Marktgemeinderat stellt Übergangslösung für Kindergärten vor

Im Meitinger Ortsteil Erlingen wurde im Jahr 2015 die ehemalige Volksschule ein "Haus der Kinder" umgebaut in dem derzeit 80 Buben und Mädchen untergebracht sind
In der Marktgemeinde boomt der Wohnungsbau. Dadurch werden auf Grund des Familenzuwachses die Kindergartenplätze knapp

Meitingen. Neu ausgewiesene Bauplätze, steigende Wohnungsbautendenz und immer mehr Menschen, die sich in Meitingen vergeblich eine Wohnung suchen bereiten dem Marktgemeinderat einige Sorgen denn mit der Einwohnerzahl steigt auch die Anzahl der Kinder stetig an. „Derzeit“, so Bürgermeister Michael Higl, „für jedes Kind noch einen Platz zuordnen was aber nur dadurch funktioniert, das beispielsweise im Ostendorfer Kindergarten neuen Mädchen und Buben betreut werden, obwohl deren Familien gar nicht in Ostendorf wohnen“. Damit sich diese Situation künftig nicht vermehrt eintritt, wird während der Sommermonate die Kinderkrippe im Laubenbachviertel erweitert. Nach Aussagen des Meitinger Rathauschef wurde in diesem Bereich eine Wohnung gekauft in der ab September eine 18 köpfige Kindergartengruppe untergebracht wird. Aber diese Maßnahme hat die Wirkung wie beispielsweise ein Tropfen auf den heißen Stein. Higl rechnet damit, dass im Laufe des kommenden Kindergartenjahres weitere Engpässe entstehen könnten. Aber auch gegen diese Situation hat man in Meitingen bereits eine Übergangslösung gefunden. Auf dem Gelände des Meitinger Kindergartens sollen Container, in denen weitere Gruppen untergebracht werden können, aufgestellt werden. Ein weiterer positiver Schachzug in dieser Angelegenheit ist die die Erweiterung des Außengeländes am Kindergarten, damit den Kleinen mehr Platz zum Spielen eingeräumt werden könne. „Dafür muss jedoch leider der Spielplatz zwischen Kindergarten und Realschule, auf dem sich Tischtennisplatten befinden, weichen“, erklärt Higl. Durch den Einsatz der neuen Container wird ein zusätzlicher Raum von etwa 200 Quadratmetern geschaffen in dem bis zu 200 Buben und Mädchen betreut werden können. Higl erläutert dazu, dass der Kindergarten von seiner baulichen Struktur her schon gut untergliedert sei was bedeutet, dass nicht alle Kinder sich auf einem Haufen befinden werden. Wann diese Container aufgestellt werden können, ist noch nicht spruchreif denn zum ersten stehe noch die Baugenehmigung aus und zweitens muss die Kommune die Container erst geliefert bekommen. „Gerade dies ist nicht einfach, da immer mehr Gemeinden auf eine bauliche Interimslösung aus sind, was nicht nur deren Kindergärten sondern auch deren örtliche Schulen betrifft“, schildert der Meitinger Rathauschef. Doch diese Maßnahmen sind nur momentane Notlösungen. In nächster Zukunft wird man aufgrund der steigenden Kinderzahlen eine weitere Kinderstätte bauen müssen was im Gemeinderat durchaus auf offene Ohren stößt. Eine Lösung dafür wäre die in die Jahre gekommene Gemeindehalle, die derzeit untersucht wird, ob man dieses Gebäude in eine Kinderstätte umgestalten könnte oder ob es mehr Sinn machen würde, gleich eine neue Kinderstätte zu bauen. Klar ist auch, dass mit ständigem Einwohner- und somit auch Kinderzuwachs auf die Kommune weitere steigende Personalkosten zukommen werden. Bürgermeister Michael Higl schätzt die Personalkosten auf rund vier Millionen Euro jährlich. „Nach Abzug der Zuschüsse und der Elternbeiträge muss die Marktgemeinde noch zwei Millionen Euro, eine stattliche Summe, drauflegen“, gab der Bürgermeister bekannt. In den Meitinger Kindertagesstätten sind derzeit 525 Kinder untergebracht, davon allein im Erlinger „Haus für Kinder“ 80 Buben und Mädchen.




 
    
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