Marktgemeinderat lehnt Lärmschutzwall einstimmig ab

Jährlich fallen laut Aussage von Stahlunternehmer Max Aicher etwa 200 000 Tonnen Schlacke bei der Stahlproduktion im Herbertshofner Lech - Stahlwerk an
25 Meter hoher Schlackenwall wäre ein Fremdkörper in der Landschaft

Meitingen – Herbertshofen. In seiner vergangenen Sitzung hat der Marktgemeinderat Meitingen einstimmig beschlossen, dass der 25 Meter hohe Schlackenwall, der als Lärm-schutz dienen sollte, am Stahlwerk im Ortsteil Herbertshofen nicht gebaut wird. Die Lech – Stahlwerke wollten durch den Bau des Walls die Bürger in der westlich von Herbertshofen angrenzenden Zollsiedlung entlasten „Wir werden die für den Bau des Walles notwendi-gen Bebauungsplanänderungen nicht länger verfolgen“, sagte Bürgermeister Michael Higl. Der Grund dafür ist, dass Gutachter und Experten der Meinung sind, dass durch den Bau des Walles keine besondere Lärm- und Staubminderung erfolgt. In einer Länge von 165 Metern und einer Breite von 66.5 Metern sollte das Lärmschutzobjekt aus Elektroofen-schlacke entlang der Bahnlinie Donauwörth – Augsburg entstehen. Mehrfach wurde Ofen-schlacke in der B2- Umfahrung von Meitingen eingebaut was schließlich Grundwasser-probleme verursachte und somit hohe Sanierungskosten verursachte. Bürgermeister Higl schilderte, dass in anderen Bundesländern durchaus Schlacke beim Straßenbau verwen-det werde. „Meines Wissens nach wird das in Bayern, nachdem es vor Jahren bei der Schlackenverwendung beim Straßenbau in Herbertshofen Probleme gab und heute noch Wellen schlägt, nicht mehr gehandhabt“, erklärte der Rathauschef. In einer abschließen-den Diskussionsrunde waren sich schließlich alle Fraktionen einig, das der Bau des Schlackewalls nicht genehmigt werde befanden zudem, die für den Bau nötige Bebau-ungsplanänderung auf Eis zu legen. Die Vorarbeiten und Planungen für einen Barriere-freien Bahnhof sind angelaufen. „Ich hoffe, dass im Juni 2019 die Röhre unter den Gleisen errichtet werden kann“, hofft Higl. Die neue Unterführung wird sich nicht am jetzigen Ab- und Aufgang zu den Zügen befinden, sondern ein Stück nach Süden in Richtung Café Contur gebaut. Im östlichen neuen Erlinger Baugebiet, auf dem 43 Bauplätze ausge-schrieben wurden, sind die Bagger angerollt. „Wenn die Erschließungsarbeiten zügig vor-an gehen könnte schon Ende des Jahres mit dem Häuserbau begonnen werden“, glaubt der Bürgermeister. Seit mehreren Tagen wird in Meitingen in Tempo – 30 – Zonen ver-stärkt geblitzt. Rund 20 Stunden im Monat wird nach Auskunft von Bürgermeister Michael Higl von „Verkehrssheriffs“ aus Mindelheim verstärkt kontrolliert. Im April 2017 hat man im Gemeinderat beschlossen, das Tempo 30 nicht nur in der stark befahrenen Schlossstra-ße sondern auch in der Haupt-, Peter – Dörfler – Straße in Meitingen sondern auch in allen Wohngebieten der Gemeine eingeführt wird. „Es sind zwar noch nicht alle Hinweis-schilder angebracht, in nächster Zeit wird jedoch der Rest montiert“, mahnt Higl alle Schnellfahrer.



 
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