In Langenreichen findet das Dorfleben bald abseits der Staatsstraße statt

Der neugestaltete Dorfplatz in Langenreichen nimmt Formen an. Im Juni soll die Baumaßnahme, zur Freude der örtlichen Bürgerschaft, abgeschlossen werden
Bürgermeister Michael Higl lud zum Bürgergespräch ins Schützenheim ein. Dorfplatz-sanierung wird im Juni abgeschlossen

Meitingen – Langenreichen. Ein Hauptgesprächsthema, und damit im Fokus der Veran-staltung war bei der diesjährigen Bürgersprechstunde im Meitinger Ortsteil Langenreichen die Neugestaltung der örtlichen Dorfmitte, ein ELER – Projekt (Landwirtschaftsfound für die Entwicklung des ländlichen Raum). „Die Neugestaltung des Dorfplatze ist ein Ergeb-nis ist ein Ergebnis einer umfangreichen Bürgerbeteiligung dessen Fertigstellung im Juni dieses Jahres abgeschlossen wird und deren Kosen sich auf etwa 1,1, Millionen Euro belaufen werden“, lobte Bürgermeister Michael Higl die örtlichen Initiatoren der umfangrei-chen Baumaßnahme. „Es war ein Schweinsgalopp, doch letztlich haben wir es gemeinsam geschafft eine ordentliche Förderung für die Neugestaltungsarbeiten vom Freistaat Bay-ern zu bekommen, was auch durch die große ehrenamtliche Mitarbeit Langenreichner Bürgerinnen und Bürger ausschlaggebend war“ freute sich der Meitinger Rathauschef.“ Am Ende sollen letztendlich die Bürger sagen können, so haben wir uns das vorgestellt, es ist ein gelungenes Werk“. Das Konzept für die Umgestaltung der Dorfmitte und der da-zugehörende Umbau des Feuerwehrhauses, so Higl, liefen unter dem Motto „Dorfleben abseits der Staatsstraße“. Die Umgestaltung des Feuerwehrhauses kosten etwa 400 000 Euro. Im Rahmen der Umbaumaßnahmen wurden in diesem Gebäude neue Räumlichkei-ten für die Freiwillige Feuerwehr Langenreichen und den örtlichen Verein für Gartenbau und Landschaftspflege geschaffen. Auch das Thema „Wasserversorgung wurde angespro-chen. Die Sanierungen des Hochbehälters und des Saugbehälters, die seit 2015 durchge-führt wurden sind abgeschlossen, der Brunnen wird im Jahr 2020 auf den neuesten elek-trischen Stand umgebaut. „Die Erneuerung der Druckerhöhung für Langenreichen ist vor wenigen Tagen in Betrieb gegangen“, erklärte Marktgemeindemitarbeiter Thomas Köhle. Auch im Bereich Abwasserbeseitigung wurde der Markt Meitingen in Langenreichen tätig, der Rechen an der Langenrechner Kläranlage erneuert. „In diesem Jahr findet noch die Schmutterquerung womit sich für alle Maßnahmen ein Investitionsvolumen von etwa drei Millionen Euro ansammelt“, zählte Higl auf. Im Bereich Breitbandversorgung findet aktuell die Erschließung von Einzelgehöften, die bisher unterversorgt waren, statt. Der Umbau des ehemaligen Kinos „Cinderella in ein Haus der Musik wird vom Freistaat Bayern mit 1,5 Millionen Euro (wir berichteten) bezuschusst. „Immer wieder wird in Meitingen die Forder-ung für einen Jugendtreff laut, eine denkbare Lösung wäre ein Umbau des ehemaligen „Morning Star“ in ein Jugendzentrum“, bekundete der Bürgermeister.

Diskussionsrunde nach dem Motto „Jetzt red i“
Ein Langenreichner Bürger wollte wissen wann die rissige Straßenoberschicht, die erst vor acht Jahren erneuert wurde und nun schon wieder marode ist, einmal erneuert wird. Die ehe-malige alte Deckschicht hatte eine sechs Zentimeter starke Teerschicht und hielt fast 50 Jahre, der neue Belag ist jetzt schon kaputt. „Was heute an Deckschicht aufgebracht wird ist nicht mehr mit dem früheren Material zu vergleichen, da die Mischschicht nicht mehr die Stabilität der Verschleißschicht wie früher hat und somit schneller abgefahren wird, was jedoch nicht nur Langenreichen betrifft“, erklärte Higl. Von sich aus sprach der Bürgermeister die Nutzung von Carsharing in Langenreichen an. „Carsharing liegt auch bei Autos im Trend, in Deutschland ist Carsharing mittlerweile auf 2,46 Millionen Nutzer angestiegen“. Die Begeisterung dafür war eher verhalten, dadurch die Einrichtung Rufbus Langenreichen verkehrstechnisch gut versorgt sei. Ein Landwirt sprach das Projekt „bo-den:ständig“ in Langenreichen an. „boden:ständig“ ist eine Initiative zum Erhalt der Böden und zum Schutz des Wassers in der Flur. Der Landwirt wollte wissen, ob in dieser Angele-genheit von den Langenreichner Landwirten etwas unternommen wird da auch in Langen-reichen Landwirte seit Jahren versuchen, ihre Flächen so zu bewirtschaften, dass immer weniger Boden abgeschwemmt wird. Ortsobmann Mathias Bader sagte dazu, dass man gegen das Problem „Wasser“ nur gemeinsam etwas unternehmen könne, die Landwirte müssen gemeinsam miteinander darüber sprechen. Bader hat am 28. Mai eine Informa-tionsfahrt nach Hagenohe in der Oberpfalz arrangiert, damit man sich ein Bild darüber machen kann, welche Möglichkeiten es für einen Erosionsschutz gibt. Eine Langenreich-ner Bürgerin fragte abschließend, ob man in Langenreichen noch Bauplätze ausgeschrie-ben werden. „Das ist leider nicht der Fall, der letzte Baugrund wurde vor etwa einem hal-ben Jahr verkauft“, lautete Higls Antwort zu dieser Frage.












  
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