Helmut Gensler blickt mit Freude auf bewegte 90 Lebensjahre zurück

Die Glückwünsche der Marktgemeinde Meitingen zum 90. Geburtstag von Helmut Gensler (Bildmitte) über-brachte im Beisein seiner Lebensgefährtin Erika Stump (rechts) Meitingens zweiter Bürgermeister Werner Grimm (links).
Meitingen. Seinen 90. Geburtstag feierte in diesen Tagen bei bester Gesundheit in der Marktgemeinde Meitingen Helmut Gensler, ein „rhönisches Urgestein“. Der Jubilar er-blickte als eines von fünf Kindern beim Ehepaar Richard und Maria Gensler in Eckweis-berg bei Hilders in der Rhön das Licht der Welt. „Hart im Nehmen und stark im Geben“ lautet seit jeher mein Lebensmotto“, schmunzelt er auf die Frage, wieso er noch neun er-lebnis- und arbeitsreichen Jahrzehnten so Fit und ausgeglichen wirkt. Mit seinen Eltern und Geschwistern ist Helmut Gensler, als er noch in den Kinderschuhen steckte, viel in der Natur gewandert und wäre, wie er betont, gerne Förster geworden. „Auf Grund des damaligen Einstellungsmangels im Bereich Forstwirtschaft scheiterte im Jahre 1942 je-doch dieses Wunschvorhaben“, bedauert er heute noch. Somit verwarf er bedauerlicher-weise diesen Herzenswunsch und begann eine kaufmännische Lehre in einem Betrieb in Fulda, in dem er sich im Laufe der Jahre bis zum Geschäftsführer hocharbeitete. Im Jahr 1954 gab er seiner Jugendliebe Helene Heidel das Ja – Wort für´s Leben. Es folgte ein Wohnortwechsel in das malerische Rhöndorf Batten in Hessen, in dem er gemeinsam mit seiner Ehefrau ein Lebensmittelgeschäft betrieb. Im Laufe der glücklichen Ehejahre kamen sieben Kinder zur Welt. Mittlerweile bereichern 12 Enkel- und vier Urenkelkinder das Fami-lienleben. Einen besonderen Hang hatte der Jubilar seit jeher zur Politik und so kam es, dass er sich auch in Batten politisch engagierte und im Alter von erst 32 Jahren zum Bür-germeister des Ortes gewählt wurde. „Ich war damals der jüngste Bürgermeister von Hes-sen“, denkt Helmut Gensler stolz zurück und erzählt von den zahlreichen zu bewältigen-den Anforderungen und Baumaßnahmen im Ort die mit Erfolg abgeschlossen werden konnten. Nach Beendigung seiner Bürgermeisteramtszeit führte der Lebensweg von Hel-mut Gensler beruflich nach Hannover wo er lange Jahre im Niedersächsischen Landes-amt für Bodenforschung und in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe tätig war. Im Jahre 2014 verstarb Helene Gensler, von der der Jubilar jedoch bereits seit mehreren Jahren getrennt lebte. 1994 zog Helmut Gensler nach Meitingen um. „Dieser schmucke schwäbische Ort hat mich magisch angezogen was mich dazu bewog, in Mei-tingen wohnhaft zu werden“, erzählt der rüstige 90jährige. In Lechtalgemeinde wurde er schnell heimisch, bezog ein Haus mit Garten und trat in die Gemeinschaft der Kegelfreun-de ein, in deren Kreise er immer noch ein gern gesehenes und beliebtes Mitglied ist. Im Jahre 1997, vor 21 Jahren, lernte Gensler seine jetzige Lebensgefährtin Erika Stump ken-nen mit der er gemeinsam in einer Neubauwohnung in der Meitinger St. Wolfgangstraße lebt. Mit viel Freude unternimmt das Paar noch gerne Reisen durch die Welt. Ein beson-deres Hobby von Helmut Gensler ist das imitieren von Tierstimmen. „Es ist schon selt-sam, welch großes Vertrauen Tiere zu mir haben denn ich habe schon Forellen mit der Hand gefangen, Wölfe im Bayerischen Nationalpark zu Heulen gebracht und Eidechsen gestreichelt“, lächelt der Jubilar. Zum großen Gratulantenkreis bei der Dankesandacht in der Johannesheim – Kapelle, die von den beiden Diakonen, Sohn Thomas Gensler aus Mainz und Schwiegersohn Hubert Frank aus Nierstein, abgehalten wurde und der an-schließenden Feierstunde im Gasthof Neue Post gehörten neben der Familie, Freunden, Bekannten und dem Jugendblasorchester mit Walter Möckl auch Meitingens zweiter Bür-germeister Werner Grimm zu den Gästen. 

 
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.