In Meitingen werden die Kinderplätze rar

Auf dem Kindergartengelände an der Gartenstraße soll mit Containern übergangsweise weitere Betreuungseinrichtungen für Mädchen und Buben geschaffen werden.
Kinderzahlen steigen. Betreuungseinrichtungen sind mittlerweile zu klein und zu eng

Meitingen. Man braucht kein Hellseher zu sein, wenn man die zukünftigen Kinderzahlen in der Marktgemeinde Meitingen voraussagen sollte. Der Kinderboom hält in der Lechtalge-meinde und deren Ortsteilen weiter an, wodurch absehbar ist, dass sich in den nächsten Jahren aller Voraussicht nach an dieser Situation kaum etwas ändern werde. Meitingen hat sich zu einem beliebten Wohnort herausgemausert. Die Marktgemeinde hat eine grö-ßere Familienzuwachsrate als Wegzüge was sich in der guten Infrastruktur, die sich vor allem in den Verkehrsanbindungen für Kraftfahrzeuge durch die Bundesstraße 2 sowie im Fahrten- und Reiseangebot der Bahn in die umliegenden Städte widerspiegelt. Das The-ma Kinderstatistik behandelte jüngst auch der Meitinger Gemeinderat in einer Sitzung und musste dabei feststellen, dass die Geburtenrate von Buben und Mädchen derzeit eine steigende Tendenz vorweist. In der Marktgemeinde wurden in der Vergangenheit im Rhythmus von zwei Jahren neue Krippen und im Ortsteil Erlingen sogar ein eigenes Haus für Kinder eingerichtet. Trotzdem sind auch schon wieder die neuen Einrichtungen voll be-legt und man sucht um eine Lösung für den Platzmangel. In diesem Jahr wurden Eltern für ihren Nach-wuchs noch Kinder- und Krippenplätze von der Marktgemeinde angeboten, doch was die Zukunft bringt, steht in den Sternen. Somit sucht man im Gemeinderat nach einer Lösung und ist sich dabei einig, mit Containern am Kindergarten die Lage etwas in den Griff zu bekommen, was aber nur als Zwischenlösung gedacht sei. Ein Statistiker hat-te dem Gremium Zahlen genannt die aussagen, dass 25 Gruppen in den Kindergärten und Krippen benötigt werden, es derzeit aber „nur“ 19 Gruppen gibt, wobei die Montessori – Einrichtung sowie der Waldkindergarten darin mit einbezogen sind. Sollte der Zuzug von Familien mit Kindern in Meitingen und die gute Geburtenrate in den kommenden Jahren weiter anhalten, würden sogar 28 Gruppen benötigt. „Dass diese Vorhersage aber nicht unbedingt zutreffen muss, habe ich selbst erlebt“, schildert Bürgermeister Michael Higl. Im Jahre 2008, so der Meitinger Rathauschef, wurde bei den Bevölkerungszahlen schon ein-mal einen Abwärtstrend nachgewiesen, der nach Meinung von Experten längere Zeit an-dauern sollte, was aber nicht eintraf. In der heutigen Zeit ist die Altersverteilung in Meitin-gen ähnlich wie in Neusäß, Stadtbergen oder Gersthofen, auf der einen Seite gibt es viele Kinder, auf der anderen Seite aber auch viele Senioren.
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