Kindergartenplätze werden mit mobilen Containern erweitert

Auf der Meitinger Kindergartenanlage am Schulweg wurden in diesen Tagen Containerelemente für die bevorstehende Kindererweiterung bereitgestellt
  Anfang 2019 soll in den neuen mobilen Containern Leben einkehren

Meitingen. Im Kindergarten der Marktgemeinde Meitingen werden für Buben und Mädchen Kindergartenplätze leider immer mehr zur Mangelware. Der Zuwachs von Neugeborenen oder von Familien mit Kindern nimmt weiter zu und somit ist es durchaus absehbar, dass sich an dieser derzeitigen Situation auch in den kommenden Monaten und Jahren nichts, oder wenig ändern werde. Bereits jetzt sind die Betreuungseinrichtungen in der Marktge-meinde voll belegt, wodurch man sich im Marktgemeinderat veranlasst sah, Übergangs-lösungen zu realisieren um damit in nächster Zeit Eltern und Familien wieder ausreichend Kindergartenplätze zur Verfügung stellen zu können. Bekanntlich hat der Meitinger Markt-gemeinderat in einer seiner vergangenen Sitzungen, bei der das Thema Kinderstatistik ausführlich behandelt wurde festgestellt, dass die Geburtenrate steigende Tendenz vor-weist. Trotz der Neueinrichtung eines Hauses für Kinder, für das im Ortsteil Erlingen die ehemalige Volksschule herangezogen und umgebaut wurde, sind die örtlichen Kindergar-teneinrichtungen weiter voll ausgelastet. Um dieser unbefriedigenden Situation entgegen-zuwirken und gleichzeitig Abhilfe zu schaffen entschied sich im Marktgemeinderat als Übergangslösung Container im Meitinger Kindergarten zu installieren. Die einzelnen Ele-mente wurden vor wenigen Tagen mit einem großen Kranfahrzeug zum Kindergartenge-lände transportiert und anschließend aufgestellt. Nach der Erledigung der in den Räum-lichkeiten noch anstehenden Arbeitsmaßnahmen muss das Landratsamt noch seinen Se-gen in Form einer „Betriebserlaubnis“ geben. Aber das ist nur eine momentane, vielleicht auch etwas länger andauernde Zwischenlösung. „Voraussichtlich“, so Bürgermeister Mi-chael Higl, „ sollen die Container etwa zwei Jahre lang als Übergangslösung dienen, ehe ein neuer Kindergarten gebaut wird“. „Wo dann ein neuer Kindergarten gebaut werden soll, dass wird sich in einer der nächsten Sitzungen des Marktgemeinderates herauskris-tallisieren“, erklärt der Meitinger Rathauschef. Als Standort würden sich zwei mögliche Flächen, eine Fläche beim Freibad SunSplash oder ein Areal gegenüber vom Meitinger Friedhof, eignen. Derzeit wird dieser Platz, der sich im Besitz der Marktgemeinde Mei-tingen befindet, jedoch noch von der Firma SGL Carbon als Mitarbeiterparkplatz genutzt. Momentan ist die Lage so, dass die Gemeinde jedem Kind einen Platz in einem Kinder-gart-en oder der Krippe anbieten kann. „Dies funktioniere jedoch nur“, weil im Kindergarten des Ortsteils Ostendorf mehrere Buben und Mädchen betreut werden, die dort gar nicht ortsansässig sind“, erläutert der Meitinger Rathauschef. Weiter wurde im Sommer dieses Jahres in einer vom Markt Meitingen gekauften Wohnung, die sich in einem Gebäude-komplex im Wohnbereich Laubenbach befindet, eine Krippe eingerichtet in der seit Sep-tember 2018 eine Kindergartengruppe untergebracht ist und nach Fertigstellung des Con-tainerbaus dorthin umziehen wird. Die bisherige Laubenbachwohnung wird als Krippe ge-nutzt. „Durch die etwa 200 Quadratmeter neuen Container, in denen bis zu 200 Mädchen und Buben betreut werden, wird der Kindergarten ziemlich groß“ betont der Meitinger Bürgermeister und weist darauf hin, dass der Kindergarten von seiner baulichen Statur her gut untergliedert sei. Mit der Anzahl der Kinder wachsen natürlich auch die Kosten die von der Kommune zur Verfügung gestellt werden muss. Betroffen sind davon vor allem die Personalkosten für die mittlerweile etwa 100 Frauen und Männer, die in diesem Bereich tätig sind. Nach Schätzung von Michael Higl werden sich die Personalkosten bei rund vier Millionen Euro einpendeln. Wenn von dieser Summe die Zuschüsse und Elternbeiträge abgezogen werden, muss der Markt Meitingen zwei Millionen Euro aus seinem Finanz-säckel schultern.

 
  
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