In Meitingen stehen große Investitionen an

Im Osten des Meitinger Ortsteils Erlingen wurden 42 Bauplätze ausgewiesen die mittlerweile an Bauwillige vergeben worden sind
  Ausgaben in Baugebieten belaufen sich auf 3,1 Millionen Euro. Keine Neuverschuldung im Jahr 2018

Meitingen. Ein gesunder Haushalt, der vom Gemeinderat noch kurz vor dem Jahreswechsel verabschiedet wurde, erlaubt, dass in der Marktgemeinde Meitingen dieses Jahr große Investitionen getätigt werden können. „Investitionen, die auf sehr hohem Niveau angesiedelt sind“, betonte Bürgermeister Michael Higl. Das Zahlenwerk weist im Verwaltungshaushalt 7,7 Millionen Euro und im Verwaltungshaushalt 23,5 Millionen Euro aus. „Wir werden in diesem Jahr ohne neue Schulden auskommen und lediglich eine Entnahme von 90 000 Euro aus den gemeindlichen Rücklagen in Anspruch nehmen“, gab der Meitinger Rathauschef zufriedenstellend bekannt. Der größte Brocken im Verwaltungshaushalt 2018 beruht auf der Einnahmesteuer mit 4,5 Millionen Euro, weitere große Einnahmequellen sind 4,5 Millionen Euro im Bereich Gewerbesteuer, 1,4 Millionen Euro Betriebskostenzuschüsse für die örtlichen Kindergärten sowie eine Million Euro Schlüsselzuwendungen vom Land. Im Ausgabenbereich des Verwaltungshaushalts schlagen sich 6,7 Millionen Euro für Personalkosten zu Buche, die nach Aussage von Bürgermeister Higl sich sprunghaft weiter nach oben orientieren. „Dies", so der Bürgermeister, „liegt an den 3,1 Millionen Euro Kosten für die Kinderbetreuungseinrichtungen“. Weitere große Ausgabenposten im Verwaltungshaushalt sind mit 5,3 Millionen Euro die Kreisumlage, gefolgt von der Gewerbesteuerumlage mit 755 000 Euro. Als eher durchschnittlich bezeichnet Higl die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögungshaushalt mit etwa 1,6 Millionen Euro. Vom Verkauf der Baugrundstücke erwartet die Marktgemeinde Meitingen 3,8 Millionen Euro Einnahmen. Das Geld aus dem Baugrundverkauf sowie die 1,7 Millionen Euro an Erschließungskosten sind somit neben der Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt die größten Einnahmen im Vermögenshaushalt. Bei den Ausgaben liegen die Investitionen in Baugebiete mit 3,1 Millionen Euro an der Spitze. Mit der Orts- und Regionalplanung (eine Million Euro), 755 000 Euro für Tilgung, 600 000 Euro für den Umbau des derzeitigen Kinos „Cinderella“ zum „Haus der Musik“ sowie 457 000 Euro für Sanierungs- und Renovierungsarbeiten an den Kläranlagen kommen auf die Marktgemeinde jedoch weitere große Investitionsbrocken zu. „Die Verwaltung wird auch in diesem Jahr wieder voll ausgelastet sein, denn was wir uns vornehmen wollen wir auch in die Tat umsetzten“, betont der Rathauschef. Die Fraktionen des Meitinger Marktgemeinderates stehen den zahlreichen Vorhaben positiv und zuversichtlich gegenüber. Matthias Mark, SPD, findet es gut, dass man 2018 ohne Neuverschuldung auskommen werde, Claudia Riemensperger, CSU Fraktionsvorsitzende meinte, dass die seit 2008 um hundert Prozent gestiegenen Kosten für die Kindertagesstätten sich irgendwann im Haushalt negativ auswirken werden. Fabian Mering schlug in die gleiche Kerbe: „Ich finde die Kostenexplosion bei der Kinderbetreuung absurd, hier muss der Freistaat Bayern eine andere Lösung finden“ monierte der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler.



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Im Osten des Meitinger Ortsteils Erlingen wurden 42 Bauplätze ausgewiesen die mittlerweile an Bauwillige vergeben worden sind.
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