Im ehemaligen Kino spielt in naher Zukunft die Musik

Das ehemalige Meitinger Kino "Cinderella" wird zu einem haus der Musik umgebaut und erweitert
Das ehemalige „Cinderella“ wird zu einem Haus der Musik umgebaut. SGL Kapelle und Jugendblasorchester bekommen eine Bleibe

Meitingen. Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass die Marktgemeinde Meitingen das ehemalige Kino „Cinderella“, dass sich neben dem Freibad SunSplash und der Sporthalle befindet, gekauft hat. Das im Jahre 19 erbaute Filmtheater soll nach einstimmigem Be-schluss des Marktgemeinderates zu einem Haus der Musik umgebaut und erweitert wer-den. Neben den örtlichen Kapellen, der SGL Werkskapelle und dem Jugendblasorchester, sollen dort nach der Fertigstellung der Baumaßnahme aber auch Chöre, Bands und Mu-sikgruppen in einem geeigneten Proberaum ihrem musizierenden Hobbys nachgehen kön-nen. Im Plan, der von Architekt Johann Hölzl aus Thierhaupten dem Marktgemeinderat überarbeitet vorgestellt wurde, ist auch ein Anbau an das bisherige Gebäude einbezogen. In diesem Anbau sind ein großer Proberaum und ein etwa 75 Quadratmeter Multifunkti-onsraum vorgesehen, in dem später eine mobile Bühne vorgesehen ist, die von verschie-denen Gruppen oder Chören genutzt werden kann. Wenn man diese Wünsche in die Tat umsetzen würde, müssten etwa vier Millionen Euro in die Baumaßnahme investiert wird-en. Viel zu viel, erklärten die Verantwortlichen und suchten nach einem Kompromiss, da-mit die Kosten geringer werden. Somit wurde um Kosten zu sparen wurde unter anderem auf eine Lüftungsanlage verzichtet. Doch trotz aller Einsparungen würden sich die Kosten bei etwa 2,8 Millionen Euro einpendeln. Wenn die Vereine bei den Arbeiten kräftig mit Hand anlegen, was von den Musikern zugesagt wurde, würde die Bau- und Erweiterungs-maßnahme 1,7 bis 1,8 Millionen Euro betragen. Der Marktgemeinderat zeigte sich damit einverstanden. Der nächste Schritt wird sein, dass die Verwaltung das Projekt vorantreibt und sich über Fördermöglichkeiten informiert. CSU Fraktionssprecherin und dritte Bürger-meisterin Claudia Riemensperger, sprach von einer stattlichen Summe und ergänzte, dass es in Meitingen keine Musikschule gibt, so dass die Vereine die Ausbildung der Nach-wuchsmusiker in Eigenregie übernehmen. Fabian Mehring, Fraktionssprecher der Freien Wähler fragte nach, ob ein Neubau nicht Kostengünstiger gewesen wäre, was von Archi-tekt Johann Hölzl jedoch verneint wurde. „Mit dem Umbau“, so Hölzl, „werden ein Drittel der Kosten gespart“. Zweiter Bürgermeister und SPD Fraktionschef Werner Grimm dage-gen hätte es gerne gesehen, wenn man bei der Baumaßnahme „Haus der Musik“ auch auf die Bedürfnisse anderer Vereine eingegangen wäre.

  
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.