfinden müssen.

Herta Mayr spricht vom „Aha-Effekt“, den Kinder und Eltern gleichermaßen beim Forscherfest erleben können – und zwar in den Themenbereichen, der sie interessiert. Sinn und Zweck des Forscherfestes ist es, Raum zu schaffen für die Neugier der Kinder und auch für die Naturwissenschaften. Das war die Ursprungsidee, die hinter der Stiftung Haus der kleinen Forscher steckt, frei nach dem Motto „Bolzplätze gibt es überall, so sollte es auch mit den Naturwissenschaften sein“, erklärt Herta Mayr, die Trainerin der ersten Stunde beim Haus der kleinen Forscher ist.

Am 5. April ist das Forscherfest in Meitingen



Der Kindergarten in der Gartenstraße in Meitingen hat bereits zum dritten Mal in Folge die Auszeichnung als „Haus der kleinen Forscher “ bekommen. Längst ist das Forschen fester Bestandteil in dieser Einrichtung geworden. Am Freitag, den 5. April, sind zwischen 15.30 und 18.30 Uhr alle interessierten Nachwuchs-Forscher mit ihren Eltern eingeladen. Dann findet das alljährliche Forscherfest im Kindergarten statt.

Über die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“

Die gemeinnützige Stiftung Haus der kleinen Forscher gibt es seit 2006. Sie versorgt ihre Einrichtungen mit Unterlagen, um die Forschung in Kindertageseinrichtungen zu platzieren. Die Pädagogen haben die Möglichkeit, spezielle Workshops zu den unterschiedlichsten Themenbereichen zu besuchen. Die Forschungsinhalte sind so konzipiert, dass alle Ansätze des pädagogischen Kindergartenalltags wiederzufinden sind. Das Forschen schafft Sprechanlässe, in dem Hypothesen aufgestellt werden. Es fördert die Denk- und Problemlösefähigkeit der Kinder und schult ihr Sozialverhalten, denn beim Forschen gelten spezielle Forscherregeln.

Weitere Infos unter www.haus-der-kleinen-forscher.de


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